Im Wandel der Zeit

Wir werfen heute einen Blick zurück, in die unmittelbare, die länger zurückreichende und eine fast schon nicht mehr greifbare Vergangenheit. Von letzterer ist glücklicherweise nicht mehr viel zu sehen, von der Zeit des Eisernen Vorhangs. Sich zu erinnern macht aber dennoch Sinn, denn es hilft dabei die Vergangenheit nicht „versehentlich“ zu wiederholen.
Und am besten lässt sich das Erinnern mit der Hilfe von Bildern bewerkstelligen. Sie können besser als alle Worte ein Gefühl, eine Stimmung wiedergeben. Dazu vergleichen wir heute drei Standpunkte, die von der Zeit der Trennung geprägt wurden.

Eine Hängebrücke im Národní park Podyjí kann heute problemlos überquert werden, vor 1989 war das undenkbar. Ein Wachturm thronte „allsehend“über dem Fluss, Stacheldraht versperrte den Weg sowohl entlang der Brücke als auch im Fluss.

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Links sieht man die Hängebrücke zu Zeiten des Eisernen Vorhangs, eine unüberwindliche Barriere. Rechts eine Aufnahme, die heuer bei einer Exkursion im NP Podyjí entstand. Die Barrieren sind verschwunden und die Vegetation ist zurückgekehrt.

Während sich heute das Gebiet üppig bewachsen zeigt, sieht man auf einer Aufnahme, die knapp nach dem Fall des Vorhangs im Jahr 1991 entstanden ist noch deutlich die vegetationslose Schneise, durch die sich der Stacheldraht zog.

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Kurz nach dem Fall des Eisernen Vorhangs erinnert nicht mehr viel an die Jahre der Trennung, aber der vegetationslose Streifen am Gegenufer ist noch gut zu erkennen.

Ebenso klar zeigt sich der Verlauf des ehemaligen Todesstreifens an einer anderen Stelle im NP Podyjí. Jahre später sind die alten Narben kaum mehr wiederzuerkennen.

Auf dem linken Bild - kurz nach dem Fall des Vorhangs - sind die Narben in der Landschaft noch deutlich erkennbar. Auf dem Bild rechts, dagegen, lässt die Vegetation kaum noch darauf schließen, was sich hier vor einigen Jahrezhenten abgespielt hat.

Auf dem linken Bild – kurz nach dem Fall des Vorhangs – sind die Narben in der Landschaft noch deutlich erkennbar. Auf dem Bild rechts dagegen lässt die Vegetation kaum noch darauf schließen, was sich hier vor einigen Jahrzehnten abgespielt hat.

Die Landschaft kann sich mit genügend Zeit wieder rehabilitieren. Bauten, die niedergerissen wurden, können dagegen nicht mehr so leicht aufstehen. „Die Neun Mühlen waren früher eine Besonderheit. Auch aus der Retzer Gegend, wo es im Sommer zu wenig Wasser gab, um Mühlen zu betreiben, sind die Bauern nach Südmähren gefahren, um ihr Getreide zu mahlen“, erzählt Nationalpark-Mitarbeiter Christian Übl.
Im Rahmen von Exkursionen können die Mühlen heute noch besucht werden bzw. der Ort, wo sie einst standen. Sämtliche Mühlen bis auf die Gruber-Mühle, die in den 1950er Jahren von der Grenzwache genutzt wurde, sind heute verschwunden. Die Gebäude wurden komplett abgerissen. Und auch von der Gruber-Mühle ist nur mehr verfallendes Mauerwerk übrig geblieben.

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Links ein historisches Bild der “Neun Mühlen”, die unterste der Mühlen ist die Gruber-Mühle. Rechts der heutige Zustand der Gruber-Mühle, übrig ist nur mehr zerfallendes Mauerwerk.

Rücksichtslos gezogene Grenzen schaffen nur Leid. Das ist es wohl, was es aus diesem dunklen Kapitel der Menschheitsgeschichte zu lernen gilt. Wir erinnern uns, um die Fehler der Vergangenheit in der Zukunft nicht zu wiederholen und freuen uns darüber, dass heute die Natur wieder die Überhand gewonnen hat und die Menschen an der Grenze aufeinander zugehen.

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