Das Thayatal von oben erleben

Das Beste kommt zum Schluss. Zum Jahresende gibt’s für alle Fans des Nationalparks Thayatal – und für alle, die es noch werden wollen :) – etwas zum Genießen, zum Träumen und Vorfreuen: den brandneuen Thayatal-Kurzfilm “Das Thayatal von oben erleben”.

Was euch darin erwartet? Topaktuelle Luftaufnahmen – via Drohne – erstellt im Sommer und Herbst 2017. Wir werfen einen Blick auf die sommerlichen Wälder des “Green Canyon” Österreichs und tauchen ein in die herbstlich verfärbte Baum-Pracht. Dazwischen schlängelt sich die Thaya dahin, schafft Umlaufberge und ein enges Miteinander zwischen Österreich und Tschechien.

Wir wünschen euch viel Freude mit dem Film und einen glücklichen, gesunden und erfolgreichen Start ins neue Jahr!

Aktiv durch den Winter

Einige hauen sich aufs Ohr, andere frieren ein, um die kalte Jahreszeit zu überstehen. Aber was ist mit jenen wackeren Wildtieren, die auch im Winter aktiv sind?

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Warum sich Wühlmäuse unter der Schneedecke am wohlsten fühlen, wie der Biber seinen Kühlschrank immer gut gefüllt hält und warum der Fischotter im Winter richtig Spaß hat, das verrät Euch der NP Thayatal Blog!

Und wie kommt ihr am besten durch den Winter?

Natur ohne Grenzen

Der Eiserne Vorhang, der Ost- von Westeuropa trennte, ist längst Geschichte. Anstelle von Trennung ist ein Miteinander getreten. Wie völkerverbindende Naturschutzarbeit im Grenzbereich aussieht, das könnt ihr euch in einem 8-minütigen Film ansehen! Entstanden ist er vor 3 Jahren, als sich der Fall des Eisernen Vorhangs zum 25. Mal jährte. – Wer euch durch den Film begleitet? Der ehemalige NP Thayatal Direktor Ludwig Schleritzko und der neu ernannte Nationalpark Direktor Christian Übl.
Die beiden erzählen über positive Entwicklungen in der Natur, Kooperationen mit den tschechischen Nachbarn und Pläne für die Zukunft. Darüber hinaus gibt der Film Einblicke in die faszinierende Natur des in Mitteleuropa einmaligen Thayatals.

25 Jahre Natur ohne Grenzen from Nationalpark Thayatal on Vimeo.

Die Zeit heilt alle Wunden

Der Stacheldrahtzaun des Eisernen Vorhangs, der sich viele Jahrzehnte quer durch Europa und auch entlang des Thayatals zog, ist zwar längst Vergangenheit, doch es lohnt sich hie und da einen Blick zurückzuwerfen. Warum? Um sich zu erinnern, was man ganz bestimmt nicht wiederholen möchte.
Bilder zeigen das Vorher und Nachher am deutlichsten.

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Auf dem linken Bild – kurz nach dem Fall des Vorhangs – sind die Narben in der Landschaft noch deutlich erkennbar. Auf dem Bild rechts dagegen lässt die Vegetation kaum noch darauf schließen, was sich hier vor einigen Jahrzehnten abgespielt hat. Die Aufnahmen stammen aus dem Nationalpark Podyjí.

Habt auch ihr noch Aufnahmen aus dieser dunklen Phase Europas? Vielleicht sogar vorher/nachher Aufnahmen? Wir würden uns freuen, wenn ihr diese mit uns teilen möchtet!

Mehr vorher/nachher Bilder findet ihr in diesem Blogbeitrag: Im Wandel der Zeit.

Einmal noch violett bitte!

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Das ist die Stärke der Herbstzeitlosen, Wiesen voller violett blühender Punkte zu gestalten. Und das zu einer Zeit, wenn die meisten anderen Pflanzen schon an Winterschlaf denken.
So schön die zu den Liliengewächsen zählenden Pflanzen sind, so giftig sind sie aber auch. Schon weniger als ein Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht würde sich für einen Menschen lebensgefährlich auswirken. Das Zellgift Colchicin verhindert die richtige Zellteilung und führt zu Zellen mit doppeltem Chromosomensatz. Unglaublich wie tödlich ein harmlos wirkendes Pflänzchen sein kann!

Wer mehr zur Herbstzeitlosen (Colchicum autumnale) herausfinden möchte, wie sie sich etwa vom Herbstkrokus unterscheidet, welchen sagenhaften Ursprung ihr Name hat und woher die Samen so plötzlich im Frühjahr kommen, kann hier im NP Thayatal Blog nachlesen.

Tipp: Auf der Einsiedlerwiese stehen die Chancen gut, die violett blühenden Herbstboten zu bestaunen.

Der perfekte Tag im Thayatal

Neu im Thayatal und noch am Überlegen, wie ihr euch die Natur dort am besten erschließen könnt? Auf der Suche nach einem abenteuerlichen Tag mit allen Highlights des Thayatals? Oder einfach experimentierfreudig? Dann seid ihr hier in jedem Fall richtig, beim „best of“-Thayatal, dem perfekten Tag durch ein einzigartiges Tal. Bereit? – Dann kann’s losgehen!

Der perfekte Tag startet am besten bei der Kajabachmündung in die Thaya, früh am Morgen!

Der perfekte Tag startet am besten bei der Kajabachmündung in die Thaya, früh am Morgen!

Station 1:
Der beste Start in den perfekten Tag erfolgt früh am Morgen, noch vor Sonnenaufgang. Spaziert noch in den Dämmerstunden durchs Kajabachtal mit dem Ziel zum Mündungsbereich an der Thaya zu gelangen. Und dann einfach auf den Sonnenaufgang warten, der die umgebenden Wälder langsam ins warme Licht taucht. – Magisch! Mit etwas Glück gelingen auch Eisvogel-, Schwarzstorch- oder sogar Fischottersichtungen. Der frühe Vogel fängt eben den Wurm ;)
Am besten zu kombinieren mit einem Frühstücks-Picknick bei der Mündung. So lässt man sich den Morgen schmecken!

Mit etwas Glück erspäht ihr beim Umlaufberg eine der ansässigen Smaragdeidechsen.

Mit etwas Glück erspäht ihr beim Umlaufberg eine der ansässigen Smaragdeidechsen.

Station 2:
Im Anschluss wandert ihr weiter bis zum Umlaufberg, genießt dort den Ausblick vom Überstieg und haltet nach Smaragdeidechsen Ausschau. Hier gibt’s nur ein Motto: Innehalten und die Ruhe des Tales in sich aufsaugen. Das kann  sogar den Gang zum Hausarzt ersetzen!
Die Rückwanderung durchs Kajabachtal dauert etwas mehr als eine Stunde. Vergesst nicht darauf am Weg immer wieder einen Blick in die ruhigeren Wassertümpel zu werfen, denn hier könnte sich ein Edelkrebs verbergen.

Station 3:
Im Nationalparkhaus Café- Restaurant könnt ihr Energie tanken, Mittagspause & Waldviertler Snack stehen am Programm. Das haben wir uns jetzt verdient und es schmeckt herrlich!

Beim Hennerweg Ausblick erwartet Euch ein Wald voller stattlicher Rotbuchen.

Beim Hennerweg Ausblick erwartet Euch ein Wald voller stattlicher Rotbuchen.

Station 4:
Am frühen Nachmittag bietet sich eine kurze Wanderung entlang des Hennerweges an. Dieser beginnt gleich gegenüber vom Nationalparkzentrum. Und der Lohn für den Ausflug? Ein toller Ausblick auf die Thaya, Hardegg und die Burg und ein wunderschöner Wald voller stattlicher Rotbuchen. Lasst die Waldluft intensiv durch eure Lungen strömen!

Station 5:
Die Uhrzeit könnt ihr an diesem Tag getrost vernachlässigen. Nur einmal macht es Sinn, einen Blick darauf zu werfen. Um 15:30 startet nämlich die Wildkatzenfütterung  im Nationalparkzentrum. Diese wollt ihr euch nicht entgehen lassen. Frieda und Carlo, die beiden Wildkatzenbotschafter des Nationalparks treten dann nämlich in Aktion und zeigen mit welcher Schnelligkeit sie ihr Futter erobern können. In den Sommermonaten Juli und August findet die Fütterung übrigens täglich statt.

Carlo in Aktion, wenn es um's Futter geht, kennen die Wildkatzen kein Pardon.

Carlo in Aktion, wenn es um’s Futter geht, kennen die Wildkatzen kein Pardon.

Station 6:
Zum Grande Finale, um das schmucke Hardegg umgeben von den dichten Thayatal Wäldern im spätnachmittäglichen Licht zu bestaunen, geht es nochmal hoch hinauf. Der Hardegger Rundwanderweg führt euch in knapp 20 Minuten zum Reginafelsen und wenn ihr noch ein paar Minuten drauflegt, dann könnt ihr von noch etwas höher, vom Maxplateau den Ausblick genießen. Ihr wandelt hier übrigens auf sagenhaften Pfaden – die Infoschilder entlang des Weges wissen mehr darüber zu verraten! Saugt die Stimmung noch mal so richtig auf und spürt schließlich vorausschauend in eure Bauchgegend. Hunger?

Abends lässt sich via Reginafelsen - hier im Bild - oder Maxplateau noch ein toller Blick auf die Burg Hardegg und das Städtchen erhaschen.

Abends lässt sich via Reginafelsen – hier im Bild – oder Maxplateau noch ein toller Blick auf die Burg Hardegg und das Städtchen erhaschen.

Station 7:
Dann gibt’s nur noch eins: Abendessen! Am besten lässt man es sich im Gasthaus Hammerschmiede zu Fuße des Reginafelsens schmecken. Hier serviert die Wirtin den legendären Waldviertler Mohnkarpfen. Sehr empfehlenswert!

Wir sind gespannt auf Eure Berichte zum perfekten Tag! – Probiert es aus! Der Sommer ist in jedem Fall noch lang und selbst wenn ihr keine Ferien habt, die Wochenenden warten auf euren perfekten Tag :)

Wunderland Wiese

Sommerzeit ist Wiesenzeit. Entlang der Thaya erstrecken sich rund 60 Hektar Wiesen. Hier surrt, brummt und zirpt es. Die Blüten strahlen in Gelb, Pink oder Blau. Und unzählige wunderhafte Lebewesen tummeln sich in ihnen. Unser NP Thayatal Film “Wunderland Wiese” gibt Euch einen kleinen multimedialen Vorgeschmack auf den Mikrokosmos Wiese. Lasst euch verzaubern und viel Spaß bei Euren eigenen Wiesenentdeckungen!

Wunderland Wiese from Nationalpark Thayatal on Vimeo.

Der Steckbrief für unterwegs

Was die wichtigsten Zahlen und Fakten rund um den Nationalpark Thayatal sind, die ihr am besten immer parat haben solltet? Hier kommen sie! :)

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Geburtsdatum: 01. Jänner 2000

Größe: 1360 ha, kleinster Nationalpark Österreichs

Lage: an der Grenze von Waldviertel, Weinviertel und Tschechien. Die Thaya bildet hier die Staatsgrenze, auf der anderen Talseite befindet sich der tschechische Národní park Podyjí.

Prägender Charakter: einzigartige, von der Thaya geformte Tallandschaft mit Flussschleifen und Umlaufbergen

Flusslänge im Nationalpark: 25 km

Markenzeichen: viele Naturschätze, große Vielfalt auf kleinstem Raum

Artenvielfalt: Über 950 Schmetterlingsarten, über 100 Vogelarten, 20 Fledermausarten, gemeinsam mit Nationalpark Podyjí 1289 Pflanzenarten (in ganz Österreich finden sich knapp 3.000 Pflanzenarten)

Besonderer Naturschutzerfolg: Wiederentdeckung der Wildkatze 2007

Gemeinsam stark!

Sie grenzen direkt aneinander. Der tschechische  Národní Park Podyjí besteht seit 1991, der österreichische Nationalpark Thayatal seit dem Jahr 2000. Die beiden Nationalparks haben zwei  eigenständige Verwaltungen, trotzdem kooperieren sie in vielerlei Belangen miteinander und kennen genauso wie die Natur, die sie schützen, keine Grenzen.

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Petr Lazarek (links), Mitarbeiter des Národní park Podyjí, und Christian Übl, Direktor des Nationalpark Thayatal freuen sich über die gute Zusammenarbeit zwischen den Österreichern und Tschechen.

Was lässt sich alles gemeinsam bewerkstelligen? Managementpläne, Kontrollgänge im Nationalpark, das Aktualisieren und Austauschen von Landkarten oder die Durchführung von EU-Förderprojekten. „Ein infrastrukturelles Highlight wäre die gemeinsame Planung und Umsetzung eines Österreich-Tschechien Rundwanderwegs“, sagt Nationalparkdirektor Christian Übl.
Der Rundwanderweg ist noch Zukunftsmusik, fix dagegen im Repertoire der beiden Nationalparks sind gemeinsame Veranstaltungen wie etwa die Radtour entlang des ehemaligen Eisernen Vorhangs. Mehr Infos dazu gibt es hier.

Und wer mehr über die gemeinsamen Pläne und Projekt der beiden NPs herausfinden möchte, klickt sich einfach hier rein.

Willkommen in der kleinsten Stadt Österreichs

Klein, aber fein, das ist im Nationalpark Thayatal Programm. So verwundert es auch nicht, dass Hardegg mit eben diesem Credo punktet. Das Städtchen im Herzen des Nationalparks, das früher einst ein mächtiger Adelssitz war, ist heute die kleinste Stadt Österreichs.

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Hardegg ist die einzige Ortschaft im Nationalpark Thayatal und gleichzeitig die kleinste Stadt Österreichs.

Rund 80 Einwohner haben derzeit ihren Hauptwohnsitz in der idyllischen Grenzstadt an der Thaya. Hardegg ist damit vermutlich die einzige Stadt in Österreich, die mehr Häuser als Einwohner zählt!

Nichtsdestotrotz gibt es in der einzigen Ortschaft des Nationalparks eine ganze Menge zu entdecken. Wie könnte so ein perfekter Tag in Hardegg ausschauen?

Das Augenscheinlichste bei der Ankunft in dem kleinen Städtchen ist die mächtige Burg. Ganze 600 Meter misst sie im Umfang und stellt damit die größte Burganlage Niederösterreichs dar. Mit einer Burgbesichtigung starten wir also in den „perfekten Tag“.
Und kulturell geht’s auch gleich weiter: Wir besuchen das Haus mit der Nummer 36, das Guckkastenmuseum, ein Heimatmuseum, das in der ehemaligen Volksschule eingerichtet wurde. Und wie könnte es anders sein, es ist natürlich das kleinste Museum Österreichs! :)
Unweit davon lockt uns die kleinste Galerie Österreichs, der Kulturpunkt Hardegg. Hier erwarten einen neben dem normalen Galeriebetrieb jedes Jahr rund 10 Sonderausstellungen.

Der Kulturpunkt ist eine Initiative von lokalen Künstlern und bietet neben dem normalen Galeriebetrieb jährlich rund 10 Sonderausstellungen.

Der Kulturpunkt ist eine Initiative von lokalen Künstlern und bietet neben dem normalen Galeriebetrieb jährlich rund 10 Sonderausstellungen.

Nach so vielen Entdeckungen, ist es höchstens an der Zeit für eine Jause, und am besten schmeckt’s natürlich bei der Greißlerei Sackl am Stadtplatz.
Am Nachmittag lohnt sich ein Abstecher zur geschichtsträchtigen Thayabrücke mitsamt Besichtigung der Ausstellung im Zollhaus über die bewegte Vergangenheit der Brücke. Den Zugangscode dazu gibt’s übrigens im Nationalparkhaus kurz vor Hardegg gelegen – am besten gleich in der Früh besorgen.

Die Thayabrücke weiß von einer bewegten Geschichte zu erzählen. Erfahren kann man diese im Zollhaus direkt an der Brücke auf der österreichischen Seite.

Die Thayabrücke weiß von einer bewegten Geschichte zu erzählen. Im Zollhaus direkt an der Brücke auf der österreichischen Seite kann man mehr darüber erfahren.

Abgerundet wird ein Tag in Österreichs kleinster Stadt am besten mit einer Wanderung. Der Hardegger Rundwanderweg führt über eine Strecke von 3,5 Kilometern (reine Gehzeit etwa eine Stunde) zu tollen Ausblickspunkten. Vom sagenumwobenen Reginafelsen oder dem Maxplateau schweift das Auge über die ringsherum von Wäldern umgebene Nationalpark-Stadt.
Nun haben wir uns das Abendessen redlich verdient, idealerweise im Gasthaus Hammerschmiede, dessen Waldviertler Mohnkarpfen legendär ist! Gut möglich, dass sich bei einem Blick in den schon nächtlichen Himmel die eine oder andere Fledermaus erspähen lässt oder der Uhu gerade seine Runden dreht.
Kultur, Natur und Kulinarik sind im Thayatal eben ganz nah beeinander :) Viel Spaß bei Eurem perfekten Tag!

Mehr Infos über Hardegg könnt ihr auch hier nachlesen.