Nachhaltig und ertragreich – geht das?

„Am Anfang sind wir belächelt worden“, erinnert sich Nationalpark Förster Wolfgang Riener, „aber mittlerweile kommen Studenten und Forstleute zu uns.“
Wie etwa der Maschinenring Manhartsberg und weitere Wald- und Naturinteressierte, die sich zum Waldinfotag des NP Thayatal am 18. Oktober beim Nationalparkzentrum eingefunden haben.

Forstleute wollen mehr über die Waldverjüngung im Nationalpark Thayatal wissen

Forstleute wollen mehr über die Waldverjüngung im Nationalpark Thayatal wissen

Vor 15 Jahren haben die Mitarbeiter des Nationalparks Thayatal damit begonnen jene Gebiete des Nationalparks, die ehemals als Wirtschaftsflächen genutzt wurden, wieder in den Wald rückzuführen, der hier natürlicherweise vorkommt.
Fichten und Douglasien, Arten, von denen man sich ehemals gute Erträge versprach, die aber an das relativ trockene Klima hier nicht angepasst sind, wurden sukzessive über die Jahre entfernt. Und Stück für Stück arbeitete sich an diesen Stellen, ganz von selbst wieder jener Laubmischwald zurück, der hier sein angestammtes Plätzchen hat: Verschiedene Buchen und Eichen, gemischt mit Rotföhren, Tannen, Eiben und Wacholder.

In so manchen Waldabschnitten, die mittlerweile renaturiert wurden, kommt niemand mehr darauf, dass hier vor gar nicht mal so langer Zeit Fichten dominierten.

Zahlreiche Interessierte waren mit dabei beim Waldinfotag des NP Thayatal am 18. Oktober.

Zahlreiche Interessierte waren mit dabei beim Waldinfotag des NP Thayatal am 18. Oktober.

Statt versauertem Boden und fehlendem Unterwuchs, findet sich im Laubmischwald nun wieder eine Kraut- und Strauchschicht. Mehr Sträucher bedeuten auch, dass sich Wildschäden weniger stark auswirken, weil der Wald mehr Nahrung anzubieten hat. Auch gegenüber klimatischen Extremen und damit einhergehendem Befall durch Borkenkäfer etwa ist der natürlich gewachsene Wald dem aufgeforsteten überlegen.

Lange Zeit war die Forstwirtschaft auf der Suche nach einem „Wunderholz“.
„Aber“, so Wolfgang Riener, „mit einer standortgerechten Hainbuche könnte derselbe Erfolg und Nutzen erwirtschaftet werden wie mit einer Robinie.“ Und die Hainbuche wird im Gegensatz zur nordamerikanischen Robinie bei uns auch nicht zur Plage.

Nachhaltige Waldbewirtschaftung made by NP Thayatal :) Wir finden, dass sollte Verbreitung finden, was meint ihr?

Der Nationalpark Thayatal Wald.

Der Nationalpark Thayatal Wald.

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