Alien attack?

Ein unbekanntes Flugobjekt? Eine Attacke von outer space? James Bond im Spezialeinsatz? Fehlalarm. Wer sich gegen Ende November, Anfang Dezember in der Nähe des Nationalparks Thayatal aufhält, könnte diesen Überlegungen – zugegebenermaßen – etwas abgewinnen.
Aliens lassen sich gleich mal ausschließen, bei James Bond wird’s allerdings schon schwieriger. Immerhin kam die “Helikopter-Säge” tatsächlich im 007-Film “Die Welt ist nicht genug” zum Einsatz. Also wird der neue James Bond Film im Thayatal gedreht? – Auch (glücklicherweise) Fehlalarm (vom Thayatal würde nach so einem Dreh wohl nicht mehr viel übrig bleiben…).
Nein, es ist ganz anders:  Damit die Gemeinden rings um den Nationalpark auch morgen noch am Stromnetz hängen, steigt die EVN, die  Energie Versorgung Niederösterreich, in den Heli – das allerdings durchaus stuntmanreif. Denn am Helikopter hängt ein langes Gestänge samt Riesen-Säge. Und wozu das alles? Die Natur würde sich die Stromleitungen in vermutlich nur wenigen Jahren gewissermaßen “einverleiben”. Denn, sobald wir mit unseren Erhaltungs- und Instandsetzungsarbeiten aufhören, übernimmt die Natur wieder das Ruder. Asphaltritzen werden besiedelt, sämtliche Oberflächen und Strukturen schleunigst überwuchert. Davon wären bzw. sind auch Stromleitungen nicht ausgenommen. Deswegen schneidet die Säge – spektakulär durch den Heli-Piloten alias Agent 007 manövriert – die Stromleitungen rechtzeitig von überhängenden Ästen frei.

Übrigens wen es interessiert, wie rasch sich die Natur möglicherweise ihren Raum zurückerobern würde, wenn es den Menschen nicht (mehr) gäbe, zeigt die Dokuserie “Zukunft ohne Menschen”.
Das wär aber – speziell für uns – auch nicht so das Wahre ;) … Gut, dass es Naturräume wie den Nationalpark Thayatal gibt, die der Natur ganz allein überlassen bleiben.

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