Kreative Nationalpark-Einblicke

 „Das entschleunigende Leben der Einheimischen in Verbindung mit dem Geruch von sommerlichem Laub, morschem Holz und hitzebedingtem Schweiß, zauberte uns ein dauerhaftes Lächeln ins Gesicht. Sowohl der Weg zum Einsiedlerfelsen als auch der Umlaufberg bezeichne ich als meine Lieblingsplätze im Nationalpark, von dort ich in aller Ruhe und gewollter Einsamkeit Schwarzstörche, Sumpfwiesel und diverse Spechtarten beobachten konnte. Ein durch und durch unbezahlbares Erlebnis, das nur ab und an von aggressiven Stechmücken gestört wurde.“

Das sind die Eindrücke von Lisa Lugerbauer von ihrer Zeit im Thayatal. Die 22-jährige Studentin der Zeitgeschichte und Medien sowie Florian Kitzmüller (32), ein selbstständiger Filmemacher aus Oberösterreich, waren Gewinner eines von Nationalparks Austria verliehenen Medienstipendiums. Im Zuge dieses Stipendiums hatten sie die Gelegenheit zwei Wochen lang intensiv in den Nationalpark Thayatal einzutauchen.

Die Vogelwelt hat es Lisa Lugerbauer besonders angetan. U. a. dokumentierte sie diese Goldammer im Zuge ihres Medienstipendiums.

Die Vogelwelt hat es Lisa Lugerbauer besonders angetan. U. a. dokumentierte sie diese Goldammer im Zuge ihres Medienstipendiums.

Seit dem dritten Jahr in Folge fördert Nationalparks Austria zwölf Nachwuchstalente aus den Bereichen Literatur, Fotografie und Film. Die Talente dürfen in den Sommermonaten in einem der sechs österreichischen Nationalparks ihr Können unter Beweis stellen und sich mit der unberührten Natur näher auseinanderzusetzen. „Mit unseren Medienstipendien möchten wir junge Kreative in Österreich unterstützen und ihnen unter dem Thema ‚Nichts berührt uns wie das Unberührte‘ einzigartige und inspirierende Nationalpark-Erfahrungen ermöglichen”, erklärt Carl Manzano, Projektleiter Öffentlichkeitsarbeit Nationalparks Austria.

Auch ein Eisvogel kam Lisa vor die Linse.

Auch ein Eisvogel kam Lisa vor die Linse.

Während sich Lisa auf Kurzreportagen über die Vogelwelt des Nationalparks Thayatal konzentrierte, erarbeitete Florian eine 12-minütige Kurzfilmdoku inklusive Interviews mit den Nationalpark-Mitarbeitern. Hier könnt ihr euch die spannenden Ergebenisse anschauen:

Kurzreportagen über die Vogelwelt von Lisa Lugerbauer.

Kurzfilmdoku von Florian Kitzmüller:

Die Ergebnisse aller Medienstipendiaten quer durch die heimischen Nationalparks findet ihr hier.
Lust bekommen selber eure Sicht auf die Nationalparks kreativ dem Lande mitzuteilen? Dann seid bereit für die Medienstipendien 2018!

 

 

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„Nichts berührt uns wie das Unberührte.“

So lautet der Slogan der brandneuen Kampagne von Nationalparks Austria. Die Dachmarke der sechs österreichischen Nationalparks – Thayatal, Hohe Tauern, Kalkalpen, Gesäuse, Donau-Auen und Neusiedler See-Seewinkel – macht sich stark für die gemeinsamen Werte und die individuellen Besonderheiten der heimischen Nationalparks. Momentan steht die „unberührte Natur“ im Fokus.

Die neue Kampagne von Nationalparks Austria lädt dazu ein, tiefer in die österreichischen Natinoalparks einzutauchen, wie etwa hier am Umlaufberg im Thayatal.

Die neue Kampagne von Nationalparks Austria lädt dazu ein, tiefer in die österreichischen Nationalparks einzutauchen, wie etwa hier am Umlaufberg im Thayatal.

Auf den ersten Blick mag dies paradox anmuten, denn wahrhaft unberührte Natur ist in der mitteleuropäischen Kulturlandschaft Mangelware. Zumindest dann, wenn man mit unberührter Natur bzw. mit Wildnis all jene Gebiete assoziiert, die von menschlicher Bewirtschaftung bis dato gänzlich verschont geblieben sind. Das wären zum Bespiel der rund 500 Hektar große Rothwald im Wildnisgebiet Dürrenstein in Niederösterreich, in dem seit der letzten Eiszeit weder Axt noch Kettensäge zugange waren oder jene jungfräulichen Flecken, die von Pasterze und Co. – den zurückweichenden Gletschern – Jahr für Jahr freigegeben werden.

Wildnis in dieser Form hat Seltenheitswert, auch in den Nationalparks. Aber die heimischen Nationalparks tun alles dafür, um der Wildnis und der unberührten Natur so nahe wie möglich zu kommen. Sie stellen herausragende Landschaften wie mächtige Gletscher, einzigartige Täler, urwüchsige Wälder, dynamische Auen, schroffe Berge und breite Schilfgürtel unter Schutz und finden die richtige Balance zwischen „Eingreifen“ und „Raushalten“.

Nationalparks wissen, wann sie der Natur unter die Arme greifen und wann sie ihr selbst das Ruder überlassen. Im Thayatal müssen die Wiesen gemäht werden, damit sie erhalten bleiben. Der Wald darf sich aber größtenteils selbst entwickeln. Die Natur darf Natur sein.

Nationalparks wissen, wann sie der Natur unter die Arme greifen und wann sie ihr selbst das Ruder überlassen. Im Thayatal müssen die artenreichen Wiesen gemäht werden, damit sie erhalten bleiben. Der Wald darf sich aber größtenteils selbst entwickeln, hin zu mehr Wildnis.

Was damit genau gemeint ist, lässt sich am besten im Wald erfahren: Viele Nationalparks entfernen untypische Baumarten, die einst aus wirtschaftlichem Kalkül – vor der Gründung der Schutzgebiete – gepflanzt wurden. Auf den freigewordenen Stellen kommen dann ganz von selbst wieder die angestammten Arten zurück. Im Nationalpark Thayatal, zum Beispiel, sind in vielen Bereichen Fichten und Douglasien bereits Vergangenheit, an ihrer Stelle gedeihen nun wieder Hainbuchen, Rot-Buchen und Eichen gemischt mit Rotföhren, Tannen, Eiben und Wacholder. Der Wald darf sich nun wieder in Richtung Wildnis entwickeln.
Dementsprechend orientieren sich die Nationalparks in vielerlei Hinsicht an dem Motto: „Die Natur Natur sein lassen.“ Bäume dürfen alt werden, Totholz darf liegen bleiben, Flüsse dürfen sich ihre eigenen Wege bahnen.

"Natur Natur sein lassen"

“Die Natur Natur sein lassen”, daran orientieren sich die Nationalparks in vielerlei Hinsicht und ermöglichen den Besuchern dadurch einmalige Naturerlebnisse.

Davon profitieren die Tiere. Wildkatzen fühlen sich im Thayatal wohl, Luchse durchstreifen die Kalkalpen und das Gesäuse, Bartgeier fliegen wieder in den Hohen Tauern, Seeadler brüten erneut in den Donau-Auen und im Nationalpark Neusiedler See-Seewinkel tummeln sich Abertausende Gänse.
Wenn die Natur einfach Natur sein darf, profitiert aber noch jemand. Der Mensch! Nationalparks sperren Natur nämlich nicht weg, sondern teilen sie mit den Besuchern und gewähren ihnen unvergessliche Einblicke in eine „unberührte Natur“. Internet und Fernsehen mögen uns mit Bildern, Filmen und Erklärungen über Flora, Fauna und Naturphänomene überfluten, aber nichts vermag einen so starken Eindruck zu hinterlassen wie das eigene Erlebnis. Wer selbst dem Plätschern des Baches lauscht, die ersten Sonnenstrahlen, die durch den Morgennebel dringen, auf der Haut spürt, den würzigen Duft des Sommerwaldes einatmet und vielleicht sogar einen der tierischen Bewohner dieser Naturschutzparadiese erspäht, für den wird der Slogan Realität, der wird berührt vom Unberührten. Also, nichts wie raus in die Natur und rein in die Nationalparks!

Tipp:
Wer den Kurier abonniert, kann sich schon mal den 21. Mai vormerken. Dann gibt es im Kurier nämlich ein ganzes Extra-Heft rund um die österreichischen Nationalparks!

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Das Nationalpark Special – Nationalpark Kalkalpen

Einer fehlt noch, um das „Nationalpark Special“ zu komplettieren.
1997 gegründet, etwas über 208 Quadratkilometer groß, von knapp 400 bis auf fast 2.000 Meter Seehöhe hinauf reichend. Diese Zahlen gehören dem Nationalpark Kalkalpen, der in Oberösterreich das Sengsengebirge und das Reichraminger Hintergebirge, das zu den größten geschlossenen Waldgebieten unseres Landes zählt, umfasst.  

Neben Felsen und Almen ist es auch vor allem der Wald, der dem NP Kalkalpen seinen unverwechselbaren Stempel aufprägt. Und zwischen Fichte, Tanne, Lärche, Rotbuche, Bergahorn, Esche und vielen anderen Baumarten verbergen sich einige tierische Besonderheiten. Wie zum Beispiel der charismatische Alpenbockkäfer. Experten schätzen, dass es österreichweit möglicherweise nur mehr im Gebiet des Nationalparks Kalkalpen gute Bestände dieses Käfers gibt. Verhältnismäßig zahlreich tummeln sich auch andernorts seltene Gelbbauchunken, Weißrückenspechte und Apollofalter. Der Nationalpark ist außerdem das Zuhause einer natürlich existierenden Bachforellen-Population. Spannend deswegen, weil es sich um das bislang einzige bekannte Vorkommen in Oberösterreich handelt.

Durch den Nationalpark Kalkalpen zieht sich ein bis heute nahezu unverbaut gebliebenes, 200 Kilometer langes Fließgewässer-Netzwerk.

Durch den Nationalpark Kalkalpen zieht sich ein bis heute nahezu unverbaut gebliebenes, 200 Kilometer langes Fließgewässer-Netzwerk.

Die Stars des Nationalparks sind aber mit Sicherheit Freia, Juro, Kora & Co. Seit 1999 weiß man, dass zumindest ein Luchs, „Klaus“, im Nationalpark beheimatet ist. 2009 tauchte ein weiterer Luchs, bekannt als „Pankraz“, auf. Um den Luchsen im Nationalpark Kalkalpen Auftrieb zu geben, wurden zwischen Mai 2011 und März 2012 drei Luchse von der Schweiz in die Kalkalpen umgesiedelt. Mit Erfolg. Schon 2012 stellte sich der erste Luchsnachwuchs ein und auch heuer gab es Grund zur Freude. Luchsin Freia brachte gleich drei Welpen zur Welt.

Die Katzen leben freilich scheu und zurückgezogen, trotzdem können sich abenteuerlustige Besucher mit Nationalpark-Rangern im Winter auf ihre Spuren begeben und Interessantes aus ihrem Leben erfahren. Aber auch auf eigene Faust lässt sich der Nationalpark erleben, etwa am Wildnistrail Buchensteig, wo es auf Holzknechtwegen ins Reichraminger Hintergebirge geht. Auch Themenwege rund ums Holz, die Alm, das Wasser oder das Wollgras wollen erkundet werden. Und wer lieber mit dem Fahrrad oder am Pferderücken unterwegs ist, wird in den Kalkalpen genauso fündig.

Idealer Ausgangspunkt für Entdeckungstouren sind die Nationalparkzentren. Das Nationalparkzentrum Molln hat im Winter an drei Tagen unter der Woche geöffnet, das Besucherzentrum Ennstal, in dem es auch die Ausstellung „Wunderwelt Waldwildnis“ zu sehen gibt, steht Besuchern im Winter von Montag bis Freitag offen.

Veranstaltungstipp:
Von 2. Jänner bis Anfang März 2014 gibt es jeweils von Donnerstag bis Sonntag geführte Touren zur Rotwildfütterung. Und um den winterlichen Nationalpark zu erkunden, bieten sich geführte Schneeschuhwanderungen an. Jeden Sonntag von 5. Jänner bis 16. März 2014 für 2-3 Stunden oder sogar als 2-Tages-Tour, nächster Termin dafür ist der 18. und 19. Jänner. Hier gibt’s alle Infos zu den angebotenen Veranstaltungen.

Sämtliche Infos zum Nationalpark gibt’s auf der offiziellen Webseite bzw. auch via Facebook. Viel Spaß beim Entdecken!

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Das Nationalpark-Special – Nationalpark Neusiedler See – Seewinkel

Ganz im Osten unseres Landes, dort wo die Alpen auslaufen und wo es flach wird in Richtung Ungarische Tiefebene, da befindet er sich, Österreichs einziger Steppen-Nationalpark, der seit 1993 bestehende Nationalpark Neusiedler See – Seewinkel.

Zwei Jahre zuvor wurde bereits auf ungarischer Seite der Fertö-Hanság Nemzeti Park eingerichtet. Gemeinsam bilden die beiden Nationalparks nun – genauso wie der NP Thayatal und der tschechische NP Podyjí – ein grenzüberschreitendes Schutzgebiet. Insgesamt ist es rund 300 Quadratkilometer groß. Etwas mehr als 90 Quadratkilometer davon finden sich auf österreichischem Gebiet und damit auch eine ganze Bandbreite an einzigartigen Lebensräumen: Der Neusiedler See mit seinem ausgedehnten Schilfgürtel, weitläufige Mähwiesen und Hutweiden, Sandlebensräume und periodisch austrocknende Salzlacken, die im europäischen Binnenland nur im Seewinkel und in Zentralungarn vorkommen.

Die speziellen Lebensräume sorgen auch für eine spezielle Artenvielfalt. Salztolerante oder sogar salzliebende Pflanzen wie Salz-Aster, Salz-Kresse oder Strand-Salzmelde, die sonst erst wieder an den europäischen Meeresküsten anzutreffen sind, fühlen sich im Seewinkel wohl.
Besonders herausragend ist der gefiederte Reichtum. Rund 340 Vogelarten kommen entweder zum Brüten, Überwintern oder Durchziehen in den Nationalpark Neusiedler See – Seewinkel. Graugänse, Purpurreiher, Säbelschnäbler und viele mehr locken Vogelfans aus allen Himmelsrichtungen an. Vor allem im Frühjahr kommen Vogelfreunde voll auf ihre Kosten. Die Pannonian BirdExperience ist mittlerweile ein Fixpunkt im April. Auch nächstes Jahr wird es wieder jede Menge Exkursionen, Vorträge und Messeangebote von 05. bis 13. April geben. Gleich mal vormerken!

Eine Rohrdommel stakst hier durchs noch winterliche Schilfdickicht im Nationalpark Neusiedler See - Seewinkel. Nur eine von rund 340 Vogelarten, die sich im Osten unseres Landes beobachten lassen.

Eine Rohrdommel stakst durchs winterliche Schilfdickicht im Nationalpark Neusiedler See – Seewinkel. Nur eine von rund 340 Vogelarten, die sich im Osten unseres Landes beobachten lassen.

Der Nationalpark bietet das ganze Jahr über verschiedene Exkursionen an. Zu Pferd, per Solarboot, Fahrrad oder zu Fuß können die Besucher in die Steppen-Vielfalt eintauchen. Und dabei kann es leicht sein, dass man einer der alten Haustierrassen des Nationalparks begegnet. In früheren Jahrhunderten in der ganzen Region verbreitet, haben etwa das Ungarische Steppenrind, der Wasserbüffel, der Europäische Weiße Esel und das Mangalitza Schwein im Nationalpark nach wie vor ein Zuhause. Gut für die Tiere, aber auch gut für die Weiden des Nationalparks, die auf die Tiere angewiesen sind!

Veranstaltungstipp:
Die nächsten Exkursionen unter dem Motto „Winter im Nationalpark“ starten am 14., 21. und 28. Dezember. Neben den „klassischen“ Exkursionen bietet der Nationalpark auch ein umfangreiches Zusatzangebot im Rahmen der „Nationalpark Lernwerkstatt“ an.
Der nächste „Grundkurs Korbflechten“ findet am 24. Jänner 2014 statt.

Sämtliche Infos zu den Veranstaltungen, der Anmeldung und natürlich zum Nationalpark selber gibt’s auf der offiziellen Webseite. Viel Spaß beim Entdecken!

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Das Nationalpark Special – Nationalpark Gesäuse

In der Nordsteiermark, zwischen Hieflau und Admont, da darf die Enns abschnittsweise noch wild rauschen und ihre Gischt versprühen. Das dahinsausende Wildwasser ist es auch, das den Namen dieser Region prägte, das Gesäuse.
Über Jahrmillionen hat sich die Enns hier tief ins Gebirge eingegraben und ein monumentales Durchbruchstal mit bis zu 1.800 Meter hoch aufragenden Steilwänden geschaffen. Dieses Tal sowie die umliegenden „Gesäuseberge“, eine wild zerklüftete Bergwelt bilden seit Oktober 2002 den Nationalpark Gesäuse und damit den bis dato jüngsten Nationalpark Österreichs.

Auf 110 Quadratkilometer Fläche beherbergt er neben schroffen Felsen vor allem Wälder, rund 50 Prozent der Fläche des Nationalparks. Ehemals stark für die Gewinnung von Holzkohle genutzt, haben sich die Gesäuse-Wälder heute vielerorts erholt und bilden weitläufige Waldgebiete, die von einer natürlichen Dynamik geprägt sind.
Das „fließende Rückgrat“ des Gesäuses bilden die Enns und der Johnsbach. Sie schaffen entlang ihres Verlaufs neue Lebensräume, häufen Schotterbänke an und umspülen den Auwald. Und artenreiche Almweiden und Wiesen, geschaffen durch die menschliche Bewirtschaftung, zeugen davon, dass der menschliche Einfluss auf die Natur mitunter auch sein Gutes hat.

Der Nationalpark Gesäuse ist geprägt von Wasser, Wald und Fels.

Der Nationalpark Gesäuse ist geprägt von Wasser, Wald und Fels.

Für Besucher gibt’s jede Menge zu entdecken. Das Erlebniszentrum Weidendom, am Ufer der Enns, bietet neben einer Forschungswerkstatt, um mikroskopisch kleinen Lebewesen auf die Spur zu kommen, auch Ruheinseln zum Verweilen. Von hier aus kann etwa der erste begehbare ökologische Fußabdruck Österreichs erkundet werden. Der Themenweg „Lettmair Au“ bietet mit zahlreichen Erlebnisstationen Anreize für alle Sinne und der Erlebnisweg „Der Wilde John“, einer der beliebtesten Wanderwege im Nationalpark Gesäuse, startet hier.

Neben dem Weidendom, der von Mai bis September geöffnet ist, stehen den Besuchern noch das Infobüro Admont (auch in der Wintersaison unter der Woche offen), der Pavillon Gstatterboden, der Ausgangspunkt für zahlreiche Wanderungen ist und eine interaktive Geologieausstellung beherbergt (offen Mai bis Oktober) und das 3D-Kino Silvanum in Großreifling (ebenfalls offen Mai bis Oktober) zur Verfügung.

Veranstaltungstipp:
Am 11. und 12. Dezember findet in Admont die Nationalparks Austria Jahreskonferenz statt. Thema der Konferenz wird u. a. die Fragestellung sein, inwiefern Naturschutz mit dem Ausbau von Wind- und Wasserkraftanlagen sowie der Entwicklung von Tourismuseinrichtungen in Schutzgebieten vereinbar sind. Teil des Programms ist eine Exkursion in die Schneelandschaft des Nationalparks Gesäuse.
Anmeldeschluss war bereits am 29. November, aber vielleicht gibt es für kurzentschlossene Interessierte eine Ausnahme :) Nachfragen schadet nicht!

Sämtliche Infos zum Nationalpark gibt’s auf der offiziellen Webseite bzw. auch via Facebook. Viel Spaß beim Entdecken!

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Das Nationalpark Special – Nationalpark Hohe Tauern

Der Nationalpark, den wir Euch heute ein wenig näher vorstellen möchten, hat Anteil an drei Bundesländern – Kärnten, Salzburg und Tirol – verfügt mit Sicherheit über die beeindruckendste, weil höchstgelegene „Skyline“ aller österreichischen Nationalparks und erstreckt sich über satte 1.856 Quadratkilometer.
Die Rede ist vom Nationalpark Hohe Tauern. Und mit diesen stattlichen Ausmaßen ist er nicht nur das größte Schutzgebiet Österreichs, sondern des gesamten Alpenraums.

Der erste Nationalpark unseres Landes – es gibt ihn bereits seit 1981 – ist auch in der Tat ein Schutzgebiet in Extremlage. Von den höchsten Dächern, dem 3.798 Meter hohen Großglockner und mehr als 300 weiteren über 3.000 Meter Seehöhe ragenden Berggipfeln bis hin zu tief eingeschnittenen Tälern, erstreckt sich eine Bandbreite an Lebensräume, die vergleichbar ist mit einer Reise in die Arktis. Denn würde man von den tiefsten Lagen bis ganz oben wandern, käme man durch sämtliche Lebensräume, die sich von hier bis nach Skandinavien finden.

Blick am frühen Morgen auf den höchsten Gipfel Österreichs, den 3.798 Meter hohen Großglockner, der Teil des Nationalparks Hohe Tauern ist.

Blick am frühen Morgen auf den höchsten Gipfel Österreichs, den 3.798 Meter hohen Großglockner, der Teil des Nationalparks Hohe Tauern ist.

Das sorgt für eine beeindruckende Artenvielfalt. Mehr als ein Drittel aller in Österreich nachgewiesenen Pflanzenarten finden sich in den Hohen Tauern. Bei Säugetieren, Vögeln, Reptilien und Amphibien sind es sogar annähernd 50 Prozent. Sie alle leben zwischen Gletschern, Felswänden, Rasen und jahrhundertealten Almlandschaften.

Wer den weitläufigen Nationalpark selbst entdecken möchte, hat dafür ein Wanderwegenetz von über 4.500 Quadratkilometern zur Auswahl. Hier findet sich von leichten bis zu anspruchsvollen Ausflügen, über alpine Wanderungen bis hin zu gemütlichen Spaziergängen für jeden Geschmack etwas. Nur einige der Tipps sind etwa der Gletscherlehrweg Innergschlöß (Osttirol), der Geotrail in Heiligenblut (Kärnten) oder der Rauriser Urwald (Salzburg).
Auf eigene Faust, aber auch gemeinsam mit den Rangern des Nationalparks lässt sich die Welt der Hohen Tauern erkunden. Und das geht auch im Winter.

Daher unser Veranstaltungstipp:
Ab 23. Dezember 2013 können wanderfreudige Besucher jeden Montag bis 24. März 2014 magische Momente in der „Wildnis des Winters“ erleben. Mit Schneeschuhen geht es in eine einmalige Winterlandschaft, die das Zuhause von Steinböcken, Gämsen und Schneehasen ist.
Sämtliche Infos zu dieser und weiteren Veranstaltungen finden sich auch hier:
“Unsere Wildnis im Nationalpark Hohe Tauern”

Gut zum Orientieren sind natürlich auch die Nationalparkzentren. Im Nationalpark Hohe Tauern gibt es ihrer gleich vier Stück; in Mallnitz (Kärnten), in Matrei (Osttirol), in Heiligenblut (Kärnten) an der Großglockner Hochalpenstraße und in Mittersill (Salzburg). Letzteres Nationalparkzentrum hat auch ganzjährig geöffnet, täglich von 9 bis 18 Uhr.

Sämtliche Infos zum Nationalpark gibt’s auf der offiziellen Webseite bzw. auch via Facebook. Viel Spaß beim Erkunden!

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Österreichische Nationalparks

Österreich hat viel Natur, das spiegelt sich auch in den sechs heimischen Nationalparks wider. Höchst an der Zeit, diese Naturvielfalt endlich mal in Bildern zu würdigen.

Der Verein für Tier- und Naturfotografie Österreich (VTNÖ) ist deshalb gemeinsam mit den Nationalparks Austria in Aktion getreten. Das Resultat der Bemühungen ist die große Foto-Ausstellung “Österreichische Nationalparks”.
Erstmals zu sehen, gab’s die fotografischen Leckerbissen beim Internationalen Naturfoto-Festival in Lünen Ende Oktober. Die nächste Möglichkeit gibt es bei der Photo+Adventure Messe in Wien, in knapp zwei Wochen, am 16. und 17. November.

In der Ausstellung vertreten, ist natürlich auch der Nationalpark Thayatal. Wer sich einen Vorgeschmack auf die Bilder holen möchte, kann schon mal online vorschmökern.
In natura gibt’s die Fotos wie gesagt demnächst in Wien zu sehen, danach wird die Ausstellung durch die Nationalparkzentren touren.
Das solltet ihr Euch nicht entgehen lassen!

Mit von der Partie bei der Fotoausstellung - der Herbst-Laub-Wirbel aus dem NP Thayatal.

Mit von der Partie bei der Fotoausstellung – der Herbst-Laub-Wirbel aus dem NP Thayatal.

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