Informieren statt Polarisieren

Gegen den Wind ist ja nichts einzuwenden, aber gegen Windkraft direkt am Nationalpark schon. Warum?
Die 26 Windräder, die vor den Pforten des NP Thayatal geplant sind – aber momentan auf Eis liegen – ragen etwas höher als der Wiener Stephansdom in den Himmel und bestreichen mit ihren Rotorblättern eine Fläche, die in etwa der Größe von zwei Fußballfeldern entspricht. Luftraum, der für Greifvögel, Fledermäuse und Schwarzstörche zur Gefahrenzone wird.

Kleine, leichtgewichtige Flieger, wie Fledermäuse brauchen aber erst gar nicht direkt mit den Windrädern zu kollidieren: Der hohe Druck im Umkreis der Windräder allein reicht aus, um ihre Lungen zum Platzen zu bringen. Schwarzstörche oder Seeadler, die sich mit der Thermik hochschrauben, werden über den Sog ebenfalls in die Windrad-Falle gezogen. Aus Studien weiß man, dass solche „Lebensräume“ – wenn sie nicht bereits tödliche “Nebenwirkung” hatten – von den Tieren in weiterer Folge gemieden werden.

Eine ganze Reihe interessanter Fakten rund um die Windkraft lässt sich in der aktuellen Sommerausgabe der Nationalpark Zeitschrift „Thayatal Inform“ nachlesen.
Denn Informieren statt Polarisieren lautet das Credo der Zeit!

Hier blitzt kein Windrad durch den Thayatal Wald, sondern nur die Sonne.