Das Thayatal in zweieinhalb Minuten erleben

Wie soll das gehen? – Einfach zurücklehnen und unseren Film, den offiziellen Nationalpark Thayatal Trailer, genießen!

Was hier in wenigen Minuten zu sehen ist, hat in der Tat natürlich viel länger gedauert. Im Laufe eines ganzen Jahres war unser Naturreportage-Duo Marc Graf & Christine Sonvilla immer wieder im Nationalpark unterwegs, um spezielle Stimmungen einzufangen, die charakteristische Tierwelt des Thayatals vor die Linse zu bekommen und an Zeitraffer-Aufnahmen zu feilen.
Allein um den Tanz der Leberblümchen in Szene zu setzen, brauchte es eine Kamera, einen ganzen Tag und jede Minute ein Bild. Viel Aufwand, der sich aber gelohnt hat, denn dieser Film macht eindeutig Lust darauf selbst zum Naturentdecker im Thayatal zu werden. Was meint ihr? Wir freuen uns in jedem Fall auf Euren Besuch!

Aus der Drahtesel-Perspektive

Per pedes ist die bevorzugte Fortbwegungsart im Nationalpark. Es geht aber auch per Drahtesel. Im NP Thayatal stehen für radellustige Entdecker gleich drei unterschiedliche Touren – zwischen 40, 32 und 13 Kilometer lang – zur Verfügung.

Schon einmal daran gedacht mit dem Drahtesel das Thayatal zu erkunden? - Auf drei unterschiedlichen Routen lässt sich das prima umsetzen!

Schon einmal daran gedacht mit dem Drahtesel das Thayatal zu erkunden? – Auf drei unterschiedlichen Routen lässt sich das prima umsetzen!

Wie und wo man am besten startet? – Idealer Ausgangspunkt ist das Nationalparkhaus in der Nähe von Hardegg. Hier lassen sich nicht nur die aktuellen Infos zur angepeilten Radstrecke erfragen, sondern im Café-Restaurant auch noch mal die eigenen Energie-Reserven füllen und bei Bedarf ein Fahrrad ausborgen. Für all jene, die Zweifel haben, ob ihre Kondition ausreicht bzw. die mit noch mehr Leichtigkeit durch die Landschaft sausen wollen, stehen zudem E-Bikes zur Verfügung.

Mehr zur Tour entlang des „Thayatal-Radweges“, zur „Besucherzentrum-Tour“ und zur „Frainer Stausee-Tour“ erfahrt ihr hier!

Viel Spaß beim Radeln!

Es grünt so grün

Bevor die Laubbäume ihre Blätter ganz entfalten, macht eine Heerschar von kleinen Waldboden-Pflanzen dem Grau des Winters bereits den Garaus. Es wird wieder grün!

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Wer dafür verantwortlich schreibt? – Etwa die Leberblümchen. Nach ihrer frühen Blüte entstehen nun die brandneuen Leberblümchen-Laubblätter, die im Unterschied zu den matten, dunklen Vorjahres-Laubblättern strahlend frisch und saftig grün sind.
Das Scharbockskraut sorgt für Teppiche von kleinen nieren- bis herzförmigen Blättern. In Maßen genossen sehr schmackhaft, aber Achtung vor Verwechslungen mit der giftigen Haselwurz.
Wie ihr solche Verwechslungen ausschließen könnt und wer noch seine ersten frühen Laubblätter im Nationalpark Thayatal gegen den Winter aufmarschieren lässt, das könnt ihr hier nachlesen.

Wanderwege für Entdecker

Wer den Frühling im Nationalpark Thayatal selbst entdecken möchte, der hat die Wahl zwischen mehreren Wanderwegen.  Wir stellen euch einige ideale Kandidaten für Eure Frühjahrstouren vor.

Der Seidelbast und seine anderen frühen Kollegen muss sich also noch etwas gedulden. Wir sind gespannt, welche Blühentscheidung er heuer treffen wird ;)

Der Seidelbast ist einer der wenigen blühenden Sträucher im Frühjahr bei uns. – Bei einer Wanderung im Nationalpark Thayatal könnte man Glück haben und seine zarten rosa-violetten Blüten erspähen.

Kandidat Nr. 1: Der Einsiedlerweg – für Entdecker
Hier gibt es Chancen auf Leberblümchen, Lungenkraut, Schlüsselblumen oder einen der wenigen blühenden Sträucher im Frühjahr, den Seidelbast.

Kandidat Nr. 2: Der Kajaweg – große Vielfalt auf kleiner Strecke
Entlang des Kajabaches und Merkersdorfer Baches tummeln sich Scharbockskraut und Buschwindröschchen, Gundelreben oder Milzkraut. Wer eine Thayatal Rarität sehen möchte, das Muschelblümchen, ist hier ebenfalls richtig.

Mehr zu diesen beiden Wegen und weitere Frühlings-Entdecker-Optionen findet ihr hier.
Viel Spaß beim selber Entdecken!

Wer klopft denn da?

Schwarzspecht

Er ist der größte, nicht nur in Österreich, sondern in ganz Europa. Die Rede ist vom Schwarzspecht. Ihm zu begegnen ist nicht ganz einfach, aber überall dort, wo es alte Bäume, dicke Stämme und reichlich Totholz gibt, kann es ein Zusammentreffen geben. Bei einem Waldspaziergang im Nationalpark Thayatal stehen die Chancen ihm über den Weg zu laufen, richtig gut.
Hier ein paar sachdienliche Erkennungsmerkmale: Kohlrabenschwarz, von der Größe her einer Krähe ähnlich, nur filigraner im Körperbau und mit dem unverkennbar roten Scheitel. Durchgehend rot bei Männchen bzw. bei Weibchen als roter Farbklecks am Hinterkopf ausgeprägt.
Welchen besonderen „Deal“ der Schwarzspecht und seine anderen „klopfenden Kollegen“ mit dem Wald eingangen sind, könnt ihr hier nachlesen.

Im Winter liegt Liebe in der Luft

Es ist wieder soweit. Die Kuder, die männlichen Wildkatzen buhlen um die Gunst der Weibchen. Von Jänner bis März streifen sie umher, auf der Suche nach dem verheißungsvollen, paarungsbereiten Duft einer Wildkatzendame. Auch bei unseren Gehege-Wildkatzen, Frieda und Carlo, regen sich die winterlichen Frühlingsgefühle. Einen kleinen Blick auf die beiden gewährt ein kurzes Video.

Wer mehr über die Ranzzeit bei den Wildkatzen erfahren möchte, wie Wissenschaftler sich diese zunutze machen und wer bei der Wildkatzen-Jungenaufzucht das Sagen hat, wird hier fündig.

„Nichts berührt uns wie das Unberührte.“

So lautet der Slogan der brandneuen Kampagne von Nationalparks Austria. Die Dachmarke der sechs österreichischen Nationalparks – Thayatal, Hohe Tauern, Kalkalpen, Gesäuse, Donau-Auen und Neusiedler See-Seewinkel – macht sich stark für die gemeinsamen Werte und die individuellen Besonderheiten der heimischen Nationalparks. Momentan steht die „unberührte Natur“ im Fokus.

Die neue Kampagne von Nationalparks Austria lädt dazu ein, tiefer in die österreichischen Natinoalparks einzutauchen, wie etwa hier am Umlaufberg im Thayatal.

Die neue Kampagne von Nationalparks Austria lädt dazu ein, tiefer in die österreichischen Nationalparks einzutauchen, wie etwa hier am Umlaufberg im Thayatal.

Auf den ersten Blick mag dies paradox anmuten, denn wahrhaft unberührte Natur ist in der mitteleuropäischen Kulturlandschaft Mangelware. Zumindest dann, wenn man mit unberührter Natur bzw. mit Wildnis all jene Gebiete assoziiert, die von menschlicher Bewirtschaftung bis dato gänzlich verschont geblieben sind. Das wären zum Bespiel der rund 500 Hektar große Rothwald im Wildnisgebiet Dürrenstein in Niederösterreich, in dem seit der letzten Eiszeit weder Axt noch Kettensäge zugange waren oder jene jungfräulichen Flecken, die von Pasterze und Co. – den zurückweichenden Gletschern – Jahr für Jahr freigegeben werden.

Wildnis in dieser Form hat Seltenheitswert, auch in den Nationalparks. Aber die heimischen Nationalparks tun alles dafür, um der Wildnis und der unberührten Natur so nahe wie möglich zu kommen. Sie stellen herausragende Landschaften wie mächtige Gletscher, einzigartige Täler, urwüchsige Wälder, dynamische Auen, schroffe Berge und breite Schilfgürtel unter Schutz und finden die richtige Balance zwischen „Eingreifen“ und „Raushalten“.

Nationalparks wissen, wann sie der Natur unter die Arme greifen und wann sie ihr selbst das Ruder überlassen. Im Thayatal müssen die Wiesen gemäht werden, damit sie erhalten bleiben. Der Wald darf sich aber größtenteils selbst entwickeln. Die Natur darf Natur sein.

Nationalparks wissen, wann sie der Natur unter die Arme greifen und wann sie ihr selbst das Ruder überlassen. Im Thayatal müssen die artenreichen Wiesen gemäht werden, damit sie erhalten bleiben. Der Wald darf sich aber größtenteils selbst entwickeln, hin zu mehr Wildnis.

Was damit genau gemeint ist, lässt sich am besten im Wald erfahren: Viele Nationalparks entfernen untypische Baumarten, die einst aus wirtschaftlichem Kalkül – vor der Gründung der Schutzgebiete – gepflanzt wurden. Auf den freigewordenen Stellen kommen dann ganz von selbst wieder die angestammten Arten zurück. Im Nationalpark Thayatal, zum Beispiel, sind in vielen Bereichen Fichten und Douglasien bereits Vergangenheit, an ihrer Stelle gedeihen nun wieder Hainbuchen, Rot-Buchen und Eichen gemischt mit Rotföhren, Tannen, Eiben und Wacholder. Der Wald darf sich nun wieder in Richtung Wildnis entwickeln.
Dementsprechend orientieren sich die Nationalparks in vielerlei Hinsicht an dem Motto: „Die Natur Natur sein lassen.“ Bäume dürfen alt werden, Totholz darf liegen bleiben, Flüsse dürfen sich ihre eigenen Wege bahnen.

"Natur Natur sein lassen"

“Die Natur Natur sein lassen”, daran orientieren sich die Nationalparks in vielerlei Hinsicht und ermöglichen den Besuchern dadurch einmalige Naturerlebnisse.

Davon profitieren die Tiere. Wildkatzen fühlen sich im Thayatal wohl, Luchse durchstreifen die Kalkalpen und das Gesäuse, Bartgeier fliegen wieder in den Hohen Tauern, Seeadler brüten erneut in den Donau-Auen und im Nationalpark Neusiedler See-Seewinkel tummeln sich Abertausende Gänse.
Wenn die Natur einfach Natur sein darf, profitiert aber noch jemand. Der Mensch! Nationalparks sperren Natur nämlich nicht weg, sondern teilen sie mit den Besuchern und gewähren ihnen unvergessliche Einblicke in eine „unberührte Natur“. Internet und Fernsehen mögen uns mit Bildern, Filmen und Erklärungen über Flora, Fauna und Naturphänomene überfluten, aber nichts vermag einen so starken Eindruck zu hinterlassen wie das eigene Erlebnis. Wer selbst dem Plätschern des Baches lauscht, die ersten Sonnenstrahlen, die durch den Morgennebel dringen, auf der Haut spürt, den würzigen Duft des Sommerwaldes einatmet und vielleicht sogar einen der tierischen Bewohner dieser Naturschutzparadiese erspäht, für den wird der Slogan Realität, der wird berührt vom Unberührten. Also, nichts wie raus in die Natur und rein in die Nationalparks!

Tipp:
Wer den Kurier abonniert, kann sich schon mal den 21. Mai vormerken. Dann gibt es im Kurier nämlich ein ganzes Extra-Heft rund um die österreichischen Nationalparks!

Stark wie eine Eiche

Woher rührt dieser Spruch eigentlich? – Von den starken Eigenschaften der Eiche! Sie kann bis zu 1000 Jahre alt werden, Stammdurchmesser bis zu zwei, manchmal sogar drei Meter erreichen und gilt aufgrund ihrer kräftigen Pfahlwurzel, die selbst intensiv verdichtete Böden zu knacken vermag als äußerst sturmfest. Und dann wäre da natürlich noch das Eichenholz selber: „Hart, zäh und sehr dauerhaft“ – so liest sich sein Qualitätssiegel.

Zäh, stark etc.

Eichen können bis zu 40 Meter hoch werden, Stammdurchmesser an die drei Meter erreichen und bis zu 1000 Jahre lang am Leben bleiben.

Grund genug, um der Eiche ein ganzes Jahr zu widmen. Das dachte sich zumindest der Umweltschutzverein „Kuratorium Wald“ und kürte die Eiche kurzerhand zum Baum des Jahres 2016. Warum die Wahl auf die Eiche fiel, hängt aber mit einer anderen Stärke des Baumes zusammen: Die Eiche ist in der Lage, sich an verändernde Umweltbedingungen und extreme Trockenperioden anzupassen und diese unbeschadet zu überstehen. Sollte es auf unserem Planeten tatsächlich immer heißer werden, wäre sie im Vergleich zu anderen Baumarten definitiv im Vorteil.
In Österreich hätte sie bei wärmeren Temperaturen noch genügend Ausbreitungspotenzial. Bis dato finden sich Eichen nämlich hauptsächlich in Ostösterreich, vor allem im Burgenland, dem Wienerwald und dem nordöstlichen Niederösterreich, wie etwa im Nationalpark Thayatal.

Doch Eiche ist nicht gleich Eiche. Wenn dem Baum heuer schon so viel Aufmerksamkeit zuteil wird – am Internationalen Tag des Waldes, dem 21. März, folgt die öffentliche Präsentation – dann sollten wir zumindest wissen, von welchen Eichen die Rede ist. In Österreich gibt es nämlich vier verschiedene Eichenarten, und zwar die Stiel-Eiche (Quercus robur), die Trauben-Eiche (Quercus petraea), die Flaum-Eiche (Quercus pubescens) und die Zerr-Eiche (Quercus cerris).

Die bekannteste Eiche im Thayatal ist wohl die sogenannte Bildeiche beim Umlaufberg.

Die bekannteste Eiche im Nationalpark Thayatal ist wohl die sogenannte Bildeiche beim Umlaufberg.

Von diesen vier Arten wurzeln hierzulande die ersten beiden am häufigsten. Selbiges trifft auch auf den Nationalpark Thayatal zu.
Vom Standort her wäre das Tal außerdem für die Zerr-Eiche prädestiniert, aber diese hat ihr Hauptverbreitungsgebiet in Südosteuropa und kommt in Österreich vorwiegend in der Oststeiermark, am Manhartsberg in Niederösterreich (nördlich von Krems) und an warm, trockenen Standorten im Wienerwald vor. Bis Hardegg haben es bisher nur wenige Exemplare geschafft. Die Flaum-Eiche, die kalkreiche Böden bevorzugt, fehlt überhaupt in den Wäldern des Thayatals. Etwas weiter im Osten, im Grenzgebiet Waldviertel/Weinviertel, ist sie bereits zu finden, genauso wie im benachbarten Národní park Podyjí.
In jedem Fall ist der Nationalpark Thayatal ein bedeutendes Eichen-Refugium. In anderen vergleichbar tief liegenden Gebieten werden Eichen meist wirtschaftlicher Nutzung unterworfen. Nicht so im Thayatal, hier sind die wärme- und lichtliebenden Eichenwälder erhalten geblieben. Eine wahre Besonderheit!

Und wie findet man nun heraus, ob die Bildeiche beim Umlaufberg eine Stiel-Eiche oder eine Trauben-Eiche ist? – Hier ein paar sachdienliche Hinweise:
Die Stiel-Eiche ist die am weitesten verbreitete Eichenart in Europa und die einzige heimische Art, übrigens, die auch in Auwäldern vorkommt. Also, in der Regel hat man mit dem Tipp „Stiel-Eiche“ meistens schon gewonnen und sich botanischen Respekt verschafft. Um aber auf Nummer sicher zu gehen, empfiehlt es sich einen Blick auf die Laubblätter und Früchte zu werfen:
Die Laubblätter der Stiel-Eiche sind sehr kurz, nur etwa 5 Millimeter, gestielt und die Basis der Blattspreite erinnert an eine Herzform bzw. weist sie kleine Öhrchen auf. Ihre Eicheln sitzen zu dritt bis fünft an bis zu 4 Zentimeter langen Stielen (darauf bezieht sich der Name!).
Im Vergleich dazu sind die Laubblätter der Trauben-Eiche mit 1 bis 2 Zentimeter wesentlich länger gestielt, an der Basis der Blattspreite fehlen die Öhrchen und die Eicheln sitzen zu mehrt (eben in Trauben!) an fast ungestielten Fruchtbechern.

Die Laubblätter der Trauben-Eiche sind deutlich gestielt und an der Basis der Blattspreite fehlen die Öhrchen wie sie etwa bei der Stiel-Eiche auftreten.

Die Laubblätter der Trauben-Eiche sind deutlich gestielt und an der Basis der Blattspreite fehlen die Öhrchen wie sie bei der Stiel-Eiche zu finden sind.

Und, wie sieht’s nun mit der Bildeiche aus? Stiel oder Traube? – Momentan trägt sie ja noch keine Blätter, aber vielleicht hat sich jemand Blätter und Eicheln schon einmal näher angesehen? – Wir harren in jedem Fall Eurer Bestimmungen und lösen demnächst auf!

Klassenzimmer Nationalpark

Wie lebt der Schwarzstorch, was macht ein Flusskrebs so den ganzen Tag und was lässt sich über die Wildkatze alles in Erfahrung bringen? Wo tummeln sich Bachflohkrebse und in welchen Gemäuern verstecken sich Fledermäuse? Welcher pH-Wert kann im Kajabach gemessen werden, wo gibt es noch Überreste des Eisernen Vorhangs und wie kann man sich eigentlich in der Wildnis orientieren, Feuer machen, essbare Pflanzen identifizieren und sich selbst ein regenfestes Lager bauen? Und um welche Tierspuren handelt es sich hier noch mal?

All diesen Fragen und noch vielen mehr können Schulklassen vom 1. bis zum letzten Schuljahr für einen halben Tag, einen ganzen Tag, mehrere Tage oder eine ganze Projetkwoche auf den Grund gehen. Das komplette Angebot gibt es in der Schulbroschüre 2015 des Nationalparks Thayatal nachzulesen, die auch schon für die Kleinsten – im Kindergarten – ein Programm in petto hat.

Schulbroschuere

Ab nächstem Jahr gibt es zudem einige neue Naturerlebnisse. So können Kids nun in einem Bionik-Schwerpunkt erfahren, was Baggerschaufeln mit Maulwurfskrallen oder Spitzzangen mit Spechten zu tun haben. Und sie können einen intensiven Kurs in Sachen Wildnis erleben. Beim neuen WaldWildnisCamp geht’s mit Kompass und Karte in den Wald, wo die Schulklassen am Nationalpark-Lager weiterbauen und die Nacht unterm Sternenhimmel verbringen. Auf diese Weise kann Natur (wieder) hautnah erlebt werden.

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Abenteuer im Nationalpark Wald.

Viele Natur-Abenteuer finden freilich draußen statt, es gibt aber auch Indoor einiges zu erleben, etwa in der Naturforscherwerkstätte. Hier lassen sich die Beobachtungen aus der Natur prima vertiefen. Mikroskope geben Einblick in die faszinierende Welt des Kleinen und mit Experimenten kann man Naturphänomene veranschaulichen. Selbst ausprobieren ist die Devise.

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In der Naturforscherwerkstätte lautet das Motto: Selbst ausprobieren!

Mit von der Partie sind stets unsere erfahrenen NP Ranger, die Euch als Augenöffner sowohl das Bekannte als auch das Unbekanntere und Unscheinbare näherbringen. Sie lassen Euch selbst aktiv werden und geben Euch die Chance all Eure Sinne zu nutzen. Also, nichts wie los, entdecken, forschen, fragen!

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Gemeinsam lässt sich alles erreichen.

Wie kommt man nun an die neue Schulbroschüre? „Rund um die Semesterferien verschicken wir an Schulen in Niederösterreich und Wien die 24-seitige Broschüre“, erklärt Claudia Waitzbauer, die für Umweltbildung im Nationalpark zuständig ist. Und sie ergänzt: „Außerdem kommen wir auch selbst an die Schulen, um unsere Programme direkt vor Ort vorzustellen. Wer Interesse daran hat, einfach bei uns melden!“

Wer nicht solange warten möchte, kann die Broschüre übrigens auch gleich hier downloaden oder kostenlos über die Verwaltung des Nationalparks bestellen:
Telefon: +43 (0) 2949 / 7005 – 0
Email: office@np-thayatal.at

25 Jahre Natur ohne Grenzen – NEUER FILM

Am 9. November 1989, vor mittlerweile 25 Jahren, fiel die Mauer. Ein denkwürdiges Datum. Und kurz nachdem in Berlin die ersten Steine bröckelten, kam es in der heutigen Tschechischen Republik zur Samtenen Revolution. Was am 17. November mit Studentendemonstrationen begann, führte am 10. Dezember zur Bildung einer neuen Regierung und zur Ernennung Václav Havels zum Staatspräsidenten. Innerhalb weniger Wochen gelang es, weitgehend gewaltfrei, aus einer Diktatur eine Demokratie auferstehen zu lassen.

Damit endete die Zeit des Eisernen Vorhangs zwischen Österreich und Tschechien. „Bereits am 5. Dezember 1989 begann der Abbau der Grenzsperre. Manch einer hütet heute noch zu Hause ein Stück Original-Stacheldraht zur Erinnerung an diese dunkle Zeit“, erzählt Nationalpark-Mitarbeiter Christian Übl.
Das Ende des Zauns war aber gleichzeitig der Beginn einer neuen Ära. Mittlerweile steht die Grenze der beiden EU-Länder offen, die Vegetation hat sich dort, wo einst der Stacheldrahtzaun verlief, ihren Platz zurückerobert, die Tiere wechseln von einem Ufer der Thaya zum anderen und der österreichische Nationalpark Thayatal arbeitet mit dem tschechischen Národní park Podyjí intensiv zusammen.

Passend zum 25-Jahres-Jubiläum gibt es den neuesten NP Thayatal Film „25 Jahre Natur ohne Grenzen“. Der knapp 8-minütige Film blickt sowohl in die Vergangenheit als auch in die Zukunft. Vor allem aber vermittelt er einen Eindruck von der völkerverbindenden Naturschutzarbeit an der Grenze. NP Thayatal Direktor Ludwig Schleritzko und NP-Mitarbeiter Christian Übl erzählen über positive Entwicklungen in der Natur, Kooperationen mit den tschechischen Nachbarn und Pläne für die Zukunft. Gleichzeit nimmt der kurze Film mit auf einen Streifzug durch die Natur dieses in Mitteleuropa einmaligen Durchbruchtales.

Hier könnt Ihr Euch den Film ansehen:

Sämtliche NP Thayatal Filme gibt es übrigens auch hier!