Wo ist er hin?

Um die 17, manchmal sogar bis zu 20 Zentimeter können die Männchen unter ihnen groß werden. Damit hat sich der Edelkrebs den Titel „größte heimische Flusskrebsart“ gesichert. Groß sind auch die vordersten der 5 Paar Schreitbeine. Die kräftigen Scheren – unterseits auffällig orange-rot gefärbt – eignen sich hervorragend, um vorbeikommende Beute wie abgestorbene Pflanzenteile, Algen, Insektenlarven oder auch tote Weichtiere und Fische zu packen. Beobachtbar etwa im Nationalpark Thayatal entlang des Kajabaches, allerdings braucht es dafür ein wenig Geduld und Glück. Beim schnellen Hinsehen können die wirbellosen Flussbewohner komplett übersehen oder gar mit einem Stein verwechselt werden. Oberseits eher unauffällig bräunlich, grau gefärbt, verharren die Krebse oft lange Zeit regungslos im Wasser.

Aber wenn sich ein Edelkrebs mal in Bewegung setzt, können schon ein paar Sekunden Unaufmerksamkeit seitens des Beobachters reichen und weg ist der Krebs; verkrochen unter einem Stein, zurückgezogen in die überhängende Ufervegetation. Besonders schnell geht’s übrigens, wenn sich der Krebs in Gefahr wähnt. Ruckartig kann sich der fächerförmige Schwanz nach unten zur Bauchseite klappen, und so den „Turbo-Rückwärtsantrieb“ einschalten. Und weg ist er.

Kleines Entdeckerhandbuch

  1. Man wandere entlang des Kajabaches…
  2. … verharre an manchen Stellen regungslos…
  3. … lasse den Blick übers Wasser gleiten…
  4. … lasse den Blick nochmal übers Wasser gleiten…
  5. … und nochmal…
  6. … die Krebse sind – obwohl nachtaktiv – auch tagsüber zu sehen, wirklich!
  7. Und noch mal hinsehen…
  8. … genau, der vermeintliche Stein ist lebendig, voilà ein Edelkrebs ;)

 

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