Stefan Hailzl berichtet von seinem Zivildienst im Nationalpark Thayatal

WIldkatzenfütterung

Stefan Hailzl bei der Wildkatzenfütterung

Du gewinnst zwölf Monate lang wertvolle Erfahrungen, lernst neue Leute kennen und verbringst viel Zeit in der Natur. Im Nationalparkgebiet hilfst Du aktiv beim Naturraummanagement wie z. B. dem Ausschneiden von Wanderwegen, kleineren Reparatur- und Bauarbeiten und dem Mähen von Trockenrasen mit. Bei Führungen und Schulaktionen sammelst Du erste Erfahrungen im Bereich Naturvermittlung. In den Wintermonaten bist Du viel im Nationalparkhaus, erwirbst administrative Fähigkeiten und lernst, selbstständig zu arbeiten.

Während des ganzen Jahres bist Du für die Wildkatzen Frieda & Carlo und die Betreuung des Wildkatzengeheges zuständig, was jeden Tag eine schöne Abwechslung zu den anderen Arbeiten darstellt. Zudem kannst Du ein Jahr lang das Verhalten und die Persönlichkeiten der beiden Tiere erforschen. Du lernst somit auf einfache Weise Verantwortung zu tragen und Besuchern bei Schaufütterungen das Wildkatzen-Projekt des Nationalparks vorzustellen.

Im Zuge Deines Einsatzes nimmst Du beim FUJ-Begleitseminar der Jugend-Umwelt-Plattform (JUMP) teil, wo Du Freiwillige in Deinem Alter, die sich für den Sozial- und Umweltbereich interessieren, kennen lernst. Bei diesem insgesamt 20-tägigen Kurs planst und setzt Du in Kleingruppen ein Projekt um, lernst viel über Umweltthemen und Fortbildungsmöglichkeiten im Umweltbereich und kannst Dich mit den anderen Freiwilligen austauschen.

Weitere Informationen

 

 

Die Rückkehr der Wölfe – Porträt des Säugetiers des Jahres 2017

Europäischer Grauwolf (Canis lupus lupus)

Der Wolf kehrt auf leisen Pfoten auch nach Niederösterreich zurück. Ein kleines Wolfsrudel hat sich den Truppenübungsplatz Allentsteig als neue Heimat ausgesucht. Einzelgänger durchqueren auf der Suche nach einem geeigneten Lebensraum unser Bundesland. Bei diesen „Durchzüglern“ handelt es sich meistens um Jungwölfe, die bei ihren Wanderungen mehr als 1000 Kilometer in einem Monat zurücklegen können. Solche Jungwölfe wurden wahrscheinlich auch im Kamptal gesichtet. Wölfe, die zur Familie der Hunde gehören, sind sehr anpassungsfähig und können praktisch überall vorkommen, wo es Wasser und ausreichend Nahrung gibt. Und Meister Isegrim braucht ausreichend Platz für sich und sein Rudel. Mindestens 100 Quadratkilometer hat ein kleines Wolfsrevier, wobei die Größe des Reviers stark von der Anzahl der Beutetiere und der Größe des Wolfsrudels abhängt.

Wolf_BR_C.Waitzbauer

Ein Wolf aus dem Tiergehege im Nationalpark Bayrischer Wald

Kein anderes Tier löst beim Menschen so eine Faszination aus wie der Wolf. Sei es die Wölfin, die Romulus und Remus gesäugt hat, die Geschichte von Franz von Assisi, der mit dem Wolf sprach oder der böse Wolf im Märchen von Rotkäppchen. Als existenzbedrohend für Hirten, Bauern und Jäger wurde er früher gesehen und daher bis zu seiner Ausrottung verfolgt und gejagt.

Stimmen diese Bilder vom Wolf oder sind es bloß menschliche Mythen? Ich denke der Wolf ist weder gut noch böse. Der Wolf ist ein Wildtier mit einem außerordentlichen Sozialleben und ein Individualist – im Verhalten und Charakter ähnlich uns Menschen. Er ist aber auch ein Raubtier vor dem man Respekt, aber keine Angst haben muss. Wir haben einfach verlernt mit dem Wolf Seite an Seite zu leben und das löst noch immer Unbehagen aus.

Wölfe sind äußerst vorsichtig und sehr neugierig und dieses natürliche Verhalten kann manchmal von Menschen falsch interpretiert werden. Dort wo wir Menschen den Wolf dulden, wird er auch künftig ein Zuhause haben und eine wertvolle Bereicherung für unser Ökosystem sein.

NÖN Kolumne, 8. Februar 2017, Wolfgang Riener

Wir suchen Namen für unseren Wildkatzennachwuchs!

Anfang Juni hat sich im Wildkatzengehege beim Nationalparkhaus im Nationalpark Thayatal Nachwuchs eingestellt. Die junge Wildkatze Frieda hatte drei Jungkatzen zur Welt gebracht, bereits Anfang Juli hatten die drei Jungkater die Wurfboxen verlassen und den Freibereich des Geheges erkundet. Eine der kleinen Samtpfoten haben wir in Anspielung an den lateinischen Namen der Wildkatze (Felis silvestris silvestris) „Silvester“ getauft. „Silva“ kommt aus dem Lateinischen und bedeutet Wald, die Wildkatze wird auch als „Waldkatze“ bezeichnet. Naturschutzlandesrat Dr. Stephan Pernkopf hat für diese Katze die Patenschaft übernommen.

Viele Besucher haben im Gästebuch des Nationalparkhauses bereits Vorschläge für die Namen der Jungkatzen gemacht. Wir haben daraus ausgewählt und laden Sie ein, bei der Abstimmung über die Namen der Jungkatzen mitzumachen.

Wildkatzennachwuchs

[yop_poll id="2" tr_id="1"]

Im Nationalparkhaus wird ebenfalls über die Namensgebung abgestimmt. Die Ergebnisse werden zusammengeführt und nach Ablauf der Umfrage (14. September 2014) auf der Homepage und auf unserer Facebook-Seite veröffentlicht.

Wenn Sie unsere jungen Wildkatzen live erleben möchten, besuchen Sie unser Nationalparkhaus. Die Fütterung mit einer kurzen Filmvorführung findet im August täglich um 15.30 Uhr statt, im September und Oktober an den Wochenendtagen um 15.30 Uhr.

Willkommen im Nationalpark Thayatal BLOG

Was tut sich gerade im Nationalpark?
Was kann ich als Besucher selbst in der Natur entdecken?
Wann zieht ein Ranger wieder los und nimmt mich mit auf Erlebnistour?
Welche speziellen Angebote gibt es, die ich nicht verpassen möchte?

Auf diese Fragen finden Sie hier Antworten.
Die Mitarbeiter des Nationalparks Thayatal sowie das Natur-Reporter-Duo, Christine Sonvilla und Marc Graf, geben Einblick in Pflanzen, Tiere, Lebensräume und Besucherangebot. Im BLOG finden sich auch Tipps für besondere Naturerlebnisse und die beiden Natur-Reporter lassen sich bei ihren intensiven Erkundungen im Nationalpark über die Schulter blicken. Bis Ende des Jahres arbeiten sie an einer Multimediashow, die es 2013 zu sehen geben wird.

Und wenn Sie selbst Spannendes aus dem Nationalpark zu berichten haben, laden wir Sie dazu ein, hier Ihre Erlebnisse, Eindrücke und Wissensschätze mit uns zu teilen.
Gestalten Sie den Nationalpark Thayatal BLOG mit!

In der kommenden Zeit blicken wir uns im BLOG um, was der Sommer im Thayatal vollbringt. Wir erfahren etwa, warum Smaragdeidechsen mit der Mittagssonne nichts am Hut haben oder Dachse leicht beobachtbar sind, wenn der Wind gut steht. Wir stöbern den Siebenschläfer auf und stolpern über verführerisch leuchtende Blüten.
Eins steht fest, im Nationalpark genauso wie im BLOG tut sich immer was.
Deswegen nicht vergessen, immer wieder vorbeischauen.

Viel Vergnügen beim interaktiven Eintauchen in die faszinierende Natur des Thayatals!