Aktiv durch den Winter

Einige hauen sich aufs Ohr, andere frieren ein, um die kalte Jahreszeit zu überstehen. Aber was ist mit jenen wackeren Wildtieren, die auch im Winter aktiv sind?

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Warum sich Wühlmäuse unter der Schneedecke am wohlsten fühlen, wie der Biber seinen Kühlschrank immer gut gefüllt hält und warum der Fischotter im Winter richtig Spaß hat, das verrät Euch der NP Thayatal Blog!

Und wie kommt ihr am besten durch den Winter?

CSI Biber

Der Biber ist mittlerweile im Nationalpark Thayatal zu finden. Wie er sich dorthin vorgearbeitet hat, könnt ihr hier nachlesen.

Der Biber ist mittlerweile auch im Nationalpark Thayatal beheimatet. Wie er sich dorthin vorgearbeitet hat, lässt sich im NP Thayatal Blog nachlesen.

Die ersten Spuren im Nationalpark Thayatal ließen sich 2011 nachweisen. Wo? – Im Bereich des Umlaufbergs, bei der Kajabachmündung in die Thaya. Etwas später dann auch bei der Einsiedlerwiese. Der Biber (Castor fiber) hat sich vorgearbeitet!
Vor allem im Spätwinter 2013 deuten zahlreiche Nagespuren bei der Großen Umlaufweise auf seine Anwesenheit hin.
Der ultimative Beweis folgte noch im selben Jahr, genauer gesagt am 26. April. Barbara Hauser, die Wirtin des Gasthofs Hammerschmiede konnte via Handyfoto einen der großen Nager an der Fugnitz in Hardegg festhalten.
Die ganze Geschichte, wie es die Biber von Tschechien ins österreichische Thayatal geschafft haben,  könnt ihr hier nachlesen!

Das wundersame Leben der Tiere im Winter

Stimmt, einige hauen sich faul aufs Ohr, andere frieren ein, um die kalte Zeit möglichst unaufgeregt hinter sich zu bringen. Aber es gibt sie die wackeren Pioniere, die dem Winter trotzen, weil sie gelernt haben, seine eisigen Bedingungen gezielt für ihre Zwecke einzusetzen und mitunter scheinen sie sogar richtig Spaß daran zu haben.

Hier hat einer der winterlichen Pioniere seine Spuren im Schnee hinterlassen. Wer das wohl war? - Der Fischotter!

Hier hat einer der winterlichen Pioniere seine Spuren im Schnee hinterlassen. Wer das wohl war? – Der Fischotter!

Betriebsamkeit unterm Schnee
Aber der Reihe nach. Wenn wir so durch einen winterlich verschneiten Wald spazieren, denken wir wohl kaum daran, dass es unter der Schneedecke wie auf einem viel befahrenen Verkehrsknotenpunkt zugehen kann. Wer dafür verantwortlich ist? – Die Wühlmäuse. Zwar lassen sie sich im Winter hie und da auch oberirdisch blicken, meist legen sie dort aber nur kurze Strecken zurück, um von einem Baueinang zum nächsten zu huschen. Am heimeligsten fühlen sie sich unter der Schneedecke. Diese hat nämlich eine angenehm isolierende Wirkung, weshalb der Boden unter dem Schnee in der Regel nicht friert. Ein Umstand, den sich die Wühlmäuse zunutze machen und mitten im Winter – wenn andere rasten – eifrig ihr Gänge-Netzwerk ausweiten. Sobald der Schnee im Frühjahr abschmilzt, lassen sich die „Narben“ ihrer wühlenden Aktivität leicht ausfindig machen.
Die Schneedecke hat aber noch etwas Gutes – zumindest aus Sicht der Mäuse. Sie bewahrt sie, bei ausreichender Dicke, vor so manchem Feind. Aber eben nur vor so manchen. Einige Räuber sind nämlich so gewieft, dass es ihnen gelingt, die kleinen Nager selbst durch eine beträchtliche Schneehaube ausfindig zu machen. Füchse oder Habichtskäuze nutzen dafür ihr feines Gehör. Also aufgepasst, wer das nächste Frühjahr erleben möchte!

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Fischotter wissen sich den Winter auch mit Spaß zu vertreiben.

Lust auf eine Rutschpartie?
Vor dem Fischotter müssen sich die kleinen Nager nicht in Acht nehmen, obwohl er ein Räuber ist. Aber der Fischotter hat es – nomen est omen – auf anderes Futter abgesehen. Um an selbiges zu gelangen, nutzt er – für den Gang ins Wasser – in der Regel immer die gleichen Eingänge. Doch was tun, wenn sein Gewässer im Winter zufriert? Ganz einfach, die räuberischen Marder brechen ein Loch ins Eis, durch das sie abtauchen und auch wieder Luft schnappen, falls keine andere Stelle offen ist.
An Land wissen sie sich ebenfalls ihre Zeit zu vertreiben und das nimmt sehr oft auch spielerische Auswüchse an. Man ist ja immer vorsichtig beim Zuweisen von menschlichen Verhaltensweisen. So wird ein spielerisches Verhalten bei Jungtieren meist als Vorbereitung auf den harten „Kampf ums Dasein“ gesehen, es geht darum Jagdtechniken beim Herumtollen einzuüben. Was aber, wenn auch die Erwachsenen herumtollen? Machen sie dann einen „Auffrischungskurs“? Wer Fischotter dabei beobachtet, wie sie einen vereisten Hang oder eine Schneerutsche nach unten flitzen und kaum angekommen schon wieder nach oben hasten, um eine zweite, dritte, vierte Runde in Angriff zu nehmen, der kommt nicht umhin, eine gewisse Spiellust ausfindig zu machen. Und bei vielen Tieren gibt es diese tatsächlich, nicht jede Handlung ist konsequent ziel- und zweckgewidmet. Manchmal kann man auch einfach Spaß haben! – Wobei die Fischotter ihre Schneerutschen im Winter gerne auch als Schnellverbindungen zur Fortbewegung nutzen. Spaß und Nutzen lassen sich auf diese Weise ideal kombinieren. Eine clevere Strategie.

Für die Fischotter sind die Schneerutschen im Winter Schnellverbindungen zur Fortbewegung, aber nicht nur das, sie bieten auch jede Menge Spaß und Rutschvergnügen!

Für die Fischotter sind die Schneerutschen im Winter Schnellverbindungen zur Fortbewegung, aber nicht nur das, sie bieten auch jede Menge Spaß und Rutschvergnügen!

Gut gekühlt schmeckt’s am besten
Am schwersten haben es wohl die Vegetarier unter den winterlichen „Aktivsportlern“. Grünzeug ist halt während der kalten Jahreszeit Mangelware. Was also tun? – Der Biber weiß sich zu helfen. Rechtzeitig bevor der Winter anbricht, sorgt er vor. Wie? – Indem er Bäume fällt, bevorzugt Weiden und Pappeln. Das tut er aber nicht x-beliebig, sondern ganz gezielt. Er nagt die Bäume so an, dass sie nicht in Richtung des trockenen Ufers umfallen, sondern ins Wasser plumpsen. Im kalten Nass nämlich bleiben die Blätter wie in einem Kühlschrank lange frisch. Wann immer es den Biber dann im Winter nach einem Blatt-Snack gelüstet, braucht er nur seinen Kühlschrank aufzumachen und loszuschmausen. Erst wenn die Blätter ganz aufgezehrt sind, verlegen sich die Biber auf kargere Rindenkost. Wer reichlich vorsorgt, diniert also auch im Winter vorzüglich.

Biber wissen vorzusorgen, um den kalten Winter mit ausreichend schmackhafter Kost zu überstehen.

Biber wissen vorzusorgen, um den kalten Winter mit ausreichend schmackhafter Kost zu überstehen. Sie schätzen eben ein gutes Festessen – vermutlich auch zu Weihnachten ;-)

Und was lernen wir daraus? Wir Menschen sind nicht die einzigen, die gewitzte Strategien entwickeln, um es uns gut gehen zu lassen und Spaß zu haben. Frohe Festtage!

Bild-Geschichten aus dem Thayatal

Seit dem 22. Mai gibt es sie bereits, die brandneue Fotoausstellung „Bild-Geschichten“. Wo? – Im neuen Kinosaal des Nationalparks Thayatal.
Und welcher herausragende Fotograf hat die Ausstellung bestückt? – Nicht einer, sondern 32! Und nicht alle von ihnen sind Fotografen; auch Besucher, Mitarbeiter, Anwohner, Freunde & Liebhaber des Thayatals haben Beiträge beigesteuert.
Sie haben ihre individuellen, ganz besonderen Thayatal-Momente mit der Kamera eingefangen – als ausgefeilte Foto-Komposition genauso wie als lustigen Schnappschuss – und sie haben vor allem eines, eine gute Geschichte zu erzählen.

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Seit 22. Mai kann die Fotoausstellung “Bild-Gechichten” im Kinosaal des Nationalparkzentrums besucht werden.

Die Geschichts-Palette bietet ein buntes Potpourri aus Kuriosem, Geschichtsträchtigem, Berührendem und Überraschendem.
Irgendwie von allem etwas ist die Fußwaschungs-Episode von Franz Kraus, der sich in der Bürgerinitiative zur Erhaltung des Thayatales lange Zeit vor dem Nationalpark einsetzte. Er hielt eine skurrile Szene mit Maria Rauch-Kallat fest, die am 30. Juli 1993 als frischgebackene Umweltministerin die Stadtgemeinde Hardegg besuchte, um sich ein Bild vom geplanten Nationalpark zu machen. Helmut Salek, ebenfalls Teil der Bürgerinitiative, legte sich besonders ins Zeug für das Tal an der Grenze. Sein „unmoralisches“ Angebot lautete: „Frau Minister, wenn sie sich für die rasche Umsetzung des Nationalparks Thayatal einsetzen, wasche ich ihnen auch noch die Füße!“

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Unvergessen die Fußwaschungs-Episode mit der ehemaligen Umweltministerin Maria Rauch-Kallat.

Unvergesslich sind für Horst Weitschacher, einem Nationalpark Besucher-Betreuer, die Weihnachtsferien 1989. Das war, als sich die „Bürger von drüben“ mit den Hardeggern trafen, erinnert er sich und bannte das, was niemand mehr zu hoffen gewagt hatte, auf Bild: Das Aufeinandertreffen der Bewohner noch vor der offiziellen Grenzöffnung. Wo? – Mitten auf der Thayabrücke. Von beiden Seiten strömten die Menschen zur Brücke und balancierten über die rostigen Eisentraversen hinüber zum Nachbarn.

Noch vor der offiziellen Grenzöffnung

Noch vor der offiziellen Grenzöffnung begegneten sich die Menschen auf der Thayabrücke.

Die Ausstellung hat aber auch viel Tierisches zu bieten, darunter etwa den regelmäßigen Siebenschläfer-Besuch auf der Veranda von Fritz Zahnts Fischerhütte. Seit über 40 Jahren beäugt er die Natur des Thayatals und umgekehrt. Die Siebenschläfer, obwohl eigentlich nachtaktiv, haben sich an Fritz Zahnts Rhythmus angeglichen und schauen zwischen Mai und September gern zum Mittagessen vorbei. Es könnten ja ein paar Brösel für sie abfallen…

Auf der Veranda von Fritz Zahnts Fischerhütte schauen die Siebenschläfer immer wieder gern vorbei.

Auf der Veranda von Fritz Zahnts Fischerhütte schauen die Siebenschläfer immer wieder gern vorbei.

Besuch von einem etwas größeren Zeitgenossen hatte Barbara Hauser, die Wirtin der Hammerschmiede in Hardegg. „Am 20. April 2013 habe ich ihn plötzlich am gegenüberliegenden Fugnitzufer erblickt!“, sagt die Wirtin über ihre erste Bibersichtung. In den kommenden Tagen bangte sie um ihre Bäume, aber der Biber ließ Gnade wallten und zog unverrichteter Dinge weiter.

Die Tierbegegnungen beschränken sich nicht nur auf das Nationalparkgebiet, sondern schwappen auch immer wieder in die umliegenden Ortschaften über, weiß etwa Nationalpark Mitarbeiter Christian Übl: „Im März 2014 verursachten zwei Wildschwein-Frischlinge in Niederfladnitz ein kleines Verkehrschaos. Unerschrocken liefen sie mitten im Zentrum neben fahrenden Autos herum und querten mehrmals die Hauptstraße. Die Bache war nicht in Sicht. Einfangen wollten sich die beiden nicht lassen, statt dessen suchten sie das Weite.“

Zwei Wildschwein-Frischlinge mischten den Verkehr in Niederfladnitz auf.

Zwei Wildschwein-Frischlinge mischten den Verkehr in Niederfladnitz auf.

Und was gibt es Schöneres als eine Liebeserklärung ans Thayatal? – Martin Kainz ist nicht nur seit vielen Jahren im Forstdienst des Bundeslandes Wien tätig, sondern auch unheilbar vom Thayatal-Virus befallen. Das stellte er spätestens zu seinem 50. Geburtstag fest. Für diesen hatte er schon einiges auf der Wunschliste stehen: eine einsame Insel, eine Ballonfahrt oder doch die Cheops-Pyramide? Wo sollte er diesen speziellen Tag starten? – Schließlich war es ihm sonnenklar: „Irgendwo, wo man schon OFT im Leben war, – wiederholbar und trotzdem einzigartig! Und so kam es, dass ich am 19. Juni 2011 um 5 Uhr früh auf dem Überstieg im Nationalpark Thayatal saß…“

Martin Kainz überlegte lange, wo er den Morgen seines 50. Geburtstages verbringen sollte.

Martin Kainz überlegte lange, wo er den Morgen seines 50. Geburtstages verbringen sollte. Schließlich war es ihm sonnenklar: Am Umlaufberg!

Solche Geschichten und noch viele mehr – bis dato 35 – lassen sich im Thayatal-Nationalparkhaus nacherleben. Und das Beste: Die Ausstellung ist noch nicht vollständig, denn Deine Geschichte fehlt noch! Wir suchen weiterhin nach spannenden, berührenden, lustigen, skurrilen Geschichten rund ums Thayatal und freuen uns auf Zusendungen.

Kontakt:
Christian Übl
Email: Christian.Uebl@np-thayatal.at
Telefon: +43(0)2949/7005-40

Eine detektivische Spurensuche

Eigentlich sollte es ihn ja gar nicht mehr geben. 1869 wurde hierzulande der letzte Europäische Biber erlegt. Vor allem auf das Fleisch hatte man es ehemals abgesehen genauso wie auf das Bibergeil, ein fetthaltiges Sekret des Bibers, dem heilende und aphrodisierende Wirkung zugesprochen wurde.
Rund 100 Jahre danach, in den späten 1970er und frühen 1980er Jahren feierte er mithilfe von Wiederansiedlungen in Österreich ein Comeback. Heute ist er auch im NP Thayatal auf dem Vormarsch. Indizien legen eine Spur von Tschechien nach Österreich. Aber der Reihe nach.

Hier lassen sich die Stationen der ersten Bibersichtungen von Tschechien ausgehend in Richtung Österreich nachverfolgen.

Hier lassen sich die Stationen der ersten Bibersichtungen von Tschechien ausgehend in Richtung Österreich nachverfolgen.

Erstmals ist ein Biber 1995 östlich von Znojmo (Znaim) gesichtet worden. Doch das Stadtgebiet und die Talsperre verhinderten das Einwandern in den grenzüberschreitenden Nationalpark. Durch den zwölf Meter hohen Damm wird hier das Wasser der Thaya zu einem Stausee aufgestaut und dient als Trinkwasserreservoir für die Stadt.
Schließlich gelang es dem Nager doch diese Hürde zu überwinden. Ein Stückchen weiter flussaufwärts, in der idyllischen Umgebung des Weinberges Šobes, der Teil des tschechischen Nachbar-Nationalparks Podyjí ist, hielt er sich ab 2008 längere Zeit auf. Von hier aus rückten die Biber immer weiter in den grenzübergreifenden Nationalpark vor. Ihre “Marschroute” war klar: In Richtung Westen!

Im Národní park Podyjí ging der Biber 2011 dann auch erstmals in die Falle, genauer gesagt in die Fotofalle.

Im Juni 2011 ging ein Biber im Národní park Podyjí, dem tschechischen Nachbar-Nationalpark, erstmals in die Fotofalle!

Im Juni 2011 wurde ein Biber im Národní park Podyjí, dem tschechischen Nachbar-Nationalpark, erstmals von einer Fotofalle ertappt!

2011 ließen sich die ersten Spuren schließlich auch im Nationalpark Thayatal nachweisen, im Bereich des Umlaufberges, bei der Kajabachmündung in die Thaya und etwas später bei der Einsiedlerwiese. Zahlreiche Nagespuren waren im Spätwinter 2013 im oberen Teil der Großen Umlaufwiese zu entdecken.

2013 ließen sich auch im Nationalpark Thayatal Biberspuren feststellen. Er hat sich "vorgenagt" ;)

2013 ließen sich zahlreiche Biberspuren auf der Großen Umlaufwiese feststellen. Er hat sich sozusagen “vorgenagt”.

Am 26. April 2013 folgte der ultimative Beweis an der Fugnitz in Hardegg. Ein Biber wurde erstmals auf frischer Tat ertappt und von Barbara Hauser, der Wirtin des Gasthofs Hammerschmiede, via Handyfoto festgehalten.

    Das Handy-Beweisfoto! Zugegebenermaßen ein wenig unscharf, aber eindeutig ein Biber, der hier an der Fugnitz in Hardegg unterwegs ist.

Das Handy-Beweisfoto! Zugegebenermaßen ein wenig unscharf, aber eindeutig ein Biber, der hier an der Fugnitz in Hardegg unterwegs ist.

„Es kann gut sein, dass sich der Biber an der strukturreichen Fugnitz weiter ausbreitet. Überhaupt findet er im Nationalpark Thayatal einen idealen Lebensraum vor“, meint dazu NP Thayatal Mitarbeiter Christian Übl und fügt hinzu: „Wir werden die Entwicklung des Biber-Bestandes im Nationalpark in jedem Fall weiter aufmerksam verfolgen.“

Wer selbst eine Folge „Biber CSI“ drehen möchte, kann sich jederzeit entlang der Nationalparkwege auf die Fährte der großen Nager begeben. Sowohl die Ufer der Thaya als auch die Mündung des Kajabaches eignen sich bestens dafür, um nach den charakteristischen Fraßspuren und Trittsiegeln Ausschau zu halten.
Die Indizien? – Spitze mit Krallen bestückte Zehen. Auf weichem Untergrund lassen sich auch die Schwimmhäute gut ausmachen. Vorderpfoten (bis zu 7 cm lang und etwa 4,5 cm breit) und Hinterpfoten (bis zu 17 cm lang und etwa 10 cm breit) unterscheiden sich deutlich in der Größe.
Und apropos Fraßspuren: Die charakteristisch angenagten Bäume treten erst mit Beginn der Winterszeit häufiger auf. In erster Linie fressen Biber nämlich gern frisches Grün, saftige Triebe und Blätter. Solange es genug krautige Pflanzen in ihrer Reichweite gibt, besteht also kein Bedarf Bäume umzunagen, um an die hochgelegenen Knospen und Blätter zu gelangen. Erst in der kalten Jahreszeit legt der Biber mehr Bäume um und schwenkt – mangels frischen Grüns – auf Rinde um, die nun seine Hauptnahrungsquelle bildet.

    Erst in der kalten Jahreszeit, wenn es an frischem Grün mangelt, nagt der Biber mehr Bäume um. Die Rinde von vor allem Pappeln oder Weiden bildet dann seine Hauptnahrungsquelle.

Erst in der kalten Jahreszeit, wenn es an frischem Grün mangelt, nagt der Biber mehr Bäume um. Die Rinde der Bäume bildet dann seine Hauptnahrungsquelle.