Den Teufel ausgetrickst

“Es gibt da eine Geschichte über einen interessanten Handel mit dem Teufel”, erzählt NP Thayatal Förster Wolfgang Riener. Bei diesem Handel hat jemand seine Seele – wie in solchen Fällen üblich – an den Teufel verkauft, allerdings unter folgender Bedingung: „Wenn die Buche ihr letztes Blatt verliert, kannst du meine Seele haben.”
Der Teufel hätte sich dabei aber lieber auf einen Deal mit Ahorn oder Esche einlassen sollen. Diese beiden verlieren nämlich bereits nach dem ersten Frost so gut wie alle ihre Blätter.
Bei den Buchen läuft das anders: Rotbuchen, Hainbuchen, aber auch Eichen behalten oftmals einige ihrer Blätter den ganzen Winter hindurch. Meist sind es die jüngeren Bäume, die sich nicht ganz trennen können ;-)
Den einfachen Grund dafür erklärt Wolfgang Riener: “Die Blätter dienen als zusätzlicher Schutz für die sensiblen Knospen, die im nächsten Frühjahr anstelle der welken Blätter austreiben werden.” Die frischen, grünen Blätter treiben aus, wenn die alten zum Teil noch immer am Baum haften. Damit hat der Teufel sicher nicht gerechnet!

3 Gedanken zu “Den Teufel ausgetrickst

  1. Der Teufel scheint im Thayatal öfters sein Glück probiert zu haben. Die Nationalpark-Biologin Claudia Wurth-Waitzbauer kennt eine weitere Variante der Geschichte. In diesem Fall hat sich der Teufel auf einen Deal mit Eichenblättern eingelassen. Natürlich ohne Erfolg für ihn (siehe oberer Blogeintrag), aber mit Wirkung auf die Blätter: “Der Teufel hat voller Wut die Blätter zerfetzt – deswegen sind die Ränder gelappt.” Für alle Erscheinungen in der Natur gibt es also eine plausible Erklärung ;)

  2. Ich selber weiß den Titel dazu leider nicht, aber vielleicht können entweder Claudia Wurth-Waitzbauer oder Wolfgang Riener vom Nationalpark Thayatal dabei weiterhelfen.
    Hier sind ihre Email Adressen:
    claudia.wurth(at)np-thayatal.at
    Wolfgang.Riener(at)np-thayatal.at
    Falls ich es noch ausfindig machen kann, rühr ich mich wieder!

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