Eine sanftere Brise

Ganz Österreich will bis 2020 34 Prozent des Energiebedarfs aus erneuerbaren Energien gewinnen, Niederösterreich strebt sogar 50 Prozent an. Die Windkraft soll dabei eine tragende Rolle einnehmen. Bis Ende 2013 werden sich in Niederösterreich über 460 Windkraftanlagen drehen, rund 14 Prozent des Strombedarfs zur Verfügung stellen und etwa 440.000 Haushalte versorgen.

Aber den geplanten Windkraftanlagen, wie etwa dem Windpark Nord unweit des Nationalpark Thayatal (siehe dazu Blogbeitrag „Erneuerbare Energien um jeden Preis“), bläst zunehmender Gegenwind ins Gesicht. NÖ Landeshauptmann Erwin Pröll reagierte auf die Bedenken und äußerte sich in einer Presseaussendung vom 2. Mai folgendermaßen: „Windkraftanlagen soll es in Zukunft nur noch in eigens ausgewiesenen Standortzonen geben.” Dafür gilt es ein neues Raumordnungsprogramm zu entwickeln, damit Windräder in Zukunft nicht wahllos durch die Gegend rotieren.

Nationalparkdirektor Robert Brunner freut sich über diese Entwicklungen: „Damit kann eine Nachdenkpause einsetzen. Statt einzig auf die möglichen Einnahmen aus Windkraftanlagen zu schielen, kann jetzt sachlich und ohne Zeitdruck über die Auswirkungen auf die Ökologie diskutiert werden.“ Wichtig wäre es, dass Schutzgebiete wie der Nationalpark Thayatal in diese Raumordnungsambitionen einbezogen werden. Naturschutz darf nicht einfach übergangen werden. Dafür plädiert auch Österreichs Wappenvogel bzw. dessen Nachwuchs. Im Windkraft-Planungsgebiet zwischen Hardegg, Langau und Weitersfeld hat heuer ein Seeadler-Pärchen erfolgreich gebrütet. „Das schließt die Errichtung des Windparks Nord nach Meinung zahlreicher Experten ohnehin aus“, so Brunner.
Zu den Seeadlern demnächst mehr…

Der Blog hält Euch in jedem Fall auf dem Laufenden, wie es in Sachen Windkraft und Nationalpark weitergeht!

Im Moment wachsen noch die Bäume in den Himmel… werden sich in Zukunft Windräder darunter mischen?

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