Wenn die Wiesen wieder blühen

Was im Frühling der Waldboden, das sind im Sommer die Wiesen. Mit einem Wort: bunt!
Margeriten, Glockenblumen, Kuckucks-Lichtnelken, Witwenblumen, Hahnenfuß, Wiesen-Bocksbart, Johanniskraut, Schafgarbe, sie alle und viele mehr bereichern die Fettwiesen des Nationalparks, die nährstoffreichen Wiesenstandorte.
Wer sich diese Pracht nicht entgehen lassen möchte, der sollte am besten noch dieses Wochenende für einen Ausflug in den Nationalpark nutzen. Denn vor allem im frühsommerlichen Juni sind die Wiesen des Thayatals eine wahre Augenweide. Aber bereits ab 15. Juni tickt ihre Uhr. Ab diesem Datum steht nämlich der „Friseurtermin“ unmittelbar bevor. Fettwiesen werden im NP Thayatal zweimal pro Jahr gemäht (Trockenrasen nur einmal). Der Grund: Ohne Mähen würden die Wiesen verbuschen und der Wald wieder Überhand nehmen. Was tragisch wäre, denn die größtenteils durch Beweidung entstandenen Wiesenflächen des NP Thayatal sind ausgesprochen wertvolle Lebensräume. Die Hälfte aller NP-Thayatal-Pflanzenarten, Hunderte Schmetterlings- und über 40 Heuschreckenarten haben hier ihr Zuhause.

Damit sich die Samenanzahl im Boden erhöht und die tierischen Bewohner auch nach der Mahd ein Zuhause und eine Nahrungsgrundlage vorfinden, bleibt immer ein Fünftel der Wiese stehen. Jedes Jahr ein anderes Eck. Übrigens auch eine einfache Methode, um für Artenvielfalt im eigenen Garten zu sorgen!
Die Chancen Umlauf- oder Einsiedlerweise – trotz Mähstart – auch dieses Wochenende noch in ihrer ganzen Pracht zu erleben, stehen auf jeden Fall gut, denn nicht alle Wiesen werden gleichzeitig gemäht. Außerdem bleibt ein Teil ja stehen … und über den Sommer werden sich die Wiesen ein weiteres Mal entfalten!

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