Garantiert gehirnerschütterungsfrei!


VIDEO: Schwarzstorch beim “Hämmern”

… So sieht das aus, wenn ein Specht richtig loslegt. Dabei fragt man sich doch, wie halten diese doch relativ fragil anmutenden Wesen dieses exzessive “Headbangen” aus?!
Bis zu 12.000 mal pro Tag und mit bis zu 20 Schlägen pro Sekunde hacken Spechte unermüdlich auf Bäume ein. Das kommt einer Dauer-Frontalkollision mit 25 km/h gleich.

Aber wie schaffen die Spechte es dabei einen “klaren Kopf” zu behalten?
Nun zunächst treffen die Schläge das Gehirn nicht direkt, denn es liegt nicht gleich hinter dem Schnabel, sondern etwas versetzt, weiter oben. Außerdem ist das Gehirn nur von sehr wenig Gehirnflüssigkeit umspült, wodurch es relativ starr im Schädel sitzt, was einer Dauer-Gehirnerschütterung vorbeugt. Beim Menschen – zum Vergleich – hat das Gehirn wesentlich mehr Spielraum und prallt – bei einem unsanften Zusammenstoß – von innen gegen die Schädeldecke. So kommt es zur Gehirnerschütterung, die bei Spechten praktischerweise ausbleibt.
Außerdem funktioniert ihr Kopf wie ein Kompakt-Stoßdämpfer. Den Schnabel und den Schädel umgeben sehr kräftige Muskeln, die ein Specht – gewissermaßen in Boxermanier – vor dem Aufprall anspannt. Ein Großteil der Energie wird dadurch absorbiert.
Tja, dann weiterhin viel Spaß beim Klopfen! :)

PS: Mehr Info zu den Spechten gibt es auch im Blogeintrag: “Tausche Nahrung gegen Unterkunft”

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