Indian Summer im Thayatal

Gegen Mitte, Ende Oktober erstrahlt das Thayatal in bunter Blätterpracht. Der Indian Summer hält wieder Einzug!
Aber eigentlich ist der Begriff „Indian Summer“ ja nur geliehen, wenn wir genau sein wollen. Denn ursprünglich ist er woanders angesiedelt, in den ausgedehnten Laub- und Mischwäldern der USA und Kanadas. Im Spätherbst profitiert der nordamerikanischen Kontinent in der Regel von einem stabilen Hochdruckwetter, das für trockene, warme und sonnige Tage sorgt. Unter diesem blauen Himmel strahlen die intensiv rot, gelb und orange verfärbten Laubbäume um die Wette.
Die Hotspots des Indian Summer, die auch von Touristen besonders gerne aufgesucht werden, liegen in Neuengland an der US-Ostküste. Dazu zählen die Bundesstaaten Connecticut, New Hampshire, Maine, Massachusetts, Rhode Island und Vermont.

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So sieht der Indian Summer etwa im US-Bundesstaat Connecticut aus. Ende Oktober wird es hier bunt. Je nach Breitengrad erstreckt sich der amerikanische Indian Summer von Anfang September bis etwa Mitte November. In Gebirgslagen in Alaska und Kanada beginnt das Schauspiel früher, schon im August.

Die außerordentliche Farbenpracht des amerikanischen Indian Summer liegt vor allem an der großen Baumvielfalt. Über 800 Baumarten – der Großteil davon Laubbäume – stehen vergleichsweise wenigen Baumarten in Mitteleuropa gegenüber. In Österreich sind es 65 Arten. Insofern versteht sich der hiesige Indian Summer ein wenig als der „Kleine Bruder“ des amerikanischen Farbspektakels.

Nichtsdestotrotz haben auch die heimischen Laubwälder, wie der Nationalpark Thayatal, einiges an Buntheit im Herbst anzubieten. Und wie lässt sich diese Pracht wohl am besten erleben? – Natürlich wandernd!
Wer auf eigene Faust loslegen möchte, dem sei etwa der Hennerweg ans Herz gelegt. Der 1,8 Kilometer lange Rundweg startet beim Nationalparkzentrum, ist ideal für Familien, kann sogar mit Kinderwägen befahren werden und bietet dennoch einen eindrucksvollen Einblick in die bunt verfärbten Wälder des Thayatals. Alte Eichen, Hainbuchen, Rotbuchen, Linden und sogar Elsbeeren stehen am Weg und ein Aussichtspunkt bietet einen tollen Blick auf Hardegg. Alle Infos zum Hennerwegs finden sich hier.

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Die beste Zeit um den Indian Summer im Thayatal zu erleben, ist von Mitte bis Ende Oktober. Hier zeigen die Thayatal Wälder, dass sie mit dem “Großen Bruder” im Westen durchaus mithalten können.

Das Jahresprogramm ist da …

… mit allem, was das Natur-Herz begehrt!
Heuer stehen einige Veranstaltungen im Zeichen eines großen Jubiläums, 25 Jahre ist es her, dass der Eiserne Vorhang gefallen ist. Das muss gefeiert werden. Natürlich grenzüberschreitend! Deswegen rücken die beiden Nationalparks Thayatal und Podyjí, die seit ihrem Bestehen miteinander kooperieren, dieses Jahr noch ein Stückchen weiter zusammen.
So zum Beispiel beim Brückenfest. Vor einem Vierteljahrhundert war die Thayabrücke noch gesperrt, wenig später gingen die Pforten auf und heuer im Mai wird die Brücke in Hardegg zum Ort der Begegnung mit Picknick, Musik und Rundumprogramm. Die Zeiten ändern sich eben.

Heuer wird die Thayatalbrücke zu einem Ort der Begegnung, beim Brückenfest am Samstag, 17 Mai ab 15:00 Uhr!

Heuer wird die Thayatalbrücke zu einem Ort der Begegnung, beim Brückenfest am Samstag, dem 17. Mai ab 15:00 Uhr!

Aber es gibt noch mehr Veranstaltungen, die unter das große Jahresthema „25 Jahre – Natur ohne Grenzen“ fallen. Ebenfalls im Mai kann man dem Fluss lauschen: Unter dem Motto „Was der Fluss erzählt…“ gehen tschechische und österreichische Familien gemeinsam auf Suche nach Edelkrebs, Fischotter sowie anderen Flussbewohnern und erlernen ganz nebenbei  ein paar Wörter der fremden Sprache.
Ein paar Tage darauf treten wir in die Pedale für eine dreitägige Fahrradtour („Mit dem Fahrrad am Grünen Band“), die uns entlang der Greenways-Radroute zwischen Waldviertel, Weinviertel und Tschechien führt.
Im September begeben wir uns auf Spurensuche entlang des ehemaligen Verlaufs des Eisernen Vorhangs („Junges Leben am Eisernen Vorhang“) und beschließen das Jubiläumsjahr mit einer Silvesterwanderung nach Tschechien.

Was gibt es außerdem noch alles?
Viele Programme sind speziell auf Kinder und Familien zusgeschnitten. Junge Nationalpark-Fans können etwa im Mai einen Einblick in „Das geheime Leben in einer verlassenen Ruine“ bekommen. Wo tummeln sich Fledermäuse und Höhlenspinnen, wo haben Steinmarder und Turmfalke ihre Spuren hinterlassen?
Im Juli startet wieder unser beliebtes Junior Ranger Camp für junge Entdecker ab 13. Für etwas jüngere Entdecker eignet sich der „Thayatal Grand-Prix“ im September, hier geht’s – gemütlich – im Leiterwagerl auf Entdeckungstour. Und im November, wenn sich langsam die Nebel über den Nationalpark senken, ist’s Zeit für ein paar schaurig schöne Sagengeschichten („Sagen im Nebel“).

Auch die Tier-Freunde kommen auf ihre Kosten. Wer mehr über Schlangen erfahren und die interessantesten Reptilienbeobachtungsplätze im Nationalpark entdecken möchte, ist bei der Veranstaltung „Schlangen hautnah erleben“ im Juni genau richtig. Im Juli könnt Ihr dann dem „Schwarzstorch im Morgengrauen“ beim Fischen über die Schulter schauen. Im September nimmt Euch der Nationalparkförster mit in den Wald zu den „Wildschweinen am Umlaufberg“ und gibt Einblicke in ihre Lebensweise. Mit etwas Glück zeigen sich die Waldbewohner sogar. Und unter dem Motto „Im Reich der Wildkatze“ feiern wir den Internationalen Tag der Katze, am 8. August. Nach der Fütterung der beiden Wildkatzen könnt Ihr unseren Wildkatzenforscher auf seinem Kontrollgang begleiten, erfahren, wie der Nationalpark den Wildkatzen auf die Schliche kam und das entscheidende Lockmittel, den Baldriantee, selbst verkosten.

Am Internationalen Tag der Katze, dem 8. August, tauchen wir ein ins "Reich der Wildkatze".

Am Internationalen Tag der Katze, dem 8. August, tauchen wir ein ins “Reich der Wildkatze”.

Schließlich sorgen wir auch für den nötigen Schuss Abenteuer. Wer sich immer schon gefragt hat, was Geocaching eigentlich ist und wie es funktioniert sollte sich „Geocaching für Anfänger“ im Oktober nicht entgehen lassen. Und extra für Männer haben wir „Eine Nacht in der Wildnis“ im Programm. Mutige Männer von 11 bis 99 bekommen von einem Nationalpark Ranger praktische Tipps zum Campieren im Freien, die sie gleich selbst ausprobieren können.

Und zu guter Letzt darf natürlich der Genuss nicht fehlen, mit Sommerkino, Frühstück im Grünen, Sternenbeobachtungen über dem Thayatal und dem großen Kräuterfest im August.

Wer den Sternen ganz nahe kommen möchte, sollte sich Samstag, dem 23. August (ab 22:00 Uhr) notieren. Mit einem großen Teleskop könnt ihr "Die Sterne über dem Thayatal" beobachten.

Wer den Sternen ganz nahe kommen möchte, sollte sich Samstag, den 23. August (ab 22:00 Uhr) notieren. Mit einem großen Teleskop könnt ihr “Die Sterne über dem Thayatal” beobachten.

Das alles und noch viel mehr gibt’s 2014 in Österreichs grenzüberschreitenden Nationalpark zu erleben, entdecken, erfahren und erspüren. Schaut Euch den neuen Programmfolder an und schaut bei uns vorbei.
Wir freuen uns auf Euch!
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