Ein wildes Geschenk

Sooft auch schon über sie berichtet wurde, zu Verwechslungen und Unklarheiten kommt es nach wie vor. Das liegt vermutlich daran, dass sie sich so ähnlich sehen, getigerte Hauskatze und Wildkatze.
Dabei sind Haus- und Wildkatze nicht mal näher miteinander verwandt! – Unsere Hauskatzen, die von der Afrikanischen Wildkatze abstammen, schafften erst mit den Römern den Sprung übers Meer und die Alpen. Die Europäische Wildkatze dagegen streifte schon lange vor der Ankunft der Stubentiger durch die Wälder Europas. Prähistorische Knochenfunde lassen darauf schließen, dass Jäger und Sammler schon vor mehr als 300.000 Jahren gelegentlich einer Wildkatze nachstellten.

Es steht also fest: Hauskatze und Wildkatze sind zwei Paar Schuhe.
Bleibt noch die Frage offen, wie sie denn – trotz ihrer äußerlichen Ähnlichkeiten – unterschieden werden können?
Nun, besonders auffällig ist bei den Wildkatzen – im Gegensatz zu unseren Stubentigern – ihr buschiger Schwanz, an dessen Ende sich zwei bis drei voneinander abgesetzte schwarze Ringe befinden. Bei Hauskatzen sind diese Ringe miteinander verbunden. Ein weiteres hilfreiches Unterscheidungsmerkmal ist die Tigerung, die bei Hauskatzen in der Regel ausgrägter ist als bei Wildkatzen, wo die Tigerung eher verwischt wirkt. Und anstatt mehrerer verästelter Streifen zieht sich bei der Wildkatze ein dunkler, schmaler Strich über den hinteren Rücken. – Letztere beiden Unterscheidungskriterien könnt Ihr auch recht gut an diesem Bild erkennen:

Wie ähnlich sich getigerte Hauskatze und Wildkatze sehen, kann man an diesem Bild leicht nachvollziehen. Frieda, hinter der Glasscheibe im Wildkatzengehege des NP Thayatal Nationalparkzentrums beäugt interessiert eine junge Hauskatze, die genauso angetan ist von dieser "Begegnung".

Getigerte Hauskatze und Wildkatze sehen einander auf den ersten Blick zum Verwechseln ähnlich. Wer genauer hinsieht, kann aber ein paar Unterschiede erkennen. Hinter der Glasscheibe im Wildkatzengehege des NP Thayatal Nationalparkzentrums sitzt hier übrigens Frieda. Sie beäugt interessiert eine junge Hauskatze (links vor der Glasscheibe), die genauso angetan von dieser “Begegnung” zu sein scheint.

Sämtliche Unterscheidungsmerkmale könnt Ihr auch auf der Webseite der “Plattform Wildkatze” nachlesen.
Und hier bekommt ihr außerdem richtig nützliche Tipps für Weihnachtsgeschenke. Solltet Ihr Euch nämlich nach wie vor den Kopf darüber zermartern, was ihr Feines zu Weihnachten verschenkt, dann erwägt doch mal diese Variante:
Ein richtig wildes Geschenk, eine Wildkatzen-Patenschaft! – Ab einer einmaligen Spende von 70 Euro gibt es eine Patenurkunde mit dem Namen des Beschenkten, mit einem Wunschdesign, das aus verschiedenen Beispielen ausgewählt werden kann.
Für all jene, denen die Natur am Herzen liegt, für Katzenliebhaber, für Freunde der Wildkatze oder einfach für einen selber. Man kann sich nämlich auch selbst beschenken zu Weihnachten und dabei gleichzeitig was richtig Gutes tun, in diesem Fall für die Wildkatzenforschung :)

Wer Interesse hat, einfach eine Email an folgende Adresse schicken: wildkatze@naturschutzbund.at