Die “Jagd auf die Wildkatze”

NP Mitarbeiter David Freudl auf der Suche nach der scheuen Waldbewohnerin

Die Wildkatzenforschung im Nationalpark Thayatal erlebt heuer einen Neustart. Nachdem im Herbst 2017 unser grenzüberschreitendes INTERREG-Projekt „Connecting Nature AT-CZ“ bewilligt worden ist, werden nun neue Akzente bei der Wildkatzenforschung gesetzt. Eine Vielzahl an Fotofallen sowie Lockstöcken ist sowohl im österreichischen als auch im tschechischen Teil des Nationalparks verteilt, um das Wildkatzenvorkommen genau zu untersuchen. Dabei greifen wir auf unsere eigenen und die Erfahrungen unserer Projektpartner zurück und bringen auch neue Erhebungsmethoden zum Einsatz. An den Lockstöcken wird eine Vielzahl an verschiedenen Duftstoffen ausprobiert und mit Hilfe von Mäuseburgen wird die Wildkatze angefüttert und vor die Fotofallen gelockt. An den Lockstöcken können Haarproben gewonnen werden und erstmalig wird im Nationalpark Thayatal mit einem Wildkatzenspürhund nach Losungsproben geschnüffelt! Der Nationalparkförster Wolfgang Riener hat seinen Border-Collie namens „Cooper“ zum Wildkatzenspürhund ausbilden lassen, der gezielt auf den Duft von Wildkatzenlosung trainiert ist. Anhand des gesammelten Probematerials könnte auch der Kontakt mit anderen Populationen in Europa nachgewiesen werden, da durch genetische Untersuchungen die Verwandtschaft unserer Wildkatzen erhoben wird.  Aktuell sind wir Sichtungen im Umfeld des Nationalparks auf der Spur und möchten uns an dieser Stelle bei jenen Personen bedanken, die uns bei der Wildkatzenforschung unterstützen, indem Sie uns Hinweise zum Wildkatzenvorkommen zukommen lassen. Nicht nur in der Nationalparkregion sondern auch aus der Wachau sowie dem Dunkelsteiner Wald gibt es immer wieder neue Hinweise. Die Vernetzung solcher wertvollen Lebensräume ist das übergeordnete Ziel des Projektes „Connecting Nature AT-CZ“  dem die Wildkatze als Botschafterin dient. Wir sind sehr gespannt darauf zu erkunden, wie es der einst heimischen Wildkatze bei ihrer heimlichen Rückkehr nach Österreich ergeht und wie wir sie dabei unterstützen können.

Wolfgang Riener mit seinem Border-Collie “Cooper”Wildkatzenspürhund "Cooper"

 

Pirsch zum Hirsch

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Im Nationalpark Thayatal einem Rothirsch zu begegnen ist nicht unmöglich, aber dennoch schwierig. Warum? Nationalpark-Förster Wolfgang Riener erklärt uns den Grund: „Die Rothirsche ziehen bei uns herum, leben aber nicht dauerhaft auf dem Gebiet des Nationalparks, einfach weil es dafür zu klein ist.“
Wenn ihr herausfinden wollt, wie es kommt, dass die ehemaligen Bewohner von Steppenlandschaften nun im Wald leben, warum es zu Verbiss kommt, wann dieser erwünscht ist und wann nicht – aus unserer Perspektive freilich – und in welchen Wäldern sich Rothirsche besonders wohl fühlen, dann solltet ihr euch diesen Blogbeitrag zu Gemüte führen: Wo ist der Hirsch?

Kreative Nationalpark-Einblicke

 „Das entschleunigende Leben der Einheimischen in Verbindung mit dem Geruch von sommerlichem Laub, morschem Holz und hitzebedingtem Schweiß, zauberte uns ein dauerhaftes Lächeln ins Gesicht. Sowohl der Weg zum Einsiedlerfelsen als auch der Umlaufberg bezeichne ich als meine Lieblingsplätze im Nationalpark, von dort ich in aller Ruhe und gewollter Einsamkeit Schwarzstörche, Sumpfwiesel und diverse Spechtarten beobachten konnte. Ein durch und durch unbezahlbares Erlebnis, das nur ab und an von aggressiven Stechmücken gestört wurde.“

Das sind die Eindrücke von Lisa Lugerbauer von ihrer Zeit im Thayatal. Die 22-jährige Studentin der Zeitgeschichte und Medien sowie Florian Kitzmüller (32), ein selbstständiger Filmemacher aus Oberösterreich, waren Gewinner eines von Nationalparks Austria verliehenen Medienstipendiums. Im Zuge dieses Stipendiums hatten sie die Gelegenheit zwei Wochen lang intensiv in den Nationalpark Thayatal einzutauchen.

Die Vogelwelt hat es Lisa Lugerbauer besonders angetan. U. a. dokumentierte sie diese Goldammer im Zuge ihres Medienstipendiums.

Die Vogelwelt hat es Lisa Lugerbauer besonders angetan. U. a. dokumentierte sie diese Goldammer im Zuge ihres Medienstipendiums.

Seit dem dritten Jahr in Folge fördert Nationalparks Austria zwölf Nachwuchstalente aus den Bereichen Literatur, Fotografie und Film. Die Talente dürfen in den Sommermonaten in einem der sechs österreichischen Nationalparks ihr Können unter Beweis stellen und sich mit der unberührten Natur näher auseinanderzusetzen. „Mit unseren Medienstipendien möchten wir junge Kreative in Österreich unterstützen und ihnen unter dem Thema ‚Nichts berührt uns wie das Unberührte‘ einzigartige und inspirierende Nationalpark-Erfahrungen ermöglichen”, erklärt Carl Manzano, Projektleiter Öffentlichkeitsarbeit Nationalparks Austria.

Auch ein Eisvogel kam Lisa vor die Linse.

Auch ein Eisvogel kam Lisa vor die Linse.

Während sich Lisa auf Kurzreportagen über die Vogelwelt des Nationalparks Thayatal konzentrierte, erarbeitete Florian eine 12-minütige Kurzfilmdoku inklusive Interviews mit den Nationalpark-Mitarbeitern. Hier könnt ihr euch die spannenden Ergebenisse anschauen:

Kurzreportagen über die Vogelwelt von Lisa Lugerbauer.

Kurzfilmdoku von Florian Kitzmüller:

Die Ergebnisse aller Medienstipendiaten quer durch die heimischen Nationalparks findet ihr hier.
Lust bekommen selber eure Sicht auf die Nationalparks kreativ dem Lande mitzuteilen? Dann seid bereit für die Medienstipendien 2018!

 

 

Natur ohne Grenzen

Der Eiserne Vorhang, der Ost- von Westeuropa trennte, ist längst Geschichte. Anstelle von Trennung ist ein Miteinander getreten. Wie völkerverbindende Naturschutzarbeit im Grenzbereich aussieht, das könnt ihr euch in einem 8-minütigen Film ansehen! Entstanden ist er vor 3 Jahren, als sich der Fall des Eisernen Vorhangs zum 25. Mal jährte. – Wer euch durch den Film begleitet? Der ehemalige NP Thayatal Direktor Ludwig Schleritzko und der neu ernannte Nationalpark Direktor Christian Übl.
Die beiden erzählen über positive Entwicklungen in der Natur, Kooperationen mit den tschechischen Nachbarn und Pläne für die Zukunft. Darüber hinaus gibt der Film Einblicke in die faszinierende Natur des in Mitteleuropa einmaligen Thayatals.

25 Jahre Natur ohne Grenzen from Nationalpark Thayatal on Vimeo.

Wild, wilder, Wildschwein

Wildschweine sind Allesfresser, die im Herbst gerne lichte Wälder aufsuchen, um an Pilzen, Eicheln, Bucheckern und Co. zu naschen.

Wildschweine sind Allesfresser, die im Herbst gerne lichte Wälder aufsuchen, um an Pilzen, Eicheln, Bucheckern und Co. zu naschen.

Wenn Eicheln und Bucheckern den Waldboden bedecken, Pilze sprießen und Fallobst verführerisch duftet, ist die feine Nase der Wildschweine (Sus scrofa) auch schon zur Stelle. Und wo ein Wildschwein ist, da sind mit großer Wahrscheinlichkeit gleich mehr Wildschweine. Denn abgesehen von den erwachsenen Männchen, den großen Keilern, die als Einzelgänger leben, sind Wildschweine sehr sozial veranlagt. Sie ziehen in Rotten, die von einer Leitbache angeführt werden, durch die Wälder.
„Wildschweine sind ein wichtiger Bestandteil unserer Wälder, vorausgesetzt das Geschlechterverhältnis, die Altersstruktur und der Lebensraum passen“, sagt Nationalpark-Förster Wolfgang Riener und ergänzt: „Das Aufwühlen des Waldbodens durch die Schweine trägt zur natürlichen Verjüngung der Bäume bei.“

Das richtige Maß ist dabei jedoch wichtig. Wenn ihr mehr darüber erfahren wollt, dann klickt Euch in den Blogbeitrag: „Wühlen mit Maß“ rein und trefft unseren Nationalpark-Förster am besten persönlich. Wie das geht? Bei unserer NP-Veranstaltung „Mit dem Förster durch den Nationalparkwald“ am 15. Oktober. Hier gelangt hier in ansonsten unzugängliche Bereiche des Nationalparks Thayatal, könnt alte Baumriesen und urwaldähnliche Ecken des Nationalpark-Waldes bestaunen, Wolfgang Riener alle Fragen, stellen, die Euch brennend interessieren und mit etwas Glück auch auf ein paar Wildscheine stoßen!

Fotopirsch im Thayatal

Wer spannende Naturerlebnisse beobachten und fotografieren möchte, sollte den Wecker zeitig läuten lassen. Heute geben wir Euch ein paar Tipps, wo es im Nationalpark Thayatal am Morgen besonders schön ist und wie ihr einmalige Naturmomente am besten mit der Kamera einfangen könnt.

Um Tiere, wie den Schwarzstorch abzulichten, braucht es möglichst viel Brennweite und kurze Verschlusszeiten.

Um Tiere, wie den Schwarzstorch abzulichten, braucht es möglichst viel Brennweite und kurze Verschlusszeiten.

Grundregel Nummer eins lautet: Man kann nie früh genug starten! Noch im Dunkeln, ausgerüstet mit Stirnlampe, geht es los. Der ideale Ort, um den Tag im Thayatal zu beginnen findet sich bei der Kajamündung in die Thaya. Startet dafür beim Kaja-Parkplatz. In rund 20 bis 25 Minuten erreicht ihr dann durchs Kajabach wandernd den Mündungsbereich. Dort angekommen beginnt es langsam zu dämmern und es stellt sich die alles entscheidende Frage: Stimmung oder Tiere?

Mit etwas Glück lässt sich im Mündungsbereich die Wasseramsel beobachten.

Mit etwas Glück lässt sich im Mündungsbereich die Wasseramsel beobachten, der einzige Singvogel, der tauchen kann.

Wer Tiere bei der Kajamündung beobachten und fotografieren möchte, verharrt am besten ganz ruhig und sichtgeschützt in der Vegetation. Mit etwas Glück erhascht man dann vielleicht einen Blick auf den Schwarzstorch (Ciconia nigra), der als Sommergast im Thayatal verweilt. Gut möglich, dass auch ein Graureiher (Ardea cinerea) vorbeifliegt, die Wasseramsel (Cinclus cinclus) in unmittelbarer Nähe auf Nahrungssuche ins Flusswasser abtaucht oder ein knallblauer Eisvogel (Alcedo atthis) fiepsend vorbeizischt. Damit abgesehen von der Beobachtung auch noch ein Foto gelingt, hier ein paar sachdienliche Tipps:

* Tiere sind immer relativ weit entfernt, deshalb unbedingt den Zoombereich der Kamera ausreizen, sprich eine möglichst große Brennweite wählen.

* Um ein scharfes Bild zu bekommen, braucht es zudem die kürzest mögliche Verschlusszeit. Wie man diese erreicht? Die größtmögliche Blende, sprich die Offenblende einstellen und die Lichtempfindlichkeit des Sensors, die ISO, erhöhen. Um Verwackelungen zu reduzieren, empfiehlt es sich außerdem vom Stativ zu fotografieren. Soweit die grundlegendsten technischen Einstellungen. Entscheidend bei der Tierfotografie ist darüber hinaus die Kenntnis über das Verhalten der Tiere. Wer dem Tier quasi einen Schritt voraus ist und bereits erahnt, wohin es sich als nächstes bewegt, ob der Schwarzstorch gleich abfliegt oder nur kurz die Position verändert, der drückt im richtigen Moment auf den Auslöser. Wer gut beobachtet, fotografiert eben besser!

Die umliegenden Wälder werden als erstes langsam in das erste Morgenlicht getaucht.

Die umliegenden Wälder werden als erstes langsam in das erste Morgenlicht getaucht.

Bei der Landschaftsfotografie können einem die Tiere zwar nicht weglaufen, dafür aber das Licht, zumindest nach einer gewissen Zeit. Deswegen gilt auch hierbei: Früh genug vor Ort sein! An der Kajamündung lassen sich tolle Morgenstimmungen einfangen: In die eine Richtung werden die umliegenden Berge langsam vom ersten Licht beschienen, in der anderen Richtung, blinzelt einem die aufgehende Sonne, die sich sukzessive ihren Weg durch die üppige Vegetation im Mündungsbereich bahnt, entgegen.
Mit Stativ, Weitwinkelobjektiv, also geringer Brennweite, ist man nun gut beraten. Entscheidend für ein tolles Landschaftsbild ist ein interessanter Vordergrund, das kann zum Beispiel eine schöne Spiegelung, ein markanter Stein oder eine Pflanzengruppe sein. Probiert es einfach aus, ihr werdet den Unterschied zwischen einem gezielt komponierten Bild und einem einfach nur „geknipsten“ Foto bemerken.
Während ihr beim Tiere fotografieren, eine offene Blende wählt, solltet ihr bei der Landschaftsfotografie die Blende etwas schließen (das entspricht einer größeren Blendenzahl). Dadurch erzielt ihr zweierlei: eine möglichst durchgängige Schärfe im Bild und die Sonne – sofern sie im Bildausschnitt durch die Vegetation lugt – geht zu einem mehrzackigen Stern auf. Je nach verwendetem Objektiv sieht der Stern übrigens unterschiedlich aus.

Wenn man die Blende etwas schließt, ab etwa Blende 10, geht die Sonne im Bild zu einem mehrzackigen Stern auf.

Wenn man die Blende etwas schließt, ab etwa Blende 10, geht die Sonne im Bild zu einem mehrzackigen Stern auf.

Genießt den Morgen im Thayatal, macht schöne Fotos und vergesst bei all der fotografischen Euphorie trotzdem nicht, dass im Nationalpark bestimmte Regeln gelten, wie etwa das Wegegebot. Aber auch von den Wegen aus lassen sich tolle Fotos schießen. In diesem Sinne: Gut Licht!

Der perfekte Tag im Thayatal

Neu im Thayatal und noch am Überlegen, wie ihr euch die Natur dort am besten erschließen könnt? Auf der Suche nach einem abenteuerlichen Tag mit allen Highlights des Thayatals? Oder einfach experimentierfreudig? Dann seid ihr hier in jedem Fall richtig, beim „best of“-Thayatal, dem perfekten Tag durch ein einzigartiges Tal. Bereit? – Dann kann’s losgehen!

Der perfekte Tag startet am besten bei der Kajabachmündung in die Thaya, früh am Morgen!

Der perfekte Tag startet am besten bei der Kajabachmündung in die Thaya, früh am Morgen!

Station 1:
Der beste Start in den perfekten Tag erfolgt früh am Morgen, noch vor Sonnenaufgang. Spaziert noch in den Dämmerstunden durchs Kajabachtal mit dem Ziel zum Mündungsbereich an der Thaya zu gelangen. Und dann einfach auf den Sonnenaufgang warten, der die umgebenden Wälder langsam ins warme Licht taucht. – Magisch! Mit etwas Glück gelingen auch Eisvogel-, Schwarzstorch- oder sogar Fischottersichtungen. Der frühe Vogel fängt eben den Wurm ;)
Am besten zu kombinieren mit einem Frühstücks-Picknick bei der Mündung. So lässt man sich den Morgen schmecken!

Mit etwas Glück erspäht ihr beim Umlaufberg eine der ansässigen Smaragdeidechsen.

Mit etwas Glück erspäht ihr beim Umlaufberg eine der ansässigen Smaragdeidechsen.

Station 2:
Im Anschluss wandert ihr weiter bis zum Umlaufberg, genießt dort den Ausblick vom Überstieg und haltet nach Smaragdeidechsen Ausschau. Hier gibt’s nur ein Motto: Innehalten und die Ruhe des Tales in sich aufsaugen. Das kann  sogar den Gang zum Hausarzt ersetzen!
Die Rückwanderung durchs Kajabachtal dauert etwas mehr als eine Stunde. Vergesst nicht darauf am Weg immer wieder einen Blick in die ruhigeren Wassertümpel zu werfen, denn hier könnte sich ein Edelkrebs verbergen.

Station 3:
Im Nationalparkhaus Café- Restaurant könnt ihr Energie tanken, Mittagspause & Waldviertler Snack stehen am Programm. Das haben wir uns jetzt verdient und es schmeckt herrlich!

Beim Hennerweg Ausblick erwartet Euch ein Wald voller stattlicher Rotbuchen.

Beim Hennerweg Ausblick erwartet Euch ein Wald voller stattlicher Rotbuchen.

Station 4:
Am frühen Nachmittag bietet sich eine kurze Wanderung entlang des Hennerweges an. Dieser beginnt gleich gegenüber vom Nationalparkzentrum. Und der Lohn für den Ausflug? Ein toller Ausblick auf die Thaya, Hardegg und die Burg und ein wunderschöner Wald voller stattlicher Rotbuchen. Lasst die Waldluft intensiv durch eure Lungen strömen!

Station 5:
Die Uhrzeit könnt ihr an diesem Tag getrost vernachlässigen. Nur einmal macht es Sinn, einen Blick darauf zu werfen. Um 15:30 startet nämlich die Wildkatzenfütterung  im Nationalparkzentrum. Diese wollt ihr euch nicht entgehen lassen. Frieda und Carlo, die beiden Wildkatzenbotschafter des Nationalparks treten dann nämlich in Aktion und zeigen mit welcher Schnelligkeit sie ihr Futter erobern können. In den Sommermonaten Juli und August findet die Fütterung übrigens täglich statt.

Carlo in Aktion, wenn es um's Futter geht, kennen die Wildkatzen kein Pardon.

Carlo in Aktion, wenn es um’s Futter geht, kennen die Wildkatzen kein Pardon.

Station 6:
Zum Grande Finale, um das schmucke Hardegg umgeben von den dichten Thayatal Wäldern im spätnachmittäglichen Licht zu bestaunen, geht es nochmal hoch hinauf. Der Hardegger Rundwanderweg führt euch in knapp 20 Minuten zum Reginafelsen und wenn ihr noch ein paar Minuten drauflegt, dann könnt ihr von noch etwas höher, vom Maxplateau den Ausblick genießen. Ihr wandelt hier übrigens auf sagenhaften Pfaden – die Infoschilder entlang des Weges wissen mehr darüber zu verraten! Saugt die Stimmung noch mal so richtig auf und spürt schließlich vorausschauend in eure Bauchgegend. Hunger?

Abends lässt sich via Reginafelsen - hier im Bild - oder Maxplateau noch ein toller Blick auf die Burg Hardegg und das Städtchen erhaschen.

Abends lässt sich via Reginafelsen – hier im Bild – oder Maxplateau noch ein toller Blick auf die Burg Hardegg und das Städtchen erhaschen.

Station 7:
Dann gibt’s nur noch eins: Abendessen! Am besten lässt man es sich im Gasthaus Hammerschmiede zu Fuße des Reginafelsens schmecken. Hier serviert die Wirtin den legendären Waldviertler Mohnkarpfen. Sehr empfehlenswert!

Wir sind gespannt auf Eure Berichte zum perfekten Tag! – Probiert es aus! Der Sommer ist in jedem Fall noch lang und selbst wenn ihr keine Ferien habt, die Wochenenden warten auf euren perfekten Tag :)

Leuchtsignale in der Nacht

Wer im sommerlichen Wald kurz aufflackernde Lichtblitze wahrnimmt, muss nicht unbedingt an seinem Kreislauf zweifeln. Leicht möglich, dass er oder sie gerade ein Glühwürmchen erspäht hat.  Wobei wenn wir es genau nehmen, müssten wir die kleinen lichterzeugenden Insekten als Leuchtkäfer bezeichnen. In Österreich gibt es drei Arten und bei zweien von ihnen, dem Großen Leuchtkäfer und dem Kleinen Leuchtkäfer bestehen auch realistische Chancen sie anzutreffen.

Wenn Glühwürmchen ausfliegen, verwandelt sich die Nacht mitunter in ein kleines Lichtermeer.

Wenn Glühwürmchen ausfliegen, verwandelt sich die Nacht mitunter in ein kleines Lichtermeer.

Wie die strahlenden Käfer ihr Licht erzeugen, wofür sie es einsetzen und wann sie am besten zu beobachten sind, das könnt ihr in diesem NP Thayatal Blogbeitrag nachlesen.

Wer heuer noch Chancen auf Glühwürmchen-Sichtungen haben will, sollte sich beeilen. Tipp: Kommt doch mit zur Wildkatzen-Nachtwanderung am Samstag, 29. Juli 2017. Neben Lockstöcken und jede Menge spannender Wildkatzen-Infos lassen sich mit etwas Glück auch Glühwürmchen ausfindig machen.

Das Thayatal in zweieinhalb Minuten erleben

Wie soll das gehen? – Einfach zurücklehnen und unseren Film, den offiziellen Nationalpark Thayatal Trailer, genießen!

Was hier in wenigen Minuten zu sehen ist, hat in der Tat natürlich viel länger gedauert. Im Laufe eines ganzen Jahres war unser Naturreportage-Duo Marc Graf & Christine Sonvilla immer wieder im Nationalpark unterwegs, um spezielle Stimmungen einzufangen, die charakteristische Tierwelt des Thayatals vor die Linse zu bekommen und an Zeitraffer-Aufnahmen zu feilen.
Allein um den Tanz der Leberblümchen in Szene zu setzen, brauchte es eine Kamera, einen ganzen Tag und jede Minute ein Bild. Viel Aufwand, der sich aber gelohnt hat, denn dieser Film macht eindeutig Lust darauf selbst zum Naturentdecker im Thayatal zu werden. Was meint ihr? Wir freuen uns in jedem Fall auf Euren Besuch!

Wer trällert denn da?

Was schätzt ihr, wie viele Vogelarten in Österreich gesanglich begabt sind?
– Wir verraten es euch, rund 120. So viele Singvogelarten tummeln sich bei uns. Und damit ihr Euch bei euren ersten Wanderungen im Frühjahr leichter tut, ein paar gängige Arten allein am Gesang voneinander zu unterscheiden, haben wir für Euch eine kleine Gesangsstunde vorbereitet.

Rotkehlchen gehören zu den ganz großen Sängern unter den Singvögeln.

Rotkehlchen gehören zu den ganz großen Sängern unter den Singvögeln.

Zilpzalp, Blau- und Kohlmeise, Amsel und Rotkehlchen geben einige ihrer Trällerer zum Besten. Der Gesang der kleinen Zwitscherer ist strophenartig aufgebaut und oft sehr variantenreich. Je nach Notwendigkeit – Gefahr, Partnersuche, Revierverteidigung – kann sich das Zwitschern anders anhören. Aber irgendwo muss man ja anfangen, also starten wir am besten mit dem Aufbaukurs “Kleine Vogelstimmenkunde” :)  

Wer seine Gesangeskünste gleich testen möchte, ist beim Ausflug „Im Reich des Seeadlers“ am 21. Mai genau richtig. Unterwegs mit einem Ranger  lauschen wir all jenen typischen Vogelarten, die den Frühjahrswald mit ihren stimmlichen Darbietungen zum Klingen bringen. Und mit etwas Glück schaut vielleicht auch der Seeadler vorbei. Singen – so viel sei verraten – wird er allerdings nicht ;)