Per Drahtesel durchs Thayatal

Wie sich der Nationalpark am besten erkunden lässt? – Per pedes natürlich. Aber es gibt auch eine andere Möglichkeit, wie sich die einmaligen Landschaften und Sehenswürdigkeiten des Thayatales erschließen lassen; nämlich mit dem Fahrrad.

Schon einmal daran gedacht mit dem Drahtesel das Thayatal zu erkunden? - Auf drei unterschiedlichen Routen lässt sich das prima umsetzen!

Schon einmal daran gedacht mit dem Drahtesel das Thayatal zu erkunden? – Auf drei unterschiedlichen Routen lässt sich das prima umsetzen!

Drei unterschiedlich lange Touren – zwischen 40, 32 und 13 Kilometer lang – dirigieren die radelnden Besucher durchs Tal an der Grenze.
Wie und wo man am besten startet? – Idealer Ausgangspunkt ist das Nationalparkhaus in der Nähe von Hardegg. Hier lassen sich nicht nur die aktuellen Infos zur angepeilten Radstrecke erfragen, sondern im Café-Restaurant auch noch mal die eigenen Energie-Reserven füllen und bei Bedarf ein Fahrrad ausborgen. Für all jene, die Zweifel haben, ob ihre Kondition ausreicht bzw. die mit noch mehr Leichtigkeit durch die Landschaft sausen wollen, stehen zudem E-Bikes zur Verfügung.

Entlang der Radstrecken verlocken Aussichtspunkte wie die Hardegger Warte zum Verweilen.

Entlang der Radstrecken verlocken Aussichtspunkte wie die Hardegger Warte zum Verweilen.

So gewappnet kann’s losgehen! Die Schilder mit der weißen Blume auf grünem Grund lotsen einen zielsicher von einer Station zur nächsten, quer durch das österreichisch-tschechische Grenzgebiet.
Was es entlang der Strecke alles zu sehen gibt? – Etwa eine ganze Reihe kultureller Sehenswürdigkeiten, darunter der Heiligen Stein in Mitterretzbach, der eine uralte Kultstätte mit einem der schönsten Schalensteine Österreichs darstellt. Besuchermagneten für die Radler sind weiters das tschechische Schloss Vranov, Österreichs einzige Perlmutt Drechslerei in Felling sowie Österreichs kleinste Stadt und gleichzeitig die einzige Ortschaft im Nationalpark Thayatal, Hardegg.
Die Radtour ermöglicht außerdem Blicke in die Vergangenheit – unweit des Infozentrums im tschechischen Čižov, lässt sich ein Stück des ehemaligen Eisernen Vorhangs besuchen – und sie bietet auch fantastische (Aus)Blicke in die Gegenwart: Wer einen kleinen Abstecher von der Hauptradstrecke zur Ruine Neuhäusl (Nový Hrádek) unternimmt, kann von dort gleich drei verschiedene Abschnitte der Thaya bewundern. Von der Hardegger Warte aus erhascht man den besten Blick auf das gleichnamige 80-Einwohner-Städtchen und von Devet Mlýnu, zu Deutsch Neunmühlen, lässt es sich ideal auf den tschechischen Weinberg Šobes linsen.

Im österreichisch-tschechischen Grenzgebiet gibt es viel zu entdecken, wie etwa den Blick beim Aussichtspunkt Neunmühlen. Vis-à-vis liegt der Weinberg Šobes, eine der ältesten und besten Lage Europas.

Im österreichisch-tschechischen Grenzgebiet gibt es viel zu entdecken, wie etwa den Blick beim Aussichtspunkt Neunmühlen. Vis-à-vis liegt der Weinberg Šobes, eine der ältesten und besten Weinlagen Europas.

Wer nach so viel Kultur- und Naturabenteuern eine kleine Erfrischung nötig hat, findet auch diese, und zwar im Hardegger Bad, im Badeteich bei Čižov oder in den Frainer Stauseen.

Um das Thayatal radelnd zu erleben, braucht es lediglich ein Mountain- oder Trekkingbike, je nach Route mindestens zwei bis sechs Stunden Zeit und den Reisepass mit im Gepäck. Also, lasst uns in die Pedale treten!

Hier gibt es alle Radtouren im Überblick:

Radtour entlang des ehemaligen Eisernen Vorhanges – „Thayatal-Radweg“
Länge: 40 km
Fahrzeit: ca. 6 Stunden
Die abwechslungsreiche Tour bietet zahlreiche Sehenswürdigkeiten entlang der Route: Heiliger Stein in Mitterretzbach, Hängebrücke und Weinberg Šobes bei Neunmühlen, tolle Ausblicke von der Ruine Neuhäusl, ein erfrischendes Bad im Teich vor Čížov sowie der Eiserne Vorhang und das Besucherzentrum, Ausblick von der Hardegger Warte und das bezaubernde Flair von Hardegg, der kleinsten Stadt Österreichs. Start und Ziel der Tour ist idealerweise das Nationalparkzentrum.

„Besucherzentrum-Tour“
Länge: 13 km
Fahrzeit: ca. 2 Stunde
Die „Besucherzentrum-Tour“ verläuft vom Nationalparkhaus nach Hardegg, über die Thayabrücke in den tschechischen Nationalpark bis nach Čižov, wo Reste des Eisernen Vorhangs besichtigt werden können. Vor Ort gibt es außerdem ein Besucherzentrum und ein Gasthaus. Bei der Rückkehr unbedingt einen Abstecher zur Hardegger Warte einplanen, um den Blick auf Hardegg zu genießen.

„Frainer Stausee-Tour“
Länge: 32 km
Fahrzeit: ca. 5 Stunden
Die „Frainer Stausee-Tour“ verläuft zunächst gleich wie die „Besucherzentrum-Tour“. Von Čižov führt die Route über Lesna vorbei am Stausee Vranov sowie dem Schloss Vranov und über Podmyče geht es wieder zurück nach Österreich.

Tipp:
Der Nationalpark Thayatal bietet die 40 km lange Tour entlang des ehemaligen Eisernen Vorhangs auch als geführte Radtour an.

News von den Nachbarn

Wir linsen heute „über die Thaya“ drüber, zu unseren Nachbarn in den Národní park Podyjí. Dort gibt es nämlich ein neues Highlight, das wir Euch keinesfalls vorenthalten wollen. Außerdem hat der Národní Park auch was Spannendes in petto für technikaffine Naturfreunde. Aber der Reihe nach.

Von Hnánice aus, knapp nach dem Grenzübergang bei Mitterretzbach, erreicht man seit einigen Wochen einen neuen Aussichtspunkt namens Neun Mühlen (Devět Mlýnů). Die Mühlen selber bestehen zwar längst nicht mehr, aber der neue Blick auf die Mäander der Thaya und den markanten Weinberg Šobes machen den Aussichtspunkt zu einem Muss für alle Thayatal-Liebhaber. Der tschechische Bundesumweltminister Richard Brabec ließ es sich nicht nehmen, bei der Eröffnung am 9. September selber dabei zu sein.

Der neue Aussichtspunkt bietet einen fantastischen Blick auf die Mäander der Thaya und den Weinberg Šobes.

Der neue Aussichtspunkt bietet einen fantastischen Blick auf die Mäander der Thaya und den Weinberg Šobes.

Der Weg dorthin – ausgehend vom Hotel Vinice in Hnánice – ist zwar in tschechischer Sprache angeschrieben, aber wer den Hinweisschildern Richtung „Devět Mlýnů – Vyhlídka“ folgt, wird fündig.

Hier geht's lang:

Hier geht’s lang!

Eigentlich kann’s ja nicht schaden, wenn Smartphone und Co. beim Wanderausflug mal Pause haben, andererseits haben die kleinen Geräte – sinnvoll eingesetzt – auch ihre Vorteile. So zum Beispiel im Fall des neuen elektronischen Wanderführers des NP Podyjí. Wem große Auffalt-Wanderkarten zu sperrig sind und wer obendrein eine Fülle an Informationen auf kleinem Raum mit dabei haben möchte, für den ist dieser Wanderführer wie geschaffen.

Was bietet er alles? – Neben der Möglichkeit eine Offline Karte downzuloaden, können Online-Karten mit verschiedenen Karten-Layern direkt vom Server der Nationalparkverwaltung Podyjí verwendet werden. Mehr als 150 Attraktionen und Sehenswürdigkeiten wie Pflanzen, Tiere oder historische Denkmäler sind im Wanderführer verzeichnet. U. a. lassen sich Suchfilter auf die Sehenswürdigkeiten anwenden oder Karten-Layer von anderen Servern nutzen. Außerdem werden die Inhalte laufend aktualisiert und stehen – für einen grenzüberschreitenden Nationalpark nur logisch – in drei Sprachversionen zur Verfügung.

Neugierig geworden? – Hier geht’s zum kostenlosen Download, geeigent für Smartphones und Tablets mit Android Betriebssystem.

Der neue elektronische Wanderführer des NP Podyjí lässt sich auf Smartphones und Tablets mit Android Betriebssystem verwenden.

Der neue elektronische Wanderführer des NP Podyjí lässt sich auf Smartphones und Tablets mit Android Betriebssystem verwenden.

Wer diese und weitere News aus unserem Nachbar-Nationalpark erfahren möchte, sollte am besten den Newsletter des NP Podyjí abonnieren. Keine Bange vor der Sprachbarriere, der Newsletter ist zwar in tschechischer Sprache, aber mithilfe von Übersetzertools (Tipp: Google Chrome) lassen sich die Infos – wenn auch nicht immer grammatikalisch einwandfrei – gut herausfiltern.

„Der Newsletter des Národní park Podyjí ist auch für uns eine tolle Möglichkeit, Neuigkeiten aus unserem Nachbar-Nationalpark zu erfahren. Wir treffen uns zwar regelmäßig und tauschen uns aus, aber manchmal bleiben Themen unerwähnt. So erhalten wir einen regelmäßigen Überblick über aktuelle Infos auf tschechischer Seite“, erklärt Nationalparkmitarbeiter Christian Übl, der den Newsletter in seiner täglichen Arbeit nützt.

Wie ihr Euch für den Newsletter anmelden könnt? – Hier eine kleine step by step Anleitung:
* Auf die Webseite des NP Podyjí gehen: http://www.nppodyji.cz/
* Rechts oben die Spracheinstellung auf „Deutsch“ ändern.
* Ans untere Ende der Seite scrollen und auf „Abonnieren“ klicken. (Unter „Archiv“ finden sich vergangene Newsletter)
* Ein neues Fenster, in Tschechisch, geht auf: Die Email Adresse eingeben, unter „Jméno“ den Vornamen, unter „Příjmení“ den Nachnamen und bei „Oslovení“ kann noch ein möglicher Titel eingetragen werden.
* Und nun einfach den untersten Button bestätigen.
Ihr bekommt dann eine Benachrichtigung an eure Adresse geschickt. Nun müsst Ihr noch einen Link bestätigen, damit sichergestellt werden kann, dass Ihr den Newsletter nicht irrtümlich erhaltet. So liest sich diese Aufforderung übrigens auf Tschechisch:
„Klikněte zde pro potvrzení Vašeho přihlášení do naší databáze.“

Und weil wir gerade dabei sind, hier geht’s zum Newsletter des NP Thayatal.

So seid Ihr immer bestens informiert, und zwar grenzüberschreitend!