Meister Reineke lässt grüßen

War es eindeutig? Oder doch nicht ganz? In jedem Fall sollte das Ergebnis beim gesuchten Abdruck des letzten Blogeintrags (“Belebter Winter-Wald”) Vulpes vulpes lauten. Der Rotfuchs – bzw. da es bei uns nur den einen gibt – der Fuchs war gesucht.
Wenn, dann könnten die Spuren am ehesten mit denen eines Hundes verwechselt werden. Zumindest auf den ersten flüchtigen Blick. Denn bei genauerer Betrachtung fallen einige Unterschiede ins Auge, speziell wenn sich der Fuchs so gemächlich bewegt, wie auf dem Bild mit der gesuchten Spur.
Die klassische Gangart des Fuchses, wie auch auf dem Bild zu sehen, ist das “Schnüren”. Der Name rührt vom schnurgeraden Hintereinandersetzen der Pfoten. Ein Hund setzt seine Pfoten dagegen breiter auf.
Außerdem liegen die Ballen beim Fuchs weiter auseinander als bei einem Hund. Und die beiden äußeren Seitenzehen erreichen die Ballen der Mittelzehen nur im hintersten Teil. Das verleiht dem Fuchspfotenabdruck ein langgezogeneres, eiförmiges Aussehen während die Seitenzehen eines Hundes weiter nach vorne reichen und so der Hundepfote ein kompakteres Erscheinungsbild geben.
Um das besser nachvollziehen zu können, werft am besten einen Blick auf diese Webseite, die verschiedene schematische Pfotenabdrücke zeigt. Aber Achtung, das Größenverhältnis stimmt hier nicht immer. Also wundert euch bitte nicht, wenn der Fuchsabdruck unverhältnismäßig größer ausschaut als der Hundeabdruck ;)

Zehenabdrücke sind prinzipiell sowohl bei Hund als auch Fuchs zu sehen (wären keine zu sehen, müsste man auf Katze – Europäische Wildkatze oder Hauskatze – oder bei einem größeren Abdruck auf den Luchs tippen). Ein wichtiger Hinweis ist natürlich auch noch die generelle Größe des Abdrucks (Achtung nochmal bei den Schemazeichungen!). Wenn, dann könnte eine Fuchsfährte nur mit einem kleineren Hund verwechselt werden. Die Abdrücke von Hunden sind in der Regel größer.
Hier haben wir es aber eindeutig mit einem Fuchs zu tun :)