Das Thayatal von oben

Bald gibt’s topaktuelle Filmaufnahmen, die das Thayatal von oben zeigen! Hier bekommt ihr bereits einen kleinen Vorgeschmack in Bildern.

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Doch wie ist dieses verwinkelte Tal überhaupt entstanden? Dafür ist ein kleiner Exkurs in die geologische Vergangenheit nötig.
Vor 350 bis 310 Millionen Jahren wurde das Variszische Gebirge gebildet. Es stellte die Rohform des damals noch nicht vorhandenen Thayatales dar. Als das Gebirge verwitterte, entstand eine sedimentbedeckte Hochebene, die Böhmische Masse. Diese begann sich durch den tektonischen Druck der Alpen vor 5 Millionen Jahren zu  heben und brachte die bereits auf der Hochebene mäandrierende Ur-Thaya dazu, sich stark einzutiefen. Sie grub sich tief in das weiche Sediment, verlangsamte dann aber ihren Vormarsch als sie auf hartes Silikatgestein traf. Ihr gewundener Lauf war dennoch bereits in Stein gemeißelt. Mit der Zeit entstanden noch Umlaufberge, die hie und da durchbrochen wurden und besonders harte Gesteinsschichten blieben als sogenannte Turmfelsen bis heute erhalten.

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Mit Bildern aus der Luft – und bald auch Filmen -  lässt sich diese Geschichte gleich viel besser nachempfinden!

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Fotopirsch im Thayatal

Wer spannende Naturerlebnisse beobachten und fotografieren möchte, sollte den Wecker zeitig läuten lassen. Heute geben wir Euch ein paar Tipps, wo es im Nationalpark Thayatal am Morgen besonders schön ist und wie ihr einmalige Naturmomente am besten mit der Kamera einfangen könnt.

Um Tiere, wie den Schwarzstorch abzulichten, braucht es möglichst viel Brennweite und kurze Verschlusszeiten.

Um Tiere, wie den Schwarzstorch abzulichten, braucht es möglichst viel Brennweite und kurze Verschlusszeiten.

Grundregel Nummer eins lautet: Man kann nie früh genug starten! Noch im Dunkeln, ausgerüstet mit Stirnlampe, geht es los. Der ideale Ort, um den Tag im Thayatal zu beginnen findet sich bei der Kajamündung in die Thaya. Startet dafür beim Kaja-Parkplatz. In rund 20 bis 25 Minuten erreicht ihr dann durchs Kajabach wandernd den Mündungsbereich. Dort angekommen beginnt es langsam zu dämmern und es stellt sich die alles entscheidende Frage: Stimmung oder Tiere?

Mit etwas Glück lässt sich im Mündungsbereich die Wasseramsel beobachten.

Mit etwas Glück lässt sich im Mündungsbereich die Wasseramsel beobachten, der einzige Singvogel, der tauchen kann.

Wer Tiere bei der Kajamündung beobachten und fotografieren möchte, verharrt am besten ganz ruhig und sichtgeschützt in der Vegetation. Mit etwas Glück erhascht man dann vielleicht einen Blick auf den Schwarzstorch (Ciconia nigra), der als Sommergast im Thayatal verweilt. Gut möglich, dass auch ein Graureiher (Ardea cinerea) vorbeifliegt, die Wasseramsel (Cinclus cinclus) in unmittelbarer Nähe auf Nahrungssuche ins Flusswasser abtaucht oder ein knallblauer Eisvogel (Alcedo atthis) fiepsend vorbeizischt. Damit abgesehen von der Beobachtung auch noch ein Foto gelingt, hier ein paar sachdienliche Tipps:

* Tiere sind immer relativ weit entfernt, deshalb unbedingt den Zoombereich der Kamera ausreizen, sprich eine möglichst große Brennweite wählen.

* Um ein scharfes Bild zu bekommen, braucht es zudem die kürzest mögliche Verschlusszeit. Wie man diese erreicht? Die größtmögliche Blende, sprich die Offenblende einstellen und die Lichtempfindlichkeit des Sensors, die ISO, erhöhen. Um Verwackelungen zu reduzieren, empfiehlt es sich außerdem vom Stativ zu fotografieren. Soweit die grundlegendsten technischen Einstellungen. Entscheidend bei der Tierfotografie ist darüber hinaus die Kenntnis über das Verhalten der Tiere. Wer dem Tier quasi einen Schritt voraus ist und bereits erahnt, wohin es sich als nächstes bewegt, ob der Schwarzstorch gleich abfliegt oder nur kurz die Position verändert, der drückt im richtigen Moment auf den Auslöser. Wer gut beobachtet, fotografiert eben besser!

Die umliegenden Wälder werden als erstes langsam in das erste Morgenlicht getaucht.

Die umliegenden Wälder werden als erstes langsam in das erste Morgenlicht getaucht.

Bei der Landschaftsfotografie können einem die Tiere zwar nicht weglaufen, dafür aber das Licht, zumindest nach einer gewissen Zeit. Deswegen gilt auch hierbei: Früh genug vor Ort sein! An der Kajamündung lassen sich tolle Morgenstimmungen einfangen: In die eine Richtung werden die umliegenden Berge langsam vom ersten Licht beschienen, in der anderen Richtung, blinzelt einem die aufgehende Sonne, die sich sukzessive ihren Weg durch die üppige Vegetation im Mündungsbereich bahnt, entgegen.
Mit Stativ, Weitwinkelobjektiv, also geringer Brennweite, ist man nun gut beraten. Entscheidend für ein tolles Landschaftsbild ist ein interessanter Vordergrund, das kann zum Beispiel eine schöne Spiegelung, ein markanter Stein oder eine Pflanzengruppe sein. Probiert es einfach aus, ihr werdet den Unterschied zwischen einem gezielt komponierten Bild und einem einfach nur „geknipsten“ Foto bemerken.
Während ihr beim Tiere fotografieren, eine offene Blende wählt, solltet ihr bei der Landschaftsfotografie die Blende etwas schließen (das entspricht einer größeren Blendenzahl). Dadurch erzielt ihr zweierlei: eine möglichst durchgängige Schärfe im Bild und die Sonne – sofern sie im Bildausschnitt durch die Vegetation lugt – geht zu einem mehrzackigen Stern auf. Je nach verwendetem Objektiv sieht der Stern übrigens unterschiedlich aus.

Wenn man die Blende etwas schließt, ab etwa Blende 10, geht die Sonne im Bild zu einem mehrzackigen Stern auf.

Wenn man die Blende etwas schließt, ab etwa Blende 10, geht die Sonne im Bild zu einem mehrzackigen Stern auf.

Genießt den Morgen im Thayatal, macht schöne Fotos und vergesst bei all der fotografischen Euphorie trotzdem nicht, dass im Nationalpark bestimmte Regeln gelten, wie etwa das Wegegebot. Aber auch von den Wegen aus lassen sich tolle Fotos schießen. In diesem Sinne: Gut Licht!

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Was heißt hier “tot”?

„Bei Euch schaut’s aber schon unaufgeräumt aus!“- Wer sich das beim Wandern durch die Thayatal-Wälder denkt, dem sei gesagt: Willkommen in der Natur! Totholz gehört in den natürlichen Zyklus von Werden und Vergehen und ist darüber hinaus überlebenswichtig. Anstatt Totholz würde das Prädikat „Lebendholz“ eigentlich viel besser passen, denn obwohl abgestorbene Bäume selber nicht mehr wachsen, sind sie doch voller Leben. Voller sogar als zu ihren „aktiven Zeiten”!TT_MGraf_00333_c

Warum? – Weil Totholz ein Multifunktions-Kunstwerk ist. Es schafft kurzfristige Verstecke und dauerhafte Behausungen für Eidechsen, Mäuse, Reptilien oder Amphibien. Es fungiert als Buffet für Pflanzen, Pilze, wirbellose Tiere und Insekten, schafft Sitzwarten für Greifvögel und ist das Rohmaterial für neue Brutplätze. Zudem sorgt es als Wasserspeicher für ein angenehm feuchtes Kleinklima und stellt sicher, dass dem Wald die Nährstoffe nicht ausgehen. Keine schlechte Bilanz für etwas, das „einfach nur rumliegt“.

Wer genauer wissen möchte, wie das Totholz den Wald im Gleichgewicht hält und welche Tiere besonders stark darauf angewiesen sind, der sollte sich den Blogbeitrag „Tot, aber voller Leben“ nicht entgehen lassen!

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Ein Tänzchen gefällig?

Die Anzahl der Blütenblätter varriert beim Leberblümchen. Es können pro Blüte sechs bis zehn sein!

Die Leberblümchen sind da!

Der Frühling startet durch, und ganz vorne mit dabei sind die Leberblümchen. Was die hübschen violett, rosa oder weiß gefärbten Blüten mit der Leber zu tun haben? Wenig, vielmehr sind es die Laubblätter, die dem Pflänzchen zu seinem Namen verholfen haben. Seine dreilappigen Laubblätter erinnern – zugegebenermaßen mit etwas Fantasie – an die Form der menschlichen Leber.
Das spiegelt sich übrigens auch im lateinischen Namen dieses Pflänzchens wider. In Hepatica nobilis steckt das Wort hepatos drinnen, was soviel bedeutet wie Leber. Die mittelalterliche Signaturenlehre ging davon aus, dass die Form einer Pflanze Auskunft darüber gibt, wogegen sie hilft. Entsprechend setzte man früher das Leberblümchen u. a. auch bei Lebererkrankungen ein, heute allerdings nur mehr im Bereich der Homöopathie.
Prinzipiell gilt von Selbstbehandlungen abzuraten, da das Pflänzchen leicht giftig ist! Am besten mit den Augen genießen und ihnen beim Tanzen zusehen :)

Wer mehr zu den Leberblümchen erfahren möchte, wird im Blogbeitrag “Früh, früher, Leberblümchen” fündig. Klickt euch rein!

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CSI Biber

Der Biber ist mittlerweile im Nationalpark Thayatal zu finden. Wie er sich dorthin vorgearbeitet hat, könnt ihr hier nachlesen.

Der Biber ist mittlerweile auch im Nationalpark Thayatal beheimatet. Wie er sich dorthin vorgearbeitet hat, lässt sich im NP Thayatal Blog nachlesen.

Die ersten Spuren im Nationalpark Thayatal ließen sich 2011 nachweisen. Wo? – Im Bereich des Umlaufbergs, bei der Kajabachmündung in die Thaya. Etwas später dann auch bei der Einsiedlerwiese. Der Biber (Castor fiber) hat sich vorgearbeitet!
Vor allem im Spätwinter 2013 deuten zahlreiche Nagespuren bei der Großen Umlaufweise auf seine Anwesenheit hin.
Der ultimative Beweis folgte noch im selben Jahr, genauer gesagt am 26. April. Barbara Hauser, die Wirtin des Gasthofs Hammerschmiede konnte via Handyfoto einen der großen Nager an der Fugnitz in Hardegg festhalten.
Die ganze Geschichte, wie es die Biber von Tschechien ins österreichische Thayatal geschafft haben,  könnt ihr hier nachlesen!

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Das Nationalpark-Special – Nationalpark Neusiedler See – Seewinkel

Ganz im Osten unseres Landes, dort wo die Alpen auslaufen und wo es flach wird in Richtung Ungarische Tiefebene, da befindet er sich, Österreichs einziger Steppen-Nationalpark, der seit 1993 bestehende Nationalpark Neusiedler See – Seewinkel.

Zwei Jahre zuvor wurde bereits auf ungarischer Seite der Fertö-Hanság Nemzeti Park eingerichtet. Gemeinsam bilden die beiden Nationalparks nun – genauso wie der NP Thayatal und der tschechische NP Podyjí – ein grenzüberschreitendes Schutzgebiet. Insgesamt ist es rund 300 Quadratkilometer groß. Etwas mehr als 90 Quadratkilometer davon finden sich auf österreichischem Gebiet und damit auch eine ganze Bandbreite an einzigartigen Lebensräumen: Der Neusiedler See mit seinem ausgedehnten Schilfgürtel, weitläufige Mähwiesen und Hutweiden, Sandlebensräume und periodisch austrocknende Salzlacken, die im europäischen Binnenland nur im Seewinkel und in Zentralungarn vorkommen.

Die speziellen Lebensräume sorgen auch für eine spezielle Artenvielfalt. Salztolerante oder sogar salzliebende Pflanzen wie Salz-Aster, Salz-Kresse oder Strand-Salzmelde, die sonst erst wieder an den europäischen Meeresküsten anzutreffen sind, fühlen sich im Seewinkel wohl.
Besonders herausragend ist der gefiederte Reichtum. Rund 340 Vogelarten kommen entweder zum Brüten, Überwintern oder Durchziehen in den Nationalpark Neusiedler See – Seewinkel. Graugänse, Purpurreiher, Säbelschnäbler und viele mehr locken Vogelfans aus allen Himmelsrichtungen an. Vor allem im Frühjahr kommen Vogelfreunde voll auf ihre Kosten. Die Pannonian BirdExperience ist mittlerweile ein Fixpunkt im April. Auch nächstes Jahr wird es wieder jede Menge Exkursionen, Vorträge und Messeangebote von 05. bis 13. April geben. Gleich mal vormerken!

Eine Rohrdommel stakst hier durchs noch winterliche Schilfdickicht im Nationalpark Neusiedler See - Seewinkel. Nur eine von rund 340 Vogelarten, die sich im Osten unseres Landes beobachten lassen.

Eine Rohrdommel stakst durchs winterliche Schilfdickicht im Nationalpark Neusiedler See – Seewinkel. Nur eine von rund 340 Vogelarten, die sich im Osten unseres Landes beobachten lassen.

Der Nationalpark bietet das ganze Jahr über verschiedene Exkursionen an. Zu Pferd, per Solarboot, Fahrrad oder zu Fuß können die Besucher in die Steppen-Vielfalt eintauchen. Und dabei kann es leicht sein, dass man einer der alten Haustierrassen des Nationalparks begegnet. In früheren Jahrhunderten in der ganzen Region verbreitet, haben etwa das Ungarische Steppenrind, der Wasserbüffel, der Europäische Weiße Esel und das Mangalitza Schwein im Nationalpark nach wie vor ein Zuhause. Gut für die Tiere, aber auch gut für die Weiden des Nationalparks, die auf die Tiere angewiesen sind!

Veranstaltungstipp:
Die nächsten Exkursionen unter dem Motto „Winter im Nationalpark“ starten am 14., 21. und 28. Dezember. Neben den „klassischen“ Exkursionen bietet der Nationalpark auch ein umfangreiches Zusatzangebot im Rahmen der „Nationalpark Lernwerkstatt“ an.
Der nächste „Grundkurs Korbflechten“ findet am 24. Jänner 2014 statt.

Sämtliche Infos zu den Veranstaltungen, der Anmeldung und natürlich zum Nationalpark selber gibt’s auf der offiziellen Webseite. Viel Spaß beim Entdecken!

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Das Nationalpark Special – Nationalpark Gesäuse

In der Nordsteiermark, zwischen Hieflau und Admont, da darf die Enns abschnittsweise noch wild rauschen und ihre Gischt versprühen. Das dahinsausende Wildwasser ist es auch, das den Namen dieser Region prägte, das Gesäuse.
Über Jahrmillionen hat sich die Enns hier tief ins Gebirge eingegraben und ein monumentales Durchbruchstal mit bis zu 1.800 Meter hoch aufragenden Steilwänden geschaffen. Dieses Tal sowie die umliegenden „Gesäuseberge“, eine wild zerklüftete Bergwelt bilden seit Oktober 2002 den Nationalpark Gesäuse und damit den bis dato jüngsten Nationalpark Österreichs.

Auf 110 Quadratkilometer Fläche beherbergt er neben schroffen Felsen vor allem Wälder, rund 50 Prozent der Fläche des Nationalparks. Ehemals stark für die Gewinnung von Holzkohle genutzt, haben sich die Gesäuse-Wälder heute vielerorts erholt und bilden weitläufige Waldgebiete, die von einer natürlichen Dynamik geprägt sind.
Das „fließende Rückgrat“ des Gesäuses bilden die Enns und der Johnsbach. Sie schaffen entlang ihres Verlaufs neue Lebensräume, häufen Schotterbänke an und umspülen den Auwald. Und artenreiche Almweiden und Wiesen, geschaffen durch die menschliche Bewirtschaftung, zeugen davon, dass der menschliche Einfluss auf die Natur mitunter auch sein Gutes hat.

Der Nationalpark Gesäuse ist geprägt von Wasser, Wald und Fels.

Der Nationalpark Gesäuse ist geprägt von Wasser, Wald und Fels.

Für Besucher gibt’s jede Menge zu entdecken. Das Erlebniszentrum Weidendom, am Ufer der Enns, bietet neben einer Forschungswerkstatt, um mikroskopisch kleinen Lebewesen auf die Spur zu kommen, auch Ruheinseln zum Verweilen. Von hier aus kann etwa der erste begehbare ökologische Fußabdruck Österreichs erkundet werden. Der Themenweg „Lettmair Au“ bietet mit zahlreichen Erlebnisstationen Anreize für alle Sinne und der Erlebnisweg „Der Wilde John“, einer der beliebtesten Wanderwege im Nationalpark Gesäuse, startet hier.

Neben dem Weidendom, der von Mai bis September geöffnet ist, stehen den Besuchern noch das Infobüro Admont (auch in der Wintersaison unter der Woche offen), der Pavillon Gstatterboden, der Ausgangspunkt für zahlreiche Wanderungen ist und eine interaktive Geologieausstellung beherbergt (offen Mai bis Oktober) und das 3D-Kino Silvanum in Großreifling (ebenfalls offen Mai bis Oktober) zur Verfügung.

Veranstaltungstipp:
Am 11. und 12. Dezember findet in Admont die Nationalparks Austria Jahreskonferenz statt. Thema der Konferenz wird u. a. die Fragestellung sein, inwiefern Naturschutz mit dem Ausbau von Wind- und Wasserkraftanlagen sowie der Entwicklung von Tourismuseinrichtungen in Schutzgebieten vereinbar sind. Teil des Programms ist eine Exkursion in die Schneelandschaft des Nationalparks Gesäuse.
Anmeldeschluss war bereits am 29. November, aber vielleicht gibt es für kurzentschlossene Interessierte eine Ausnahme :) Nachfragen schadet nicht!

Sämtliche Infos zum Nationalpark gibt’s auf der offiziellen Webseite bzw. auch via Facebook. Viel Spaß beim Entdecken!

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Das Nationalpark Special – Nationalpark Donau-Auen

Vielleicht gäbe es den freifließenden Donaustrom, die vielen Alt- und Seitenarme, die Tümpel und Schotterbänke, die Flach- und Steilufer, den Auwald und die Wiesen östlich von Wien heute gar nicht mehr, wenn das geplante Kraftwerk Hainburg nicht für die nötige Aufbruchsstimmung in der Bevölkerung gesorgt hätte.
Oft muss man etwas (fast) verlieren, um festzustellen, wie wertvoll es ist. Die Donau-Auen östlich von Wien sind so ein wertvoller Schatz, den es zu bewahren gilt. Und seit 1996 existiert dafür auch die wichtige offizielle Grundlage, der Nationalpark Donau-Auen, der auf rund 93 Quadratkilometer Fläche einmalige Auwald-, Wiesen- und Wasserflächen schützt.

Sechs Nationalparks gibt es in Österreich, deren oberstes Anliegen die Natur ist. Sie zu schützen und ihre Vielfalt und Wunder für Besucher erlebbar zu machen, darum geht es den Nationalparks. In unserem „Nationalpark Special“ wollen wir Euch zeigen, welche weiteren Naturschätze es in Österreich gibt.

Der Nationalpark Donau-Auen, den wir heute vorstellen möchten, ist die größte zusammenhängende und ökologisch weitgehend intakte Auenlandschaft dieser Art in Mitteleuropa. In seinen vielfältigen Lebensräumen finden mehr als 800 Pflanzenarten, mehr als 30 Säugetier- und 100 Brutvogelarten, acht Reptilien- und 13 Amphibienarten sowie rund 60 Fischarten ein Zuhause. Eine „grüne Lunge“ zwischen Wien und Bratislava.

Ausgedehnte Auwälder, Wasserflächen und Wiesenlandschaften machen den NP Donau-Auen zu einem wahren Natur-Eldorado.

Ausgedehnte Auwälder, Wasserflächen und Wiesenlandschaften machen den NP Donau-Auen zu einem wahren Natur-Eldorado.

Wer dieses „Auenland“ genauer erkunden möchte, hat dafür jede Menge Möglichkeiten. Selbst loswandern entlang des weitläufigen Wegenetzes oder sich den Nationalpark von erfahrenen Rangern zeigen lassen. Das geht zum Beispiel über Bootstouren, Exkursionen zum Thema Wintergäste, Baumriesen, Wildkräuter u. v. m. oder über regelrechte Erlebniswanderungen.
Von 21. März bis 1. November steht den Besuchern auch das Nationalparkzentrum im Schloss Orth – in Orth an der Donau, 15 Kilometer östlich von Wien – zur Verfügung. Momentan herrscht dort – genauso wie im NP Thayatal – Winterruhe, aber telefonische Auskünfte und eigene Erkundungen in den Donau-Auen sind natürlich trotzdem möglich.

Veranstaltungstipp:
Am Donnerstag, 28. November 2013, findet um 18 Uhr, im schlossORTH Nationalpark-Zentrum ein Forum zum Thema „Nationalpark Donau-Auen und Hochwasser-Schutz. Erfahrungen, Erkenntnisse und Perspektiven“ statt. Alle Interessierten sind herzlich dazu eingeladen. Eintritt frei!

Sämtliche Infos zum Nationalpark gibt’s auf der offiziellen Webseite bzw. auch via Facebook. Viel Spaß beim Erkunden!

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Eine sanftere Brise

Ganz Österreich will bis 2020 34 Prozent des Energiebedarfs aus erneuerbaren Energien gewinnen, Niederösterreich strebt sogar 50 Prozent an. Die Windkraft soll dabei eine tragende Rolle einnehmen. Bis Ende 2013 werden sich in Niederösterreich über 460 Windkraftanlagen drehen, rund 14 Prozent des Strombedarfs zur Verfügung stellen und etwa 440.000 Haushalte versorgen.

Aber den geplanten Windkraftanlagen, wie etwa dem Windpark Nord unweit des Nationalpark Thayatal (siehe dazu Blogbeitrag „Erneuerbare Energien um jeden Preis“), bläst zunehmender Gegenwind ins Gesicht. NÖ Landeshauptmann Erwin Pröll reagierte auf die Bedenken und äußerte sich in einer Presseaussendung vom 2. Mai folgendermaßen: „Windkraftanlagen soll es in Zukunft nur noch in eigens ausgewiesenen Standortzonen geben.” Dafür gilt es ein neues Raumordnungsprogramm zu entwickeln, damit Windräder in Zukunft nicht wahllos durch die Gegend rotieren.

Nationalparkdirektor Robert Brunner freut sich über diese Entwicklungen: „Damit kann eine Nachdenkpause einsetzen. Statt einzig auf die möglichen Einnahmen aus Windkraftanlagen zu schielen, kann jetzt sachlich und ohne Zeitdruck über die Auswirkungen auf die Ökologie diskutiert werden.“ Wichtig wäre es, dass Schutzgebiete wie der Nationalpark Thayatal in diese Raumordnungsambitionen einbezogen werden. Naturschutz darf nicht einfach übergangen werden. Dafür plädiert auch Österreichs Wappenvogel bzw. dessen Nachwuchs. Im Windkraft-Planungsgebiet zwischen Hardegg, Langau und Weitersfeld hat heuer ein Seeadler-Pärchen erfolgreich gebrütet. „Das schließt die Errichtung des Windparks Nord nach Meinung zahlreicher Experten ohnehin aus“, so Brunner.
Zu den Seeadlern demnächst mehr…

Der Blog hält Euch in jedem Fall auf dem Laufenden, wie es in Sachen Windkraft und Nationalpark weitergeht!

Im Moment wachsen noch die Bäume in den Himmel… werden sich in Zukunft Windräder darunter mischen?

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