Kein Scherz, es ist soweit!

Die wohl einhundertste Frühlingsankündigung, aber diesmal gibt’s wahrlich kein Halten! Die Natur explodiert ringsum regelrecht. Die viele Feuchtigkeit des langen Winters gepaart mit der nun endlich warm strahlenden Sonne, lockt sämtliche Tiere aus dem Unterholz und bringt auch bislang verschreckte Knospen fast hörbar zum Aufatmen und endlich zur Entfaltung. Wer diese Naturexplosion nicht verpassen möchte, der sollte nun jede freie Minute nützen!

Lungenkraut

Im NP Thayatal haben jetzt endlich die Frühjahrsblüher Hochsaison und liefern sich ein Wettrennen, um die besten Plätze am Licht. Darunter bekanntere Akteure, aber auch die eine oder andere Thayatal-Spezialität (dazu demnächst mehr).
Das Lungenkraut ist leicht erkennbar, noch leichter, wenn man es beim Volksnamen “ruft”. Hänsel und Gretel heißen die Pflänzchen nämlich passenderweise deswegen, weil ihre Blüten im Laufe ihrer Blütezeit einen Farbwechsel vollziehen. Sie beginnen mit Rosa und arbeiten sich in Richtung Violettblau durch. Das ist übrigens nicht nur nett anzuschauen, sondern hat auch einen praktischen Nutzen: Die Bestäuber des Lungenkrauts, vor allem Wildbienen, werden so zielgenau zu jenen Blüten gelockt, die in ihrer vollen Pracht stehen, darauf warten bestäubt zu werden und auch entsprechend mehr von ihrem süßen Nektar anzubieten haben. Insofern lohnt es sich im Frühjahr eine “rosa Brille” aufzusetzen ;)
Übrigens auch andere Frühjahrsblüher, wie etwa die Frühlings-Platterbse, die auch im Thayatal zu finden ist, frönen einem solchen Signal-Farbwechsel.

Frühlings-Platterbse

PS: Solltet Ihr noch keine “Besonderen Momente” erlebt haben, spätestens jetzt habt ihr dazu jede Menge Gelegenheit. Viel Spaß bei Euren Outdoor-Entdeckungen!