Klassenzimmer Nationalpark

Wie lebt der Schwarzstorch, was macht ein Flusskrebs so den ganzen Tag und was lässt sich über die Wildkatze alles in Erfahrung bringen? Wo tummeln sich Bachflohkrebse und in welchen Gemäuern verstecken sich Fledermäuse? Welcher pH-Wert kann im Kajabach gemessen werden, wo gibt es noch Überreste des Eisernen Vorhangs und wie kann man sich eigentlich in der Wildnis orientieren, Feuer machen, essbare Pflanzen identifizieren und sich selbst ein regenfestes Lager bauen? Und um welche Tierspuren handelt es sich hier noch mal?

All diesen Fragen und noch vielen mehr können Schulklassen vom 1. bis zum letzten Schuljahr für einen halben Tag, einen ganzen Tag, mehrere Tage oder eine ganze Projetkwoche auf den Grund gehen. Das komplette Angebot gibt es in der Schulbroschüre 2015 des Nationalparks Thayatal nachzulesen, die auch schon für die Kleinsten – im Kindergarten – ein Programm in petto hat.

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Ab nächstem Jahr gibt es zudem einige neue Naturerlebnisse. So können Kids nun in einem Bionik-Schwerpunkt erfahren, was Baggerschaufeln mit Maulwurfskrallen oder Spitzzangen mit Spechten zu tun haben. Und sie können einen intensiven Kurs in Sachen Wildnis erleben. Beim neuen WaldWildnisCamp geht’s mit Kompass und Karte in den Wald, wo die Schulklassen am Nationalpark-Lager weiterbauen und die Nacht unterm Sternenhimmel verbringen. Auf diese Weise kann Natur (wieder) hautnah erlebt werden.

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Abenteuer im Nationalpark Wald.

Viele Natur-Abenteuer finden freilich draußen statt, es gibt aber auch Indoor einiges zu erleben, etwa in der Naturforscherwerkstätte. Hier lassen sich die Beobachtungen aus der Natur prima vertiefen. Mikroskope geben Einblick in die faszinierende Welt des Kleinen und mit Experimenten kann man Naturphänomene veranschaulichen. Selbst ausprobieren ist die Devise.

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In der Naturforscherwerkstätte lautet das Motto: Selbst ausprobieren!

Mit von der Partie sind stets unsere erfahrenen NP Ranger, die Euch als Augenöffner sowohl das Bekannte als auch das Unbekanntere und Unscheinbare näherbringen. Sie lassen Euch selbst aktiv werden und geben Euch die Chance all Eure Sinne zu nutzen. Also, nichts wie los, entdecken, forschen, fragen!

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Gemeinsam lässt sich alles erreichen.

Wie kommt man nun an die neue Schulbroschüre? „Rund um die Semesterferien verschicken wir an Schulen in Niederösterreich und Wien die 24-seitige Broschüre“, erklärt Claudia Waitzbauer, die für Umweltbildung im Nationalpark zuständig ist. Und sie ergänzt: „Außerdem kommen wir auch selbst an die Schulen, um unsere Programme direkt vor Ort vorzustellen. Wer Interesse daran hat, einfach bei uns melden!“

Wer nicht solange warten möchte, kann die Broschüre übrigens auch gleich hier downloaden oder kostenlos über die Verwaltung des Nationalparks bestellen:
Telefon: +43 (0) 2949 / 7005 – 0
Email: office@np-thayatal.at

Emsig durch den Winter

Zwischen 2. November und 21. März hat das Nationalparkhaus jedes Jahr geschlossen. Fragt sich nur, was tun die Nationalpark-Mitarbeiter eigentlich in dieser Zeit? Halten sie denn gar „Winterruhe“? Nein, sie sind besonders emsig! Denn in der Tat gibt’s während der kalten Zeit des Jahres eine ganze Menge zu tun.

Allein schon wegen Frieda und Carlo, den beiden Wildkatzen, die im Nationalparkhaus ihr Zuhause haben. Die beiden wollen klarerweise jeden Tag gefüttert werden. Und im heurigen Winter steht noch dazu ein gewichtiges Bauprojekt an, was vielen Besuchern jetzt schon die Vorfreude auf ein Wiedersehen im Frühjahr vergrößern dürfte. Denn das Wildkatzengehege wird um einen 200 m² großen Zubau erweitert! Ein Stückchen Wald wird somit bald Teil des Lebensraums von Frieda und Carlo sein.

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Nicht mehr lange, dann wird das Wildkatzengehege um gute 200 m² anwachsen. Im Winter werken die NP-Mitarbeiter eifrig am Zubau.

Neben den Wildkatzen sind es vor allem auch die Besucher- und Schulprogramme für das kommende Jahr, die die Nationalpark-Mitarbeiter nun auf Trab halten. Christian Übl: „Momentan tüfteln wir gerade an den Programmschwerpunkten für das kommende Jahr“. So viel darf schon verraten werden: Die Wildkatzen werden auch im nächsten Jahr einen wichtigen Part einnehmen. Der Startschuss fürs Besucherprogramm 2015 fällt wieder um die Osterzeit.

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Wer wird es wohl 2015 aufs Titelbild schaffen? In den kommenden Wochen wird sich das entscheiden.

Speziell für Schulen gibt es neben dem Besucherprogramm immer auch eine extra Schulbroschüre. „Wir verschicken die 24-seitige Broschüre rund um die Semesterferien“, erklärt Claudia Waitzbauer. Im nächsten Jahr warten auf die Schulen viele neue Angebote wie etwa das Thema Bionik. Außerdem gibt es einige neue Packages für Mehrtages-Aufenthalte im Nationalpark. Im Wald-Wildniscamp bekommen Kinder und Jugendliche die Gelegenheit, die Natur unmittelbar zu erfahren: Sie übernachten im Wald! „Außerdem bemühen wir uns im nächsten Jahr um das Umweltzeichen für außerschulische Bildungseinrichtungen“, ergänzt Claudia Waitzbauer. Wir drücken die Daumen!

Parallel finden im Winter immer auch wissenschaftliche Erhebungen und Studien statt. Heuer liegt der Fokus auf Schwarzstorch- und Seeadler-Beobachtungen. Das Projekt dazu läuft bereits seit Ende März dieses Jahres und soll im kommenden Frühjahr abgeschlossen werden. Erste Teil-Ergebnisse zu den Schwarzstörchen könnt Ihr übrigens bereits im Blogbeitrag “Schwarzstorch gesucht” nachlesen). Wir halten Euch auf dem Laufenden.

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Der Schwarzstoch – momentan im wohlverdienten “Winterurlaub” – steht neben dem Seeadler im Visier wissenschaftlicher Untersuchungen.

Und trotz geschlossener Nationalpark-Türen stehen sogar ein paar Veranstaltungen im November an. Am 20. November findet das alljährliche Nationalparkforum statt. Nationalpark-Direktor Ludwig Schleritzko ist nun ein Jahr in seinem Amt. Anlässlich des Forums zieht er eine erste Bilanz, definiert Schwerpunkte für das kommende Jahr und erklärt, über welche Erfolge er sich besonders freut und welche Herausforderungen noch gemeistert werden müssen. Besucher sind herzlich dazu eingeladen!

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Nationalpark-Direktor Ludwig Schleritzko (Bildmitte) mit einigen Mitarbeitern des NP-Thayatal. Beim Nationlparkforum am 20. November zieht er seine erste Bilanz und blickt auch schon in die Zukunft.

Auch zum Adventmarkt am 29. und 30. November, jeweils von 13:00 bis 19:00 Uhr, wollen wir Euch einladen. Dort gibt’s einen kleinen Einblick in die weihnachtlichen Bräuche und Traditionen unserer tschechischen Nachbarn. Worauf kann man sich freuen? – Kulinarische Köstlichkeiten, Musik, Lesungen, Kunsthandwerk und ein spezielles Kinderprogramm. Lasst Euch das nicht entgehen!

Schließlich – damit den Nationalpark-Mitarbeitern auch garantiert nicht langweilig wird ;) – arbeiten sie auch noch emsig daran, die Zusammenarbeit mit den anderen heimischen Nationalparks zu intensivieren. Ziel dieses Projektes: Mehr Aktivitäten gemeinsam anbieten.

Winterzeit ist eben Arbeitszeit! … Damit auch in der nächsten Saison wieder alles wie am Schnürchen läuft.