Das Thayatal in zweieinhalb Minuten erleben

Wie soll das gehen? – Einfach zurücklehnen und unseren Film, den offiziellen Nationalpark Thayatal Trailer, genießen!

Was hier in wenigen Minuten zu sehen ist, hat in der Tat natürlich viel länger gedauert. Im Laufe eines ganzen Jahres war unser Naturreportage-Duo Marc Graf & Christine Sonvilla immer wieder im Nationalpark unterwegs, um spezielle Stimmungen einzufangen, die charakteristische Tierwelt des Thayatals vor die Linse zu bekommen und an Zeitraffer-Aufnahmen zu feilen.
Allein um den Tanz der Leberblümchen in Szene zu setzen, brauchte es eine Kamera, einen ganzen Tag und jede Minute ein Bild. Viel Aufwand, der sich aber gelohnt hat, denn dieser Film macht eindeutig Lust darauf selbst zum Naturentdecker im Thayatal zu werden. Was meint ihr? Wir freuen uns in jedem Fall auf Euren Besuch!

Filmarbeiten im Thayatal

25 Jahre ist es her, dass der Eiserne Vorhang gefallen ist. Seither hat sich viel getan, vor allem in puncto Naturschutz. Und das grenzübergreifend. 1991 wurde der  Národní Park Podyjí , im Jahr 2000 der Nationalpark Thayatal eröffnet. Die beiden Nationalparks grenzen direkt aneinander und vereinen die ehemals getrennten Länder. Die Tschechische Republik und Österreich haben sich in der Tat auf „natürliche“ Weise angenähert.

Es ist höchst an der Zeit, dieser spannenden Thematik, den Naturschutzgebieten an der Grenze einen eigenen kurzen Film zu widmen. Genau dafür sind die Naturreporter des NP Thayatals, Marc & Christine, wieder eifrig unterwegs.

Wenn die beiden Naturreporter im Einsatz sind, lassen sie sich von der umgebenden Vegetation  kaum unterscheiden ;-)

Die beiden Naturreporter im Einsatz. Immer gut getarnt!

Dieser Tage haben wir etwa Nationalpark Direktor Ludwig Schleritzko und Christian Übl, der u. a. für das Naturraummangement im Thayatal zuständig ist, vor die Kamera gebeten. Entlang des Hennerwegs und des Einsiedlerwegs gaben die beiden Nationalpark-Repräsentanten Auskunft über die Zeit vor dem Fall des Vorhangs und über die gemeinsame Naturschutzarbeit, die darauf folgte. Außerdem erfuhren wir, an welchen Visionen noch gefeilt wird und warum der Schutz der Natur an dieser Grenze so wertvoll ist.

Nationalpark Direktor Ludwig Schleritzko beim Interview.

Nationalpark Direktor Ludwig Schleritzko beim Interview.

Einer der Gründe dafür ist die Tatsache, dass sich die Natur in der Sperrzone rings um den Eisernen Vorhang über viele Jahrzehnte hinweg völlig frei entwickeln konnte. Die Natur, die vor politischen Grenzen keinen Halt macht, gilt es heute zu schützen.

Seit mittlerweile 25 Jahren wird die Natur entlang der ehemaligen Sperrzone (hier ein Stück des heute noch sichtbaren Zaunes bei Čížov) geschützt. Und es gibt noch viele Pläne, um die grenzüberschreitende Zusammenarbeit zu intensivieren.

Seit mittlerweile 25 Jahren wird die Natur entlang der ehemaligen Sperrzone (hier ein Stück des heute noch sichtbaren Zaunes bei Čížov) geschützt. Und es gibt noch viele Pläne, um die grenzüberschreitende Zusammenarbeit weiter zu intensivieren.

Mehr zur Natur entlang der Grenze gibt es bald. Noch sind wir mitten drin in den Arbeiten an dem Film. Wir lassen Euch aber natürlich wissen, ab wann er wo zu sehen sein wird!

Wer selbst ein bisschen „Grenzluft“ schnuppern möchte, sollte sich den kommenden Sonntag, 14.09., vormerken. Unter dem Motto „Junges Leben am Eisernen Vorhang“ begibt sich diese 6-stündige Exkursion auf Spurensuche entlang des Eisernen Vorhangs. Und zwar im Osten des NP Podyjí, in einem Bereich der normalerweise für Besucher gesperrt ist. Wer Interesse hat, bitte rasch melden, die Teilnehmerzahl ist begrenzt.

Auffällig, groß, bunt – Schwalbenschwanz

„Eigentlich ist sie schon recht spät dran“, befinden Marc und ich, als wir Ende August auf den spätsommerlichen Wiesen des Nationalparks Thayatal eine Schwalbenschwanz-Raupe entdecken.
Zwei, wenn’s gut geht drei Generationen an Schwalbenschwänzen können in einem Sommer entstehen. Die Raupe, die wir entdeckt haben, könnte bereits der dritten Generation entstammen. Heuer wird sie es aber vermutlich nicht mehr bis zum fertigen Falter schaffen. Wenn die Tageslänge etwa 15 Stunden unterschreitet, bricht die Puppe nämlich ihre Entwicklung ab, überwintert und schlüpft erst im darauffolgenden Frühjahr, im Mai.
Die Raupe auf der Umlaufwiese war Ende August allerdings noch nicht mal verpuppt und die Tageslänge betrug schon längst unter 15 Stunden. Da sie aber schon ausgewachsen war, dürfte die Verpuppung nicht mehr fern gewesen sein. Wir drücken ihr auf jeden Fall die Daumen, dass sie es schafft, sich in einen prächtigen Falter zu verwandeln und im nächsten Jahr die erste Schwalbenschwanz-Generation mitzubegründen.

Diese Schwalbenschwanz-Raupe ist schon recht spät dran, hat aber nicht mehr lange bis zur Verpuppung. Zum fertigen Falter wird sie aber wohl erst im nächsten Frühjahr. Davor wird sie als Puppe den Winter überdauern.

Diese Schwalbenschwanz-Raupe ist schon recht spät dran, hat aber nicht mehr lange bis zur Verpuppung. Zum fertigen Falter wird sie aber wohl erst im nächsten Frühjahr. Davor wird sie als Puppe den Winter überdauern.

Wer übrigens selbst auf eine Schwalbenschwanz-Raupe stoßen möchte, sollte Doldenblütler wie Wilde Möhre, Fenchel, Dill oder Pastinak genauer unter die Lupe nehmen. Das sind die bevorzugten Futterpflanzen der Raupen. Die Falter sind – wenn aktiv – kaum zu übersehen, immerhin gehören sie mit einer Flügelspannweite von bis zu neun Zentimetern zu den auffälligsten und größten heimischen Tagfalter-Arten.

Schwalbenschwänze zählen zu den größten heimischen Tagfaltern mit Flügelspannweiten von bis zu neun Zentimetern.

Schwalbenschwänze zählen zu den größten heimischen Tagfaltern mit Flügelspannweiten von bis zu neun Zentimetern.