Wer klopft denn da?

Schwarzspecht

Er ist der größte, nicht nur in Österreich, sondern in ganz Europa. Die Rede ist vom Schwarzspecht. Ihm zu begegnen ist nicht ganz einfach, aber überall dort, wo es alte Bäume, dicke Stämme und reichlich Totholz gibt, kann es ein Zusammentreffen geben. Bei einem Waldspaziergang im Nationalpark Thayatal stehen die Chancen ihm über den Weg zu laufen, richtig gut.
Hier ein paar sachdienliche Erkennungsmerkmale: Kohlrabenschwarz, von der Größe her einer Krähe ähnlich, nur filigraner im Körperbau und mit dem unverkennbar roten Scheitel. Durchgehend rot bei Männchen bzw. bei Weibchen als roter Farbklecks am Hinterkopf ausgeprägt.
Welchen besonderen „Deal“ der Schwarzspecht und seine anderen „klopfenden Kollegen“ mit dem Wald eingangen sind, könnt ihr hier nachlesen.

“Tausche Nahrung gegen Unterkunft”

Auf einen Schwarzspecht zu stoßen, ist schon allein deswegen speziell, weil er nicht nur unter den insgesamt zehn heimischen Spechtarten, sondern auch in ganz Europa der größte Specht ist. Als Waldvogel, der alte Baumbestände mit dicken Stammdurchmessern und reichlich Totholz braucht, stehen die Chancen ihm bei einem Waldspaziergang im NP Thayatal “über den Weg” zu laufen, richtig gut.
Erkennungsmerkmale: Kohlrabenschwarz, von der Größe her einer Krähe ähnlich, nur filigraner im Körperbau und mit dem unverkennbar roten Scheitel. Durchgehend rot bei Männchen (siehe Bild!) bzw. bei Weibchen als roter Farbklecks am Hinterkopf ausgeprägt.

Der Schwarzspecht und auch seine “klopfenden Kollegen” sind mit dem Wald einen ganz besonderen “Deal” eingegangen: “Futter gegen Unterkunft”!
Im Totholz haust die Nahrung der Spechte, saftige Insekten und ihre oftmals noch viel saftigeren Larven. Besonders Käferlarven und Ameisen stehen bei Spechten hoch im Kurs. Wo Totholz, da Spechte, wo kein Totholz, da keine Spechte. So die simple Formel.
Und hier die Tauschwährung:
Spechte betätigen sich – sofern das richtige Material, sprich genügend alte Bäume, vorhanden sind – als gekonnte Baumeister. Klarerweise bauen sie die Höhlen für sich selber, aber es fällt immer auch was für die weniger guten Baumeister ab. Denn obwohl bis zu einem Drittel der Vögel im Wald Höhlenbrüter sind, können nur die wenigsten sich selbst eine Höhle anlegen. Sie sind gänzlich auf die Serviceleistung der Spechte angewiesen. Von Spechten nicht genutzte Höhlen finden deshalb reißenden Absatz bei Eulenarten wie etwa dem Raufußkauz oder dem Waldkauz, bei Meisen, Fledermäusen, Siebenschläfern, Wildbienen, Wespen… Die Liste ließe sich lange fortführen.

“Tausche Nahrung gegen Unterkunft” könnte auf der Stirn jedes Spechtes stehen. Tja, Geben und Nehmen in Höchstform, ein kleiner weihnachtlicher Anreiz :-)
In diesem Sinne schon mal frohe Weihnachten!