Das Nationalpark Special – Nationalpark Gesäuse

In der Nordsteiermark, zwischen Hieflau und Admont, da darf die Enns abschnittsweise noch wild rauschen und ihre Gischt versprühen. Das dahinsausende Wildwasser ist es auch, das den Namen dieser Region prägte, das Gesäuse.
Über Jahrmillionen hat sich die Enns hier tief ins Gebirge eingegraben und ein monumentales Durchbruchstal mit bis zu 1.800 Meter hoch aufragenden Steilwänden geschaffen. Dieses Tal sowie die umliegenden „Gesäuseberge“, eine wild zerklüftete Bergwelt bilden seit Oktober 2002 den Nationalpark Gesäuse und damit den bis dato jüngsten Nationalpark Österreichs.

Auf 110 Quadratkilometer Fläche beherbergt er neben schroffen Felsen vor allem Wälder, rund 50 Prozent der Fläche des Nationalparks. Ehemals stark für die Gewinnung von Holzkohle genutzt, haben sich die Gesäuse-Wälder heute vielerorts erholt und bilden weitläufige Waldgebiete, die von einer natürlichen Dynamik geprägt sind.
Das „fließende Rückgrat“ des Gesäuses bilden die Enns und der Johnsbach. Sie schaffen entlang ihres Verlaufs neue Lebensräume, häufen Schotterbänke an und umspülen den Auwald. Und artenreiche Almweiden und Wiesen, geschaffen durch die menschliche Bewirtschaftung, zeugen davon, dass der menschliche Einfluss auf die Natur mitunter auch sein Gutes hat.

Der Nationalpark Gesäuse ist geprägt von Wasser, Wald und Fels.

Der Nationalpark Gesäuse ist geprägt von Wasser, Wald und Fels.

Für Besucher gibt’s jede Menge zu entdecken. Das Erlebniszentrum Weidendom, am Ufer der Enns, bietet neben einer Forschungswerkstatt, um mikroskopisch kleinen Lebewesen auf die Spur zu kommen, auch Ruheinseln zum Verweilen. Von hier aus kann etwa der erste begehbare ökologische Fußabdruck Österreichs erkundet werden. Der Themenweg „Lettmair Au“ bietet mit zahlreichen Erlebnisstationen Anreize für alle Sinne und der Erlebnisweg „Der Wilde John“, einer der beliebtesten Wanderwege im Nationalpark Gesäuse, startet hier.

Neben dem Weidendom, der von Mai bis September geöffnet ist, stehen den Besuchern noch das Infobüro Admont (auch in der Wintersaison unter der Woche offen), der Pavillon Gstatterboden, der Ausgangspunkt für zahlreiche Wanderungen ist und eine interaktive Geologieausstellung beherbergt (offen Mai bis Oktober) und das 3D-Kino Silvanum in Großreifling (ebenfalls offen Mai bis Oktober) zur Verfügung.

Veranstaltungstipp:
Am 11. und 12. Dezember findet in Admont die Nationalparks Austria Jahreskonferenz statt. Thema der Konferenz wird u. a. die Fragestellung sein, inwiefern Naturschutz mit dem Ausbau von Wind- und Wasserkraftanlagen sowie der Entwicklung von Tourismuseinrichtungen in Schutzgebieten vereinbar sind. Teil des Programms ist eine Exkursion in die Schneelandschaft des Nationalparks Gesäuse.
Anmeldeschluss war bereits am 29. November, aber vielleicht gibt es für kurzentschlossene Interessierte eine Ausnahme :) Nachfragen schadet nicht!

Sämtliche Infos zum Nationalpark gibt’s auf der offiziellen Webseite bzw. auch via Facebook. Viel Spaß beim Entdecken!

Das Nationalpark Special – Nationalpark Hohe Tauern

Der Nationalpark, den wir Euch heute ein wenig näher vorstellen möchten, hat Anteil an drei Bundesländern – Kärnten, Salzburg und Tirol – verfügt mit Sicherheit über die beeindruckendste, weil höchstgelegene „Skyline“ aller österreichischen Nationalparks und erstreckt sich über satte 1.856 Quadratkilometer.
Die Rede ist vom Nationalpark Hohe Tauern. Und mit diesen stattlichen Ausmaßen ist er nicht nur das größte Schutzgebiet Österreichs, sondern des gesamten Alpenraums.

Der erste Nationalpark unseres Landes – es gibt ihn bereits seit 1981 – ist auch in der Tat ein Schutzgebiet in Extremlage. Von den höchsten Dächern, dem 3.798 Meter hohen Großglockner und mehr als 300 weiteren über 3.000 Meter Seehöhe ragenden Berggipfeln bis hin zu tief eingeschnittenen Tälern, erstreckt sich eine Bandbreite an Lebensräume, die vergleichbar ist mit einer Reise in die Arktis. Denn würde man von den tiefsten Lagen bis ganz oben wandern, käme man durch sämtliche Lebensräume, die sich von hier bis nach Skandinavien finden.

Blick am frühen Morgen auf den höchsten Gipfel Österreichs, den 3.798 Meter hohen Großglockner, der Teil des Nationalparks Hohe Tauern ist.

Blick am frühen Morgen auf den höchsten Gipfel Österreichs, den 3.798 Meter hohen Großglockner, der Teil des Nationalparks Hohe Tauern ist.

Das sorgt für eine beeindruckende Artenvielfalt. Mehr als ein Drittel aller in Österreich nachgewiesenen Pflanzenarten finden sich in den Hohen Tauern. Bei Säugetieren, Vögeln, Reptilien und Amphibien sind es sogar annähernd 50 Prozent. Sie alle leben zwischen Gletschern, Felswänden, Rasen und jahrhundertealten Almlandschaften.

Wer den weitläufigen Nationalpark selbst entdecken möchte, hat dafür ein Wanderwegenetz von über 4.500 Quadratkilometern zur Auswahl. Hier findet sich von leichten bis zu anspruchsvollen Ausflügen, über alpine Wanderungen bis hin zu gemütlichen Spaziergängen für jeden Geschmack etwas. Nur einige der Tipps sind etwa der Gletscherlehrweg Innergschlöß (Osttirol), der Geotrail in Heiligenblut (Kärnten) oder der Rauriser Urwald (Salzburg).
Auf eigene Faust, aber auch gemeinsam mit den Rangern des Nationalparks lässt sich die Welt der Hohen Tauern erkunden. Und das geht auch im Winter.

Daher unser Veranstaltungstipp:
Ab 23. Dezember 2013 können wanderfreudige Besucher jeden Montag bis 24. März 2014 magische Momente in der „Wildnis des Winters“ erleben. Mit Schneeschuhen geht es in eine einmalige Winterlandschaft, die das Zuhause von Steinböcken, Gämsen und Schneehasen ist.
Sämtliche Infos zu dieser und weiteren Veranstaltungen finden sich auch hier:
“Unsere Wildnis im Nationalpark Hohe Tauern”

Gut zum Orientieren sind natürlich auch die Nationalparkzentren. Im Nationalpark Hohe Tauern gibt es ihrer gleich vier Stück; in Mallnitz (Kärnten), in Matrei (Osttirol), in Heiligenblut (Kärnten) an der Großglockner Hochalpenstraße und in Mittersill (Salzburg). Letzteres Nationalparkzentrum hat auch ganzjährig geöffnet, täglich von 9 bis 18 Uhr.

Sämtliche Infos zum Nationalpark gibt’s auf der offiziellen Webseite bzw. auch via Facebook. Viel Spaß beim Erkunden!

Das Nationalpark Special – Nationalpark Donau-Auen

Vielleicht gäbe es den freifließenden Donaustrom, die vielen Alt- und Seitenarme, die Tümpel und Schotterbänke, die Flach- und Steilufer, den Auwald und die Wiesen östlich von Wien heute gar nicht mehr, wenn das geplante Kraftwerk Hainburg nicht für die nötige Aufbruchsstimmung in der Bevölkerung gesorgt hätte.
Oft muss man etwas (fast) verlieren, um festzustellen, wie wertvoll es ist. Die Donau-Auen östlich von Wien sind so ein wertvoller Schatz, den es zu bewahren gilt. Und seit 1996 existiert dafür auch die wichtige offizielle Grundlage, der Nationalpark Donau-Auen, der auf rund 93 Quadratkilometer Fläche einmalige Auwald-, Wiesen- und Wasserflächen schützt.

Sechs Nationalparks gibt es in Österreich, deren oberstes Anliegen die Natur ist. Sie zu schützen und ihre Vielfalt und Wunder für Besucher erlebbar zu machen, darum geht es den Nationalparks. In unserem „Nationalpark Special“ wollen wir Euch zeigen, welche weiteren Naturschätze es in Österreich gibt.

Der Nationalpark Donau-Auen, den wir heute vorstellen möchten, ist die größte zusammenhängende und ökologisch weitgehend intakte Auenlandschaft dieser Art in Mitteleuropa. In seinen vielfältigen Lebensräumen finden mehr als 800 Pflanzenarten, mehr als 30 Säugetier- und 100 Brutvogelarten, acht Reptilien- und 13 Amphibienarten sowie rund 60 Fischarten ein Zuhause. Eine „grüne Lunge“ zwischen Wien und Bratislava.

Ausgedehnte Auwälder, Wasserflächen und Wiesenlandschaften machen den NP Donau-Auen zu einem wahren Natur-Eldorado.

Ausgedehnte Auwälder, Wasserflächen und Wiesenlandschaften machen den NP Donau-Auen zu einem wahren Natur-Eldorado.

Wer dieses „Auenland“ genauer erkunden möchte, hat dafür jede Menge Möglichkeiten. Selbst loswandern entlang des weitläufigen Wegenetzes oder sich den Nationalpark von erfahrenen Rangern zeigen lassen. Das geht zum Beispiel über Bootstouren, Exkursionen zum Thema Wintergäste, Baumriesen, Wildkräuter u. v. m. oder über regelrechte Erlebniswanderungen.
Von 21. März bis 1. November steht den Besuchern auch das Nationalparkzentrum im Schloss Orth – in Orth an der Donau, 15 Kilometer östlich von Wien – zur Verfügung. Momentan herrscht dort – genauso wie im NP Thayatal – Winterruhe, aber telefonische Auskünfte und eigene Erkundungen in den Donau-Auen sind natürlich trotzdem möglich.

Veranstaltungstipp:
Am Donnerstag, 28. November 2013, findet um 18 Uhr, im schlossORTH Nationalpark-Zentrum ein Forum zum Thema „Nationalpark Donau-Auen und Hochwasser-Schutz. Erfahrungen, Erkenntnisse und Perspektiven“ statt. Alle Interessierten sind herzlich dazu eingeladen. Eintritt frei!

Sämtliche Infos zum Nationalpark gibt’s auf der offiziellen Webseite bzw. auch via Facebook. Viel Spaß beim Erkunden!

Österreichische Nationalparks

Österreich hat viel Natur, das spiegelt sich auch in den sechs heimischen Nationalparks wider. Höchst an der Zeit, diese Naturvielfalt endlich mal in Bildern zu würdigen.

Der Verein für Tier- und Naturfotografie Österreich (VTNÖ) ist deshalb gemeinsam mit den Nationalparks Austria in Aktion getreten. Das Resultat der Bemühungen ist die große Foto-Ausstellung “Österreichische Nationalparks”.
Erstmals zu sehen, gab’s die fotografischen Leckerbissen beim Internationalen Naturfoto-Festival in Lünen Ende Oktober. Die nächste Möglichkeit gibt es bei der Photo+Adventure Messe in Wien, in knapp zwei Wochen, am 16. und 17. November.

In der Ausstellung vertreten, ist natürlich auch der Nationalpark Thayatal. Wer sich einen Vorgeschmack auf die Bilder holen möchte, kann schon mal online vorschmökern.
In natura gibt’s die Fotos wie gesagt demnächst in Wien zu sehen, danach wird die Ausstellung durch die Nationalparkzentren touren.
Das solltet ihr Euch nicht entgehen lassen!

Mit von der Partie bei der Fotoausstellung - der Herbst-Laub-Wirbel aus dem NP Thayatal.

Mit von der Partie bei der Fotoausstellung – der Herbst-Laub-Wirbel aus dem NP Thayatal.