Der perfekte Tag im Thayatal

Neu im Thayatal und noch am Überlegen, wie ihr euch die Natur dort am besten erschließen könnt? Auf der Suche nach einem abenteuerlichen Tag mit allen Highlights des Thayatals? Oder einfach experimentierfreudig? Dann seid ihr hier in jedem Fall richtig, beim „best of“-Thayatal, dem perfekten Tag durch ein einzigartiges Tal. Bereit? – Dann kann’s losgehen!

Der perfekte Tag startet am besten bei der Kajabachmündung in die Thaya, früh am Morgen!

Der perfekte Tag startet am besten bei der Kajabachmündung in die Thaya, früh am Morgen!

Station 1:
Der beste Start in den perfekten Tag erfolgt früh am Morgen, noch vor Sonnenaufgang. Spaziert noch in den Dämmerstunden durchs Kajabachtal mit dem Ziel zum Mündungsbereich an der Thaya zu gelangen. Und dann einfach auf den Sonnenaufgang warten, der die umgebenden Wälder langsam ins warme Licht taucht. – Magisch! Mit etwas Glück gelingen auch Eisvogel-, Schwarzstorch- oder sogar Fischottersichtungen. Der frühe Vogel fängt eben den Wurm ;)
Am besten zu kombinieren mit einem Frühstücks-Picknick bei der Mündung. So lässt man sich den Morgen schmecken!

Mit etwas Glück erspäht ihr beim Umlaufberg eine der ansässigen Smaragdeidechsen.

Mit etwas Glück erspäht ihr beim Umlaufberg eine der ansässigen Smaragdeidechsen.

Station 2:
Im Anschluss wandert ihr weiter bis zum Umlaufberg, genießt dort den Ausblick vom Überstieg und haltet nach Smaragdeidechsen Ausschau. Hier gibt’s nur ein Motto: Innehalten und die Ruhe des Tales in sich aufsaugen. Das kann  sogar den Gang zum Hausarzt ersetzen!
Die Rückwanderung durchs Kajabachtal dauert etwas mehr als eine Stunde. Vergesst nicht darauf am Weg immer wieder einen Blick in die ruhigeren Wassertümpel zu werfen, denn hier könnte sich ein Edelkrebs verbergen.

Station 3:
Im Nationalparkhaus Café- Restaurant könnt ihr Energie tanken, Mittagspause & Waldviertler Snack stehen am Programm. Das haben wir uns jetzt verdient und es schmeckt herrlich!

Beim Hennerweg Ausblick erwartet Euch ein Wald voller stattlicher Rotbuchen.

Beim Hennerweg Ausblick erwartet Euch ein Wald voller stattlicher Rotbuchen.

Station 4:
Am frühen Nachmittag bietet sich eine kurze Wanderung entlang des Hennerweges an. Dieser beginnt gleich gegenüber vom Nationalparkzentrum. Und der Lohn für den Ausflug? Ein toller Ausblick auf die Thaya, Hardegg und die Burg und ein wunderschöner Wald voller stattlicher Rotbuchen. Lasst die Waldluft intensiv durch eure Lungen strömen!

Station 5:
Die Uhrzeit könnt ihr an diesem Tag getrost vernachlässigen. Nur einmal macht es Sinn, einen Blick darauf zu werfen. Um 15:30 startet nämlich die Wildkatzenfütterung  im Nationalparkzentrum. Diese wollt ihr euch nicht entgehen lassen. Frieda und Carlo, die beiden Wildkatzenbotschafter des Nationalparks treten dann nämlich in Aktion und zeigen mit welcher Schnelligkeit sie ihr Futter erobern können. In den Sommermonaten Juli und August findet die Fütterung übrigens täglich statt.

Carlo in Aktion, wenn es um's Futter geht, kennen die Wildkatzen kein Pardon.

Carlo in Aktion, wenn es um’s Futter geht, kennen die Wildkatzen kein Pardon.

Station 6:
Zum Grande Finale, um das schmucke Hardegg umgeben von den dichten Thayatal Wäldern im spätnachmittäglichen Licht zu bestaunen, geht es nochmal hoch hinauf. Der Hardegger Rundwanderweg führt euch in knapp 20 Minuten zum Reginafelsen und wenn ihr noch ein paar Minuten drauflegt, dann könnt ihr von noch etwas höher, vom Maxplateau den Ausblick genießen. Ihr wandelt hier übrigens auf sagenhaften Pfaden – die Infoschilder entlang des Weges wissen mehr darüber zu verraten! Saugt die Stimmung noch mal so richtig auf und spürt schließlich vorausschauend in eure Bauchgegend. Hunger?

Abends lässt sich via Reginafelsen - hier im Bild - oder Maxplateau noch ein toller Blick auf die Burg Hardegg und das Städtchen erhaschen.

Abends lässt sich via Reginafelsen – hier im Bild – oder Maxplateau noch ein toller Blick auf die Burg Hardegg und das Städtchen erhaschen.

Station 7:
Dann gibt’s nur noch eins: Abendessen! Am besten lässt man es sich im Gasthaus Hammerschmiede zu Fuße des Reginafelsens schmecken. Hier serviert die Wirtin den legendären Waldviertler Mohnkarpfen. Sehr empfehlenswert!

Wir sind gespannt auf Eure Berichte zum perfekten Tag! – Probiert es aus! Der Sommer ist in jedem Fall noch lang und selbst wenn ihr keine Ferien habt, die Wochenenden warten auf euren perfekten Tag :)

Der Steckbrief für unterwegs

Was die wichtigsten Zahlen und Fakten rund um den Nationalpark Thayatal sind, die ihr am besten immer parat haben solltet? Hier kommen sie! :)

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Geburtsdatum: 01. Jänner 2000

Größe: 1360 ha, kleinster Nationalpark Österreichs

Lage: an der Grenze von Waldviertel, Weinviertel und Tschechien. Die Thaya bildet hier die Staatsgrenze, auf der anderen Talseite befindet sich der tschechische Národní park Podyjí.

Prägender Charakter: einzigartige, von der Thaya geformte Tallandschaft mit Flussschleifen und Umlaufbergen

Flusslänge im Nationalpark: 25 km

Markenzeichen: viele Naturschätze, große Vielfalt auf kleinstem Raum

Artenvielfalt: Über 950 Schmetterlingsarten, über 100 Vogelarten, 20 Fledermausarten, gemeinsam mit Nationalpark Podyjí 1289 Pflanzenarten (in ganz Österreich finden sich knapp 3.000 Pflanzenarten)

Besonderer Naturschutzerfolg: Wiederentdeckung der Wildkatze 2007

Im Winter liegt Liebe in der Luft

Es ist wieder soweit. Die Kuder, die männlichen Wildkatzen buhlen um die Gunst der Weibchen. Von Jänner bis März streifen sie umher, auf der Suche nach dem verheißungsvollen, paarungsbereiten Duft einer Wildkatzendame. Auch bei unseren Gehege-Wildkatzen, Frieda und Carlo, regen sich die winterlichen Frühlingsgefühle. Einen kleinen Blick auf die beiden gewährt ein kurzes Video.

Wer mehr über die Ranzzeit bei den Wildkatzen erfahren möchte, wie Wissenschaftler sich diese zunutze machen und wer bei der Wildkatzen-Jungenaufzucht das Sagen hat, wird hier fündig.

CSI Wildkatze

Vor kurzem gab es wieder Grund zur Freude an der Wildkatzen-Front. Das DNA-Labor des Forschungsinstituts Senckenberg in Deutschland lieferte zwei neue Nachweise, einen im Tiroler Paznauntal und einen weiteren im Nationalpark Thayatal. Der NP-Thayatal ist ja gewissermaßen die „Wiege der Wildkatze“ (siehe dazu auch ein brandneues 2-minütiges Video!). Zur Erinnerung: 2007 gelang es die bis dahin in Österreich für ausgestorben geglaubte Waldbewohnerin hier wiederzuentdecken.

Die scheue Wildkatze eindeutig nachzuweisen, ist ein schwieriges Unterfangen. Wildkatzen-Experte Christian Übl: „An morphologischen Merkmalen und Fotobelegen beißen sich sogar Experten die Zähne aus. Getigerte Hauskatzen können Wildkatzen mitunter zum Verwechseln ähnlich sehen. Deswegen kommen ‚CSI-Methoden‘ zum Einsatz, denn mittels genetischer Tests – basierend auf gesammelten Haarproben – ist die eindeutige Bestimmung der Tierart relativ einfach möglich.“

Die genetische Untersuchung der gesammelten Haarproben erfolgt im Forschungsinstitut Senckenberg in Deutschland.

Die genetische Untersuchung der gesammelten Haarproben erfolgt im Forschungsinstitut Senckenberg in Deutschland.

Die Haare haben die Wildkatzen sozusagen „freiwillig“ an mit Baldrian präparierten Lockstöcken abgegeben. Die Hoffnung der Forscher ist stets, dass möglichst viele Haare an den rauen Holzpflöcken hängen bleiben. Im Vergleich zu Blut- und Gewebeproben enthalten Haare nämlich weit weniger DNA, also Desoxyribonukleinsäure bzw. Erbinformation. Je mehr Haare für die Untersuchung zur Verfügung stehen – im Idealfall mit Haarwurzeln, da diese besonders viel DNA enthalten – umso besser also. Entscheidend ist zudem, dass die Haare möglichst rasch eingesammelt werden, denn Licht, hohe Temperaturen und Feuchtigkeit können die Haarproben unbrauchbar machen.

Mit Baldrian präparierte Lockstöcke wirken auf viele Tiere, darunter Wildkatzen, unwiderstehlich. Reiben sie sich an den Holzpflöcken, bleiben einige ihrer Haare hängen. Je meer Haare gesammelt werden können, umso besser für die genetische Analyse.

Mit Baldrian präparierte Lockstöcke wirken auf viele Tiere, darunter Wildkatzen, unwiderstehlich. Reiben sie sich an den Holzpflöcken, bleiben einige ihrer Haare hängen. Je meer Haare gesammelt werden können, umso besser für die genetische Analyse.

Abhängig von der Anzahl der Haare, die die potenzielle Wildkatze „gespendet“ hat, lassen sich zwei unterschiedliche DNA-Analysen durchführen, eine Untersuchung basierend auf Kern-DNA und eine basierend auf mitochondrialer DNA.
Doch bevor wir diese ein wenig genauer beleuchten, gibt’s einen Mikroexkurs in die tierische Zelle. Die DNA ist nicht diffus über die ganze Zelle verteilt, sondern gut verpackt. Der Hauptsitz der DNA befindet sich im Zellkern. Es gibt aber noch einen anderen Ort in der Zelle, wo Erbinformationen anzutreffen sind, und zwar in den Mitochondrien, den „Kraftwerken“ der Zellen. Sie generieren die Energie für sämtliche in der Zelle ablaufenden Prozesse und – wichtig für die DNA-Analyse – sie sind in großer Anzahl vorhanden.

Im Inneren einer Zelle gibt es eine Vielzahl an Zellorganellen. Darunter die Mitochondrien. Die kleinen "Kraftwerke" stellen die notwendige Energie für sämtliche Aktivitäten der Zelle her. Außerdem enthalten sie auch Erbinformation, die ansonsten nur im Zellkern gespeichert ist.

Im Inneren einer Zelle gibt es eine Vielzahl an Zellorganellen. Darunter die Mitochondrien. Die kleinen “Kraftwerke” stellen die notwendige Energie für sämtliche Aktivitäten der Zelle her. Außerdem enthalten sie auch Erbinformation, die ansonsten nur im Zellkern gespeichert ist.

Aus genau diesem Grund genügen für die Untersuchung basierend auf mitochondrialer DNA bereits ein oder zwei Haare. Die Erbinformation wird zunächst aus dem Zellverband herausgelöst, danach werden bestimmte Abschnitte verfielfältigt und schließlich mit DNA-Sequenzen bekannter Proben abgeglichen. Mit dieser Methode lässt sich die Haarprobe bis auf Artniveau bestimmen und die Frage „Wildkatze ja oder nein?“ beantworten.
Einen kleinen Nachteil hat die Methode jedoch: Da mitochondriale DNA ausschließlich von der Mutter an den Nachwuchs vererbt wird, werden Hybride, also Kreuzungen aus Wildkatze und Hauskatze, nur dann als Wildkatze erkannt, wenn es sich bei der Mutter um eine Wildkatze gehandelt hat. Stammt der Wildkatzenanteil vom Vater (Mutter = Hauskatze) fällt der Test negativ aus.

Nutzt man für die genetische Untersuchung Kern-DNA lässt sich dieses Manko ausbügeln. Allerdings braucht es dafür auch wesentlich mehr Haare, mindestens fünf Stück sind notwendig, um die entprechenden Kern-DNA Tests, die auch wesentlich kostspieliger sind, durchzuführen.
Konkret werden dafür sogenannte Mikrosatelliten untersucht, das sind kurze Teile des DNA-Strangs, die sich oft hintereinander wiederholen. Die Anzahl der Wiederholungen ist von Individuum zu Individuum unterschiedlich. Deshalb ermöglicht die Kern-DNA nicht nur die Bestimmung auf Artniveau, sondern auch die Bestimmung des Geschlechts und einzelner Individuen!

Die auf Kern-DNA basierende Analyse ermöglicht nicht nur die Bestimmung auf Artniveau, sondern auch die Bestimmung des Geschlechts und einzelner Individuen.

Die auf Kern-DNA basierende Analyse ermöglicht nicht nur die Bestimmung auf Artniveau, sondern auch die Bestimmung des Geschlechts und einzelner Individuen.

In diesem Sinne bleibt zu hoffen, dass die Wildkatzen mit ihren Haarspenden auch in Zukunft großzügig sind und die Forschungsgelder weiterhin fließen. Nur so können wir Österreichs wohl scheuester Bewohnerin weiterhin auf der Schliche bleiben.

Wir suchen Namen für unseren Wildkatzennachwuchs!

Anfang Juni hat sich im Wildkatzengehege beim Nationalparkhaus im Nationalpark Thayatal Nachwuchs eingestellt. Die junge Wildkatze Frieda hatte drei Jungkatzen zur Welt gebracht, bereits Anfang Juli hatten die drei Jungkater die Wurfboxen verlassen und den Freibereich des Geheges erkundet. Eine der kleinen Samtpfoten haben wir in Anspielung an den lateinischen Namen der Wildkatze (Felis silvestris silvestris) „Silvester“ getauft. „Silva“ kommt aus dem Lateinischen und bedeutet Wald, die Wildkatze wird auch als „Waldkatze“ bezeichnet. Naturschutzlandesrat Dr. Stephan Pernkopf hat für diese Katze die Patenschaft übernommen.

Viele Besucher haben im Gästebuch des Nationalparkhauses bereits Vorschläge für die Namen der Jungkatzen gemacht. Wir haben daraus ausgewählt und laden Sie ein, bei der Abstimmung über die Namen der Jungkatzen mitzumachen.

Wildkatzennachwuchs

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Im Nationalparkhaus wird ebenfalls über die Namensgebung abgestimmt. Die Ergebnisse werden zusammengeführt und nach Ablauf der Umfrage (14. September 2014) auf der Homepage und auf unserer Facebook-Seite veröffentlicht.

Wenn Sie unsere jungen Wildkatzen live erleben möchten, besuchen Sie unser Nationalparkhaus. Die Fütterung mit einer kurzen Filmvorführung findet im August täglich um 15.30 Uhr statt, im September und Oktober an den Wochenendtagen um 15.30 Uhr.

Die jungen Wilden

Am 11. Juni war es wieder soweit. Drei junge Wildkatzen haben im NP Thayatal das Licht der Welt erblickt. Dieser Tage gehen sie bereits auf Entdeckungsreise durch das Freigehege des Nationalparks Thayatal.

Direktor Ludwig Schleritzko hat die kleinen bei ihren ersten Ausflügen beobachtet: „Sie tapsen zwar noch etwas unbeholfen herum, sind aber schon erstaunlich schnell und probieren eifrig ihre Kletterkünste aus.“ Die Freude über den Nachwuchs ist groß: “Wir haben gar nicht mit Nachwuchs gerechnet. Für uns war es eine echte Kinderüberraschung.”

Erste Gehversuche im Freigehege des Nationalparks.

Erste Gehversuche im Freigehege des Nationalparks.

Bei den täglichen Fütterungen zeigen sich die jungen Wilden besonders neugierig und versuchen sich sogar an dem einen oder anderen Fleischstückchen. Freilich im Moment noch erfolglos, denn ihre Zähne sind bislang kaum entwickelt und auf ihrem Speiseplan steht vorerst Milch von Mama Frieda.

Aber die Kleinen wachsen rasch heran: „In den nächsten Tagen werden die Katzen kontinuierlich an Größe und Gewicht zunehmen. Die Lust, das Gehege zu erkunden, wird mit jedem Ausflug größer und auch ihre Schnelligkeit und Gewandtheit beim Klettern steigert sich von Tag zu Tag!”, erklärt Wildkatzen-Projektleiter Christian Übl.

Wer das Heranwachsen der Wildkätzchen miterleben möchte, hat dazu zwischen 9:00 und 18:00 im Nationalparkhaus Gelegenheit. Die tägliche Fütterung mit einer kurzen Filmvorführung findet um 15:30 statt. Die Teilnahme an der Fütterung kostet für Erwachsene € 2, für Kinder € 1, der Besuch bei den Katzen selber ist kostenlos!

Und wer noch mehr zu den Wildkatzen erfahren möchte, sollte sich schon mal Freitag, den 8. August vormerken. Am Internationalen Tag der Katze könnt Ihr mit dem NP Thayatal ins „Reich der Wildkatze“ eintauchen. Dabei bekommt Ihr interessante Einblicke in das Leben der heimischen Wildkatze, erlebt die Fütterung und geht mit Wildkatzenforscher Thomas Einsiedl auf Kontrollgang durch den Nationalpark. Er erzählt Euch auch, mit welchen kriminaltechnischen Methoden die Wildkatze im Nationalpark Thayatal aufgespürt werden konnte. Eine Schlüsselrolle nimmt dabei der Baldrian-Tee ein, den Ihr bei dieser Tour gleich selbst verkosten könnt!
Hier gibt es alle Infos zur Veranstaltung und den Anmeldelink

Kuscheln mit Mama ist im Moment eine der Lieblingsbeschäftigungen unserer jungen Wilden.

Kuscheln mit Mama ist im Moment eine der Lieblingsbeschäftigungen unserer jungen Wilden.

Winterliche Herausforderung

Während sich Bären, Fledermäuse oder Igel im Winter auf die „faule Haut“ legen, geben sich Wildkatzen weiterhin umtriebig. Sie halten nämlich keinen Winterschlaf und sind deswegen auch im Winter auf ihr jägerisches Können angewiesen.

Problematisch wird dies vor allem in schneereichen Wintern. Ihre Grundnahrungsmittel, die Mäuse sind dann nämlich nur schwer unter dem Schnee erreichbar und die Katzen selber kommen nur mit Müh und Not voran, weil sie im tiefen Schnee durch ihren hohen Pfotendruck einsinken. Nur wenn ein Revier trotz dieser ungünstigen Bedingungen ausreichende Nahrungsmöglichkeiten bietet – unter Reisighaufen oder breiten Hecken münden viele Erdgänge von Kleinsäugern – kann der Winter überstanden werden. Vor allem für junge Wildkatzen wird der erste Winter oft zu einer Bewährungsprobe.

Momentan stehen die Bedingungen für die Wildkatzen vielerorts ganz gut. Der Schnee macht sich heuer rar und der erfolgreichen Mäusejagd dürfte so nichts im Wege stehen.
Wer weiß, vielleicht häufen sich die Wildkatzen-Sichtungen ja bald. Wir drücken unseren heimlichen Waldbewohnerinnen auf jeden Fall die Daumen, dass es weiterhin bergauf mit ihnen geht.

Die Wildkatzen im Gehege des Nationalparkhauses im NP Thayatal bekommen im Winter wie im Sommer genug zu fressen. Wer bei einer Wildkatzenfütterung dabei sein möchte, ab April finden die Schaufütterungen wieder regelmäßig statt (Samstag, Sonntag & Feiertag), von Juli bis August täglich. Wer jetzt schon dabei sein möchte, das geht auch, allerdings nur mit Voranmeldung und für Gruppen. Einfach ein paar Katzenfans zusammentrommeln :)

Das hat gemundet ;) Auf einen vollen Magen lässt sich der Winter gut überstehen.

Das hat gemundet! Auf einen vollen Magen lässt sich der Winter gut überstehen.

Wilder Jahresbeginn

Das Resümee der Plattform Wildkatze für das Jahr 2013 kann sich sehen lassen.
2013 wurden insgesamt 31 Katzen gemeldet. 2009 waren es gerade mal 9, 2010 schon 35, 2011 gab es 31 und 2012 sogar 41 Meldungen.
Doch nicht alle Meldungen sind eindeutige Wildkatzen-Nachweise. Von den bislang 204 Wildkatzenmeldungen entpuppten sich 57 als sichere Fehlmeldungen, 113 als mögliche Hinweise, 9 als sehr wahrscheinliche Hinweise und 24 als sichere Nachweise. Von einem sicheren Nachweis sprechen die Experten bei genetischen Analysen und Fotoaufnahmen, die deutliche Wildkatzenmerkmale zeigen.

24 sichere Wildkatzen-Nachweise sind aus Österreich bisher bekannt.

24 sichere Wildkatzen-Nachweise sind aus Österreich bisher bekannt.

Insgesamt elf mal sorgte der Nationalpark Thayatal bisher für erfolgreiche Wildkatzen-Nachweise. An den Baldrian-Lockstöcken im Nationalpark ließen sich ihre DNA-Spuren mithilfe von Fellhaaren dingfest machen. Auch aus dem Mittelburgenland, aus Murau in der Südweststeiermark und aktuell aus dem südlichen Waldviertel in der Wachau gibt es eindeutige Nachweise. In diesen Fällen aber leider basierend auf Wildkatzen-Totfunden.
In den letzten beiden Jahren häuften sich zudem Hinweise und Nachweise von Wildkatzen in Kärnten. So gelang es etwa zwei Jägern in der Nähe von Spittal an der Drau eine Wildkatze vom Hochstand aus zu beobachten und zu fotografieren.

Je mehr über die Verbreitung der Wildkatze in Österreich bekannt ist, umso besser kann sich die Plattform Wildkatze auch für ihren Schutz einsetzen. Dafür braucht es auch 2014 Eure Mithilfe. Wenn Ihr in der Natur unterwegs seid, haltet bitte Eure Augen offen und wenn Ihr glaubt, eine Wildkatze gesehen zu haben, meldet euch hier oder telefonisch unter 0650 / 224 37 03 bzw. via Email: info@wildkatze-in-oesterreich.at

Wer sich nicht ganz sicher ist, wie eine Wildkatze genau aussieht, hier könnt Ihr nachlesen. Oder kommt einfach im Nationalpark Thayatal vorbei. Im Wildkatzengehege des Nationalparkhauses freuen sich Frieda und Carlo über Euren Besuch!

Auf ein erfolgreiches Wildkatzenjahr 2014 :)

Helft mit herauszufinden, wo die Europäischen Wildkatzen überall in Österreich herumstreifen.

Wo streifen die Europäischen Wildkatzen noch überall in Österreich herum? – Helft mit das herauszufinden!

Ein wildes Geschenk

Sooft auch schon über sie berichtet wurde, zu Verwechslungen und Unklarheiten kommt es nach wie vor. Das liegt vermutlich daran, dass sie sich so ähnlich sehen, getigerte Hauskatze und Wildkatze.
Dabei sind Haus- und Wildkatze nicht mal näher miteinander verwandt! – Unsere Hauskatzen, die von der Afrikanischen Wildkatze abstammen, schafften erst mit den Römern den Sprung übers Meer und die Alpen. Die Europäische Wildkatze dagegen streifte schon lange vor der Ankunft der Stubentiger durch die Wälder Europas. Prähistorische Knochenfunde lassen darauf schließen, dass Jäger und Sammler schon vor mehr als 300.000 Jahren gelegentlich einer Wildkatze nachstellten.

Es steht also fest: Hauskatze und Wildkatze sind zwei Paar Schuhe.
Bleibt noch die Frage offen, wie sie denn – trotz ihrer äußerlichen Ähnlichkeiten – unterschieden werden können?
Nun, besonders auffällig ist bei den Wildkatzen – im Gegensatz zu unseren Stubentigern – ihr buschiger Schwanz, an dessen Ende sich zwei bis drei voneinander abgesetzte schwarze Ringe befinden. Bei Hauskatzen sind diese Ringe miteinander verbunden. Ein weiteres hilfreiches Unterscheidungsmerkmal ist die Tigerung, die bei Hauskatzen in der Regel ausgrägter ist als bei Wildkatzen, wo die Tigerung eher verwischt wirkt. Und anstatt mehrerer verästelter Streifen zieht sich bei der Wildkatze ein dunkler, schmaler Strich über den hinteren Rücken. – Letztere beiden Unterscheidungskriterien könnt Ihr auch recht gut an diesem Bild erkennen:

Wie ähnlich sich getigerte Hauskatze und Wildkatze sehen, kann man an diesem Bild leicht nachvollziehen. Frieda, hinter der Glasscheibe im Wildkatzengehege des NP Thayatal Nationalparkzentrums beäugt interessiert eine junge Hauskatze, die genauso angetan ist von dieser "Begegnung".

Getigerte Hauskatze und Wildkatze sehen einander auf den ersten Blick zum Verwechseln ähnlich. Wer genauer hinsieht, kann aber ein paar Unterschiede erkennen. Hinter der Glasscheibe im Wildkatzengehege des NP Thayatal Nationalparkzentrums sitzt hier übrigens Frieda. Sie beäugt interessiert eine junge Hauskatze (links vor der Glasscheibe), die genauso angetan von dieser “Begegnung” zu sein scheint.

Sämtliche Unterscheidungsmerkmale könnt Ihr auch auf der Webseite der “Plattform Wildkatze” nachlesen.
Und hier bekommt ihr außerdem richtig nützliche Tipps für Weihnachtsgeschenke. Solltet Ihr Euch nämlich nach wie vor den Kopf darüber zermartern, was ihr Feines zu Weihnachten verschenkt, dann erwägt doch mal diese Variante:
Ein richtig wildes Geschenk, eine Wildkatzen-Patenschaft! – Ab einer einmaligen Spende von 70 Euro gibt es eine Patenurkunde mit dem Namen des Beschenkten, mit einem Wunschdesign, das aus verschiedenen Beispielen ausgewählt werden kann.
Für all jene, denen die Natur am Herzen liegt, für Katzenliebhaber, für Freunde der Wildkatze oder einfach für einen selber. Man kann sich nämlich auch selbst beschenken zu Weihnachten und dabei gleichzeitig was richtig Gutes tun, in diesem Fall für die Wildkatzenforschung :)

Wer Interesse hat, einfach eine Email an folgende Adresse schicken: wildkatze@naturschutzbund.at

Der Trailer

Jetzt ist er da. Der nigelnagelneue Nationalpark Thayatal Trailer!

Er packt die ganze Pracht des Thayatals in knappe zweieinhalb Minuten. Einmalige Landschaften, fantastische Ausblicke und bezaubernde Lichtstimmungen kommen ebenso vor wie die tierischen und pflanzlichen Stars des Nationalparks. Spannende Zeitraffer-Aufnahmen inklusive.
Wir sind der Meinung, dass sich kein Naturliebhaber diesen Trailer entgehen lassen sollte! So viel Natur auf so kleinem Raum, das ist schon was ganz Besonderes.
Deswegen bitten wir Euch, die Kunde vom neuen Trailer eifrig weiterzuverbreiten, auf Social Media Foren zu teilen, liken etc. Spread the word :)

Vielen Dank an Marc Graf Photography für die tolle Umsetzung.