Natur rund um die Burg

Ganze 800 Jahre ist sie bereits alt, die Burgruine Kaja, die östlich von Merkersdorf im Nationalpark Thayatal liegt. Und gewissermaßen ist sie selbst schon ein Stück Nationalpark, denn in ihr und um sie herum gibt es einiges an Natur zu entdecken.

Die Safari beginnt bereits im Burghof, wo eine mächtige viele Jahrhunderte alte Linde wächst. Im Frühsommer zur Blütezeit verströmt sie einen süßen Duft und über den ganzen Sommer – so er auch heuer noch mal vorbeischauen möge ;-) – spendet sie angenehm kühlenden Schatten.

Im Burghof der Burgruine Kaja steht die alte Linde. Ein ideales Plätzchen für eine kühle Rast im Sommer.

Im Burghof der Burgruine Kaja steht die alte Linde. Ein ideales Plätzchen für eine kühle Rast im Sommer.

Geologisch spannend wird es dann, sobald man den Hauptturm der Burg ein wenig genauer in Augenschein nimmt. Die Ecksteine des Turmes bestehen aus Sandstein, der allerdings das eine oder andere ehemalige Meereslebewesen beheimatet. Muschelschalen und andere Meerestiere sind auf diese Weise in der Kaja-Ruine verewigt und gewähren einen kleinen Einblick in eine längst vergangene Zeit.

    In den Ecksteinen des Hauptturms der Burgruine Kaja lassen sich bei genauerem Hinsehen fossile Meereslebewesen entdecken.

In den Ecksteinen des Hauptturms der Burgruine Kaja lassen sich bei genauerem Hinsehen fossile Meereslebewesen entdecken.

Aber es gibt auch viele noch lebendige Burgbewohner, im Sommer handelt es sich dabei vor allem um Kleine Hufeisennasen. Die Weibchen dieser Fledermausart nutzen die alten Gemäuer der Ruine mit Vorliebe zur Aufzucht ihres Nachwuches. In sogenannten Wochenstuben finden sich die Fledermaus-Mamas zusammen und versorgen hier zwischen Mai und August die nächste Fledermaus-Generation.

Die Burgruine selbst dient als Ausgangspunkt für Wanderungen durch das Thayatal.
Der Wanderweg Nr. 5, treffenderweise als Kajaweg bezeichnet, führt als kurzer Rundwanderweg entlang einer ein Kilometer langen Strecke. Rund 20 Minuten sollte man für den Weg zumindest einplanen, im Idealfall lieber etwas mehr Zeit nehmen. Denn nur wer aufmerksam beobachtet, stößt möglicherweise auf die prominenten Bewohner des Kajabaches. Eine der wenigen noch intakten Edelkrebs-Populationen unseres Landes hat hier nämlich seine Heimat. Also genau hinsehen!
Alle Infos zu diesem Weg und weiterführenden Wanderwegen von der Burgruine ausgehend, gibt es hier.

Alle Wanderwege des Nationalpark Thayatals sind gut ausgeschildert. Der Kajaweg, Nr. 5., ist ein kurzer Rundwanderweg. Dennoch gibt's viel zu entdecken, und das zu jeder Jahreszeit!

Alle Wanderwege des Nationalpark Thayatals sind gut ausgeschildert. Der Kajaweg, Nr. 5., ist ein kurzer Rundwanderweg. Dennoch gibt’s viel zu entdecken, und das zu jeder Jahreszeit!

Und natürlich lässt sich die Burgruine auch selbst besuchen und dabei vielleicht die eine oder andere Fledermaus sichten. Von 1. Mai bis 27. Oktober ist die Burg an Samstagen, Sonn- und Feiertagen von 10:00 bis 17:00 geöffnet. Führungen sind gegen telefonische Voranmeldung jederzeit möglich. Einfach bei der Stadtgemeinde Hardegg unter 02948/8450 nachfragen.
Also, auf zu Naturentdeckungen in der Burg und um die Burg!

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