Das Nationalpark Special – Nationalpark Kalkalpen

Einer fehlt noch, um das „Nationalpark Special“ zu komplettieren.
1997 gegründet, etwas über 208 Quadratkilometer groß, von knapp 400 bis auf fast 2.000 Meter Seehöhe hinauf reichend. Diese Zahlen gehören dem Nationalpark Kalkalpen, der in Oberösterreich das Sengsengebirge und das Reichraminger Hintergebirge, das zu den größten geschlossenen Waldgebieten unseres Landes zählt, umfasst.  

Neben Felsen und Almen ist es auch vor allem der Wald, der dem NP Kalkalpen seinen unverwechselbaren Stempel aufprägt. Und zwischen Fichte, Tanne, Lärche, Rotbuche, Bergahorn, Esche und vielen anderen Baumarten verbergen sich einige tierische Besonderheiten. Wie zum Beispiel der charismatische Alpenbockkäfer. Experten schätzen, dass es österreichweit möglicherweise nur mehr im Gebiet des Nationalparks Kalkalpen gute Bestände dieses Käfers gibt. Verhältnismäßig zahlreich tummeln sich auch andernorts seltene Gelbbauchunken, Weißrückenspechte und Apollofalter. Der Nationalpark ist außerdem das Zuhause einer natürlich existierenden Bachforellen-Population. Spannend deswegen, weil es sich um das bislang einzige bekannte Vorkommen in Oberösterreich handelt.

Durch den Nationalpark Kalkalpen zieht sich ein bis heute nahezu unverbaut gebliebenes, 200 Kilometer langes Fließgewässer-Netzwerk.

Durch den Nationalpark Kalkalpen zieht sich ein bis heute nahezu unverbaut gebliebenes, 200 Kilometer langes Fließgewässer-Netzwerk.

Die Stars des Nationalparks sind aber mit Sicherheit Freia, Juro, Kora & Co. Seit 1999 weiß man, dass zumindest ein Luchs, „Klaus“, im Nationalpark beheimatet ist. 2009 tauchte ein weiterer Luchs, bekannt als „Pankraz“, auf. Um den Luchsen im Nationalpark Kalkalpen Auftrieb zu geben, wurden zwischen Mai 2011 und März 2012 drei Luchse von der Schweiz in die Kalkalpen umgesiedelt. Mit Erfolg. Schon 2012 stellte sich der erste Luchsnachwuchs ein und auch heuer gab es Grund zur Freude. Luchsin Freia brachte gleich drei Welpen zur Welt.

Die Katzen leben freilich scheu und zurückgezogen, trotzdem können sich abenteuerlustige Besucher mit Nationalpark-Rangern im Winter auf ihre Spuren begeben und Interessantes aus ihrem Leben erfahren. Aber auch auf eigene Faust lässt sich der Nationalpark erleben, etwa am Wildnistrail Buchensteig, wo es auf Holzknechtwegen ins Reichraminger Hintergebirge geht. Auch Themenwege rund ums Holz, die Alm, das Wasser oder das Wollgras wollen erkundet werden. Und wer lieber mit dem Fahrrad oder am Pferderücken unterwegs ist, wird in den Kalkalpen genauso fündig.

Idealer Ausgangspunkt für Entdeckungstouren sind die Nationalparkzentren. Das Nationalparkzentrum Molln hat im Winter an drei Tagen unter der Woche geöffnet, das Besucherzentrum Ennstal, in dem es auch die Ausstellung „Wunderwelt Waldwildnis“ zu sehen gibt, steht Besuchern im Winter von Montag bis Freitag offen.

Veranstaltungstipp:
Von 2. Jänner bis Anfang März 2014 gibt es jeweils von Donnerstag bis Sonntag geführte Touren zur Rotwildfütterung. Und um den winterlichen Nationalpark zu erkunden, bieten sich geführte Schneeschuhwanderungen an. Jeden Sonntag von 5. Jänner bis 16. März 2014 für 2-3 Stunden oder sogar als 2-Tages-Tour, nächster Termin dafür ist der 18. und 19. Jänner. Hier gibt’s alle Infos zu den angebotenen Veranstaltungen.

Sämtliche Infos zum Nationalpark gibt’s auf der offiziellen Webseite bzw. auch via Facebook. Viel Spaß beim Entdecken!

Das Nationalpark Special – Nationalpark Donau-Auen

Vielleicht gäbe es den freifließenden Donaustrom, die vielen Alt- und Seitenarme, die Tümpel und Schotterbänke, die Flach- und Steilufer, den Auwald und die Wiesen östlich von Wien heute gar nicht mehr, wenn das geplante Kraftwerk Hainburg nicht für die nötige Aufbruchsstimmung in der Bevölkerung gesorgt hätte.
Oft muss man etwas (fast) verlieren, um festzustellen, wie wertvoll es ist. Die Donau-Auen östlich von Wien sind so ein wertvoller Schatz, den es zu bewahren gilt. Und seit 1996 existiert dafür auch die wichtige offizielle Grundlage, der Nationalpark Donau-Auen, der auf rund 93 Quadratkilometer Fläche einmalige Auwald-, Wiesen- und Wasserflächen schützt.

Sechs Nationalparks gibt es in Österreich, deren oberstes Anliegen die Natur ist. Sie zu schützen und ihre Vielfalt und Wunder für Besucher erlebbar zu machen, darum geht es den Nationalparks. In unserem „Nationalpark Special“ wollen wir Euch zeigen, welche weiteren Naturschätze es in Österreich gibt.

Der Nationalpark Donau-Auen, den wir heute vorstellen möchten, ist die größte zusammenhängende und ökologisch weitgehend intakte Auenlandschaft dieser Art in Mitteleuropa. In seinen vielfältigen Lebensräumen finden mehr als 800 Pflanzenarten, mehr als 30 Säugetier- und 100 Brutvogelarten, acht Reptilien- und 13 Amphibienarten sowie rund 60 Fischarten ein Zuhause. Eine „grüne Lunge“ zwischen Wien und Bratislava.

Ausgedehnte Auwälder, Wasserflächen und Wiesenlandschaften machen den NP Donau-Auen zu einem wahren Natur-Eldorado.

Ausgedehnte Auwälder, Wasserflächen und Wiesenlandschaften machen den NP Donau-Auen zu einem wahren Natur-Eldorado.

Wer dieses „Auenland“ genauer erkunden möchte, hat dafür jede Menge Möglichkeiten. Selbst loswandern entlang des weitläufigen Wegenetzes oder sich den Nationalpark von erfahrenen Rangern zeigen lassen. Das geht zum Beispiel über Bootstouren, Exkursionen zum Thema Wintergäste, Baumriesen, Wildkräuter u. v. m. oder über regelrechte Erlebniswanderungen.
Von 21. März bis 1. November steht den Besuchern auch das Nationalparkzentrum im Schloss Orth – in Orth an der Donau, 15 Kilometer östlich von Wien – zur Verfügung. Momentan herrscht dort – genauso wie im NP Thayatal – Winterruhe, aber telefonische Auskünfte und eigene Erkundungen in den Donau-Auen sind natürlich trotzdem möglich.

Veranstaltungstipp:
Am Donnerstag, 28. November 2013, findet um 18 Uhr, im schlossORTH Nationalpark-Zentrum ein Forum zum Thema „Nationalpark Donau-Auen und Hochwasser-Schutz. Erfahrungen, Erkenntnisse und Perspektiven“ statt. Alle Interessierten sind herzlich dazu eingeladen. Eintritt frei!

Sämtliche Infos zum Nationalpark gibt’s auf der offiziellen Webseite bzw. auch via Facebook. Viel Spaß beim Erkunden!