Kleine Kraftpakete

Wenn alle anderen Pflanzen noch im Winterschlaf dahindämmern, sind die Frühjahrsblüher schon längst in Aktion getreten.
Doch woher nehmen sie die Kraft, um den Waldboden so früh im Jahr in ein farbenprächtiges Meer zu verwandeln? – Das Geheimnis ihres Erfolges liegt unter der Erde. Gut verpackt in Knollen (verdickten Wurzeln), Zwiebeln (gestauchten Blättern) oder Rhizomen (verdickten Stängeln) lagern die im Vorjahr angehäufte Reserven. Sie geben den Frühjahrsblühern den entscheidenden Vorsprung.
Wer mehr über die Speichertricks der frühen Pflänzchen erfahren möchte, sollte am besten im Blogbeitrag “Das Geheimnis ihres Erfolges” nachlesen.
Wie bunt es im Thayatal-Frühling hergeht, davon könnt Ihr Euch zudem in diesem Video überzeugen:

Viel Spaß bei Euren eigenen Entdeckungen!

Ein Tänzchen gefällig?

Die Anzahl der Blütenblätter varriert beim Leberblümchen. Es können pro Blüte sechs bis zehn sein!

Die Leberblümchen sind da!

Der Frühling startet durch, und ganz vorne mit dabei sind die Leberblümchen. Was die hübschen violett, rosa oder weiß gefärbten Blüten mit der Leber zu tun haben? Wenig, vielmehr sind es die Laubblätter, die dem Pflänzchen zu seinem Namen verholfen haben. Seine dreilappigen Laubblätter erinnern – zugegebenermaßen mit etwas Fantasie – an die Form der menschlichen Leber.
Das spiegelt sich übrigens auch im lateinischen Namen dieses Pflänzchens wider. In Hepatica nobilis steckt das Wort hepatos drinnen, was soviel bedeutet wie Leber. Die mittelalterliche Signaturenlehre ging davon aus, dass die Form einer Pflanze Auskunft darüber gibt, wogegen sie hilft. Entsprechend setzte man früher das Leberblümchen u. a. auch bei Lebererkrankungen ein, heute allerdings nur mehr im Bereich der Homöopathie.
Prinzipiell gilt von Selbstbehandlungen abzuraten, da das Pflänzchen leicht giftig ist! Am besten mit den Augen genießen und ihnen beim Tanzen zusehen :)

Wer mehr zu den Leberblümchen erfahren möchte, wird im Blogbeitrag “Früh, früher, Leberblümchen” fündig. Klickt euch rein!