Das Thayatal von oben erleben

Das Beste kommt zum Schluss. Zum Jahresende gibt’s für alle Fans des Nationalparks Thayatal – und für alle, die es noch werden wollen :) – etwas zum Genießen, zum Träumen und Vorfreuen: den brandneuen Thayatal-Kurzfilm “Das Thayatal von oben erleben”.

Was euch darin erwartet? Topaktuelle Luftaufnahmen – via Drohne – erstellt im Sommer und Herbst 2017. Wir werfen einen Blick auf die sommerlichen Wälder des “Green Canyon” Österreichs und tauchen ein in die herbstlich verfärbte Baum-Pracht. Dazwischen schlängelt sich die Thaya dahin, schafft Umlaufberge und ein enges Miteinander zwischen Österreich und Tschechien.

Wir wünschen euch viel Freude mit dem Film und einen glücklichen, gesunden und erfolgreichen Start ins neue Jahr!

Aktiv durch den Winter

Einige hauen sich aufs Ohr, andere frieren ein, um die kalte Jahreszeit zu überstehen. Aber was ist mit jenen wackeren Wildtieren, die auch im Winter aktiv sind?

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Warum sich Wühlmäuse unter der Schneedecke am wohlsten fühlen, wie der Biber seinen Kühlschrank immer gut gefüllt hält und warum der Fischotter im Winter richtig Spaß hat, das verrät Euch der NP Thayatal Blog!

Und wie kommt ihr am besten durch den Winter?

Die Thaya im Winter

Warum gefrieren fließende Gewässer wesentlich langsamer und tauen auch wieder früher auf als stehende Gewässer?
Ganz einfach, je schneller das Wasser fließt, umso tiefer müssen die Temperaturen fallen, damit das Wasser gefriert. Die Thaya ist zwar kein reißender Fluss, aber sie friert im Winter nur in den allerseltensten Fällen zu. Woran das liegt? – Das könnt ihr hier nachlesen.
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Wie es um den Vereisungsgrad der Thaya bestellt ist, das könnt ihr zu Jahresende auch selber überprüfen, bei der gemeinsamen Silvesterwanderung im Nationalpark. Heuer jährt sich die Wanderung zum Jahresende bereits zum zwanzigsten Mal. Seid dabei und meldet euch gleich an!

Blick zurück

Das Thayatal hat eine bewegte geologische Geschichte.

Das Thayatal hat eine bewegte geologische Geschichte.

Was das Thayatal mit einem bayerischen Volksstamm gemeinsam hat? Zugegeben, nicht allzu viel. Aber zumindest so viel: Der grenzüberschreitende Nationalpark Thayatal liegt am Südostrand der Böhmischen Masse, einem stark erodierten Rest des vor 350 bis 310 Millionen Jahren gebildeten Variszischen Gebirges. Und das hat seinem Namen von den Varisziern, einem alten bayerischen Stamm.

Wer mehr über die geologische Vergangenheit des Thayatals und den ganz speziellen Charakter der unterschiedlichen Gesteinsschichten im Nationalpark Thayatal erfahren möchte, sollte sich folgenden NP-Thayatal-Blogbeitrag nicht entgehen lassen!

Pirsch zum Hirsch

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Im Nationalpark Thayatal einem Rothirsch zu begegnen ist nicht unmöglich, aber dennoch schwierig. Warum? Nationalpark-Förster Wolfgang Riener erklärt uns den Grund: „Die Rothirsche ziehen bei uns herum, leben aber nicht dauerhaft auf dem Gebiet des Nationalparks, einfach weil es dafür zu klein ist.“
Wenn ihr herausfinden wollt, wie es kommt, dass die ehemaligen Bewohner von Steppenlandschaften nun im Wald leben, warum es zu Verbiss kommt, wann dieser erwünscht ist und wann nicht – aus unserer Perspektive freilich – und in welchen Wäldern sich Rothirsche besonders wohl fühlen, dann solltet ihr euch diesen Blogbeitrag zu Gemüte führen: Wo ist der Hirsch?

Der Kreislauf der Blätter

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Eben noch waren die Bäume in vollster herbstlicher Pracht. Jetzt liegt die bunte Pracht größtenteils am Boden. Wie viele Laubblätter da so zusammenkommen? Geschätzte 25 Millionen Laubblätter fallen in einem Buchenwald pro Hektar an. Das sind etwa 4 Tonnen!
Eine ganze Menge. Wenn ihr erfahren wollt, was mit all den Blättern passiert, welche Armada von Waldlebewesen sich über das frisch angerichtete Mahl hermacht und wie die Blätter letztlich enden, dann klickt Euch in diesen NP Thayatal Blogbeitrag rein, wo die Kleinen die Größten sind.

 

Kreative Nationalpark-Einblicke

 „Das entschleunigende Leben der Einheimischen in Verbindung mit dem Geruch von sommerlichem Laub, morschem Holz und hitzebedingtem Schweiß, zauberte uns ein dauerhaftes Lächeln ins Gesicht. Sowohl der Weg zum Einsiedlerfelsen als auch der Umlaufberg bezeichne ich als meine Lieblingsplätze im Nationalpark, von dort ich in aller Ruhe und gewollter Einsamkeit Schwarzstörche, Sumpfwiesel und diverse Spechtarten beobachten konnte. Ein durch und durch unbezahlbares Erlebnis, das nur ab und an von aggressiven Stechmücken gestört wurde.“

Das sind die Eindrücke von Lisa Lugerbauer von ihrer Zeit im Thayatal. Die 22-jährige Studentin der Zeitgeschichte und Medien sowie Florian Kitzmüller (32), ein selbstständiger Filmemacher aus Oberösterreich, waren Gewinner eines von Nationalparks Austria verliehenen Medienstipendiums. Im Zuge dieses Stipendiums hatten sie die Gelegenheit zwei Wochen lang intensiv in den Nationalpark Thayatal einzutauchen.

Die Vogelwelt hat es Lisa Lugerbauer besonders angetan. U. a. dokumentierte sie diese Goldammer im Zuge ihres Medienstipendiums.

Die Vogelwelt hat es Lisa Lugerbauer besonders angetan. U. a. dokumentierte sie diese Goldammer im Zuge ihres Medienstipendiums.

Seit dem dritten Jahr in Folge fördert Nationalparks Austria zwölf Nachwuchstalente aus den Bereichen Literatur, Fotografie und Film. Die Talente dürfen in den Sommermonaten in einem der sechs österreichischen Nationalparks ihr Können unter Beweis stellen und sich mit der unberührten Natur näher auseinanderzusetzen. „Mit unseren Medienstipendien möchten wir junge Kreative in Österreich unterstützen und ihnen unter dem Thema ‚Nichts berührt uns wie das Unberührte‘ einzigartige und inspirierende Nationalpark-Erfahrungen ermöglichen”, erklärt Carl Manzano, Projektleiter Öffentlichkeitsarbeit Nationalparks Austria.

Auch ein Eisvogel kam Lisa vor die Linse.

Auch ein Eisvogel kam Lisa vor die Linse.

Während sich Lisa auf Kurzreportagen über die Vogelwelt des Nationalparks Thayatal konzentrierte, erarbeitete Florian eine 12-minütige Kurzfilmdoku inklusive Interviews mit den Nationalpark-Mitarbeitern. Hier könnt ihr euch die spannenden Ergebenisse anschauen:

Kurzreportagen über die Vogelwelt von Lisa Lugerbauer.

Kurzfilmdoku von Florian Kitzmüller:

Die Ergebnisse aller Medienstipendiaten quer durch die heimischen Nationalparks findet ihr hier.
Lust bekommen selber eure Sicht auf die Nationalparks kreativ dem Lande mitzuteilen? Dann seid bereit für die Medienstipendien 2018!

 

 

Mystisches Thayatal

Die Tage werden kürzer, die Nächte länger und das Waldviertel wieder einen Tick mystischer. Woran das liegt, vor allem an den „Wolken mit Bodenkontakt“.

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Wie entstehen diese? Der Boden kühlt im Herbst allmählich aus. Wenn tagsüber die Sonne scheint, erhitzt sich die Luft allerdings noch beträchtlich. Bei Sonnenuntergang rasseln die Luftemperaturen dann wieder in den Keller, der kalte Boden beschleunigt diesen Prozess. Und bei der Abkühlung passiert die Magie: Überschüssiges Wasser kondensiert, wird flüssig und für uns als schleierhafter Nebel sichtbar. Wer mehr darüber erfahren möchte, wird hier fündig: “Wolken mit Bodenkontakt”

Das Thayatal von oben

Bald gibt’s topaktuelle Filmaufnahmen, die das Thayatal von oben zeigen! Hier bekommt ihr bereits einen kleinen Vorgeschmack in Bildern.

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Doch wie ist dieses verwinkelte Tal überhaupt entstanden? Dafür ist ein kleiner Exkurs in die geologische Vergangenheit nötig.
Vor 350 bis 310 Millionen Jahren wurde das Variszische Gebirge gebildet. Es stellte die Rohform des damals noch nicht vorhandenen Thayatales dar. Als das Gebirge verwitterte, entstand eine sedimentbedeckte Hochebene, die Böhmische Masse. Diese begann sich durch den tektonischen Druck der Alpen vor 5 Millionen Jahren zu  heben und brachte die bereits auf der Hochebene mäandrierende Ur-Thaya dazu, sich stark einzutiefen. Sie grub sich tief in das weiche Sediment, verlangsamte dann aber ihren Vormarsch als sie auf hartes Silikatgestein traf. Ihr gewundener Lauf war dennoch bereits in Stein gemeißelt. Mit der Zeit entstanden noch Umlaufberge, die hie und da durchbrochen wurden und besonders harte Gesteinsschichten blieben als sogenannte Turmfelsen bis heute erhalten.

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Mit Bildern aus der Luft – und bald auch Filmen -  lässt sich diese Geschichte gleich viel besser nachempfinden!

Natur ohne Grenzen

Der Eiserne Vorhang, der Ost- von Westeuropa trennte, ist längst Geschichte. Anstelle von Trennung ist ein Miteinander getreten. Wie völkerverbindende Naturschutzarbeit im Grenzbereich aussieht, das könnt ihr euch in einem 8-minütigen Film ansehen! Entstanden ist er vor 3 Jahren, als sich der Fall des Eisernen Vorhangs zum 25. Mal jährte. – Wer euch durch den Film begleitet? Der ehemalige NP Thayatal Direktor Ludwig Schleritzko und der neu ernannte Nationalpark Direktor Christian Übl.
Die beiden erzählen über positive Entwicklungen in der Natur, Kooperationen mit den tschechischen Nachbarn und Pläne für die Zukunft. Darüber hinaus gibt der Film Einblicke in die faszinierende Natur des in Mitteleuropa einmaligen Thayatals.

25 Jahre Natur ohne Grenzen from Nationalpark Thayatal on Vimeo.