Wer trällert denn da?

Was schätzt ihr, wie viele Vogelarten in Österreich gesanglich begabt sind?
– Wir verraten es euch, rund 120. So viele Singvogelarten tummeln sich bei uns. Und damit ihr Euch bei euren ersten Wanderungen im Frühjahr leichter tut, ein paar gängige Arten allein am Gesang voneinander zu unterscheiden, haben wir für Euch eine kleine Gesangsstunde vorbereitet.

Rotkehlchen gehören zu den ganz großen Sängern unter den Singvögeln.

Rotkehlchen gehören zu den ganz großen Sängern unter den Singvögeln.

Zilpzalp, Blau- und Kohlmeise, Amsel und Rotkehlchen geben einige ihrer Trällerer zum Besten. Der Gesang der kleinen Zwitscherer ist strophenartig aufgebaut und oft sehr variantenreich. Je nach Notwendigkeit – Gefahr, Partnersuche, Revierverteidigung – kann sich das Zwitschern anders anhören. Aber irgendwo muss man ja anfangen, also starten wir am besten mit dem Aufbaukurs “Kleine Vogelstimmenkunde” :)  

Wer seine Gesangeskünste gleich testen möchte, ist beim Ausflug „Im Reich des Seeadlers“ am 21. Mai genau richtig. Unterwegs mit einem Ranger  lauschen wir all jenen typischen Vogelarten, die den Frühjahrswald mit ihren stimmlichen Darbietungen zum Klingen bringen. Und mit etwas Glück schaut vielleicht auch der Seeadler vorbei. Singen – so viel sei verraten – wird er allerdings nicht ;)

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Sie sind wieder da!

Rund 150 Schwarzstoch-Paare brüten jedes Jahr in Österreich. Das Waldviertel und damit auch der NP Thayatal sind besonders beliebt bei den großen Stelzvögeln. Ungestörte Wälder mit alten, hohen Horstbäumen und ein üppiges Nahrungsangebot verlocken die Schwarzstörche jedes Jahr von neuem.

Auf Futtersuche entlang der Thaya.

Auf Futtersuche entlang der Thaya.

Rund 16.000 Kilometer Flugstrecke nehmen sie dafür auf sich und tauschen gegen Anfang April die ostafrikanischen Überwinterungsgebiete gegen das „Sommer-All-Inclusive“-Programm im Thayatal aus.

Wo sich die charismatischen Vögel am besten beobachten lassen?
Entlang der Thaya zwischen Hardegg und dem Überstieg, am besten früh am Morgen und vormittags, wenn sie dem Fischfang frönen. Bis Ende August habt ihr heuer Zeit nach ihnen Ausschau zu halten, dann beenden sie ihren Sommerurlaub und fliegen wieder flotte 16.000 Kilometer retour nach Afrika :)

Wer mehr über die abenteuerliche Flugroute der Schwarzstörche erfahren möchte, wird hier fündig.

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Wie war das mit dem Bärlauch noch mal?

Wer nicht gerade Kräuterkenner und mit allen Pflänzchen auf Du und Du ist, steht möglicherweise auch in diesem Frühjahr wieder einmal ratlos vor einem Grüppchen saftig grüner Blätter und fragt sich, ob sie denn wirklich dem Bärlauch zuzurechnen sind.
Der Nationalpark entlastet Euch insofern bei dieser Frage, als Bärlauch und Co. nur zum visuellen und nicht zum kulinarischen Genuss gedacht sind – Stichwort Sammelverbot. Nichtsdestotrotz wäre es schön zu wissen, woran man denn nun eigentlich ist :)

Sobald der Bärlauch zu blühen beginnt, verlieren seine Laubblätter an Saft und Aroma.

Sobald der Bärlauch zu blühen beginnt, verlieren seine Laubblätter an Saft und Aroma.

Hier die wichtigsten Hinweise zum Mitschreiben:

1.)  Die Blätte des Bärlauchs sind weich.

2.)  Die Blattunterseite ist matt und verfügt über eine kantige Mittelrippe.

3.)  Jedes Blatt kommt einzeln aus der Erde.

Wer es noch genauer wissen will und auf Nummer sicher gehen möchte, dass es sich doch nicht um die giftigen Kollegen Maiglöckchen oder Herbstzeitlose handelt, der findet alle Infos dazu in der NP Thayatal Wildpflanzenkunde.
Viel Spaß beim Schmökern!

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Was heißt hier “tot”?

„Bei Euch schaut’s aber schon unaufgeräumt aus!“- Wer sich das beim Wandern durch die Thayatal-Wälder denkt, dem sei gesagt: Willkommen in der Natur! Totholz gehört in den natürlichen Zyklus von Werden und Vergehen und ist darüber hinaus überlebenswichtig. Anstatt Totholz würde das Prädikat „Lebendholz“ eigentlich viel besser passen, denn obwohl abgestorbene Bäume selber nicht mehr wachsen, sind sie doch voller Leben. Voller sogar als zu ihren „aktiven Zeiten”!TT_MGraf_00333_c

Warum? – Weil Totholz ein Multifunktions-Kunstwerk ist. Es schafft kurzfristige Verstecke und dauerhafte Behausungen für Eidechsen, Mäuse, Reptilien oder Amphibien. Es fungiert als Buffet für Pflanzen, Pilze, wirbellose Tiere und Insekten, schafft Sitzwarten für Greifvögel und ist das Rohmaterial für neue Brutplätze. Zudem sorgt es als Wasserspeicher für ein angenehm feuchtes Kleinklima und stellt sicher, dass dem Wald die Nährstoffe nicht ausgehen. Keine schlechte Bilanz für etwas, das „einfach nur rumliegt“.

Wer genauer wissen möchte, wie das Totholz den Wald im Gleichgewicht hält und welche Tiere besonders stark darauf angewiesen sind, der sollte sich den Blogbeitrag „Tot, aber voller Leben“ nicht entgehen lassen!

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Wanderwege für Entdecker

Wer den Frühling im Nationalpark Thayatal selbst entdecken möchte, der hat die Wahl zwischen mehreren Wanderwegen.  Wir stellen euch einige ideale Kandidaten für Eure Frühjahrstouren vor.

Der Seidelbast und seine anderen frühen Kollegen muss sich also noch etwas gedulden. Wir sind gespannt, welche Blühentscheidung er heuer treffen wird ;)

Der Seidelbast ist einer der wenigen blühenden Sträucher im Frühjahr bei uns. – Bei einer Wanderung im Nationalpark Thayatal könnte man Glück haben und seine zarten rosa-violetten Blüten erspähen.

Kandidat Nr. 1: Der Einsiedlerweg – für Entdecker
Hier gibt es Chancen auf Leberblümchen, Lungenkraut, Schlüsselblumen oder einen der wenigen blühenden Sträucher im Frühjahr, den Seidelbast.

Kandidat Nr. 2: Der Kajaweg – große Vielfalt auf kleiner Strecke
Entlang des Kajabaches und Merkersdorfer Baches tummeln sich Scharbockskraut und Buschwindröschchen, Gundelreben oder Milzkraut. Wer eine Thayatal Rarität sehen möchte, das Muschelblümchen, ist hier ebenfalls richtig.

Mehr zu diesen beiden Wegen und weitere Frühlings-Entdecker-Optionen findet ihr hier.
Viel Spaß beim selber Entdecken!

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Kleine Kraftpakete

Wenn alle anderen Pflanzen noch im Winterschlaf dahindämmern, sind die Frühjahrsblüher schon längst in Aktion getreten.
Doch woher nehmen sie die Kraft, um den Waldboden so früh im Jahr in ein farbenprächtiges Meer zu verwandeln? – Das Geheimnis ihres Erfolges liegt unter der Erde. Gut verpackt in Knollen (verdickten Wurzeln), Zwiebeln (gestauchten Blättern) oder Rhizomen (verdickten Stängeln) lagern die im Vorjahr angehäufte Reserven. Sie geben den Frühjahrsblühern den entscheidenden Vorsprung.
Wer mehr über die Speichertricks der frühen Pflänzchen erfahren möchte, sollte am besten im Blogbeitrag “Das Geheimnis ihres Erfolges” nachlesen.
Wie bunt es im Thayatal-Frühling hergeht, davon könnt Ihr Euch zudem in diesem Video überzeugen:

Viel Spaß bei Euren eigenen Entdeckungen!

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Stefan Hailzl berichtet von seinem Zivildienst im Nationalpark Thayatal

WIldkatzenfütterung

Stefan Hailzl bei der Wildkatzenfütterung

Du gewinnst zwölf Monate lang wertvolle Erfahrungen, lernst neue Leute kennen und verbringst viel Zeit in der Natur. Im Nationalparkgebiet hilfst Du aktiv beim Naturraummanagement wie z. B. dem Ausschneiden von Wanderwegen, kleineren Reparatur- und Bauarbeiten und dem Mähen von Trockenrasen mit. Bei Führungen und Schulaktionen sammelst Du erste Erfahrungen im Bereich Naturvermittlung. In den Wintermonaten bist Du viel im Nationalparkhaus, erwirbst administrative Fähigkeiten und lernst, selbstständig zu arbeiten.

Während des ganzen Jahres bist Du für die Wildkatzen Frieda & Carlo und die Betreuung des Wildkatzengeheges zuständig, was jeden Tag eine schöne Abwechslung zu den anderen Arbeiten darstellt. Zudem kannst Du ein Jahr lang das Verhalten und die Persönlichkeiten der beiden Tiere erforschen. Du lernst somit auf einfache Weise Verantwortung zu tragen und Besuchern bei Schaufütterungen das Wildkatzen-Projekt des Nationalparks vorzustellen.

Im Zuge Deines Einsatzes nimmst Du beim FUJ-Begleitseminar der Jugend-Umwelt-Plattform (JUMP) teil, wo Du Freiwillige in Deinem Alter, die sich für den Sozial- und Umweltbereich interessieren, kennen lernst. Bei diesem insgesamt 20-tägigen Kurs planst und setzt Du in Kleingruppen ein Projekt um, lernst viel über Umweltthemen und Fortbildungsmöglichkeiten im Umweltbereich und kannst Dich mit den anderen Freiwilligen austauschen.

Weitere Informationen

 

 

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Ein Tänzchen gefällig?

Die Anzahl der Blütenblätter varriert beim Leberblümchen. Es können pro Blüte sechs bis zehn sein!

Die Leberblümchen sind da!

Der Frühling startet durch, und ganz vorne mit dabei sind die Leberblümchen. Was die hübschen violett, rosa oder weiß gefärbten Blüten mit der Leber zu tun haben? Wenig, vielmehr sind es die Laubblätter, die dem Pflänzchen zu seinem Namen verholfen haben. Seine dreilappigen Laubblätter erinnern – zugegebenermaßen mit etwas Fantasie – an die Form der menschlichen Leber.
Das spiegelt sich übrigens auch im lateinischen Namen dieses Pflänzchens wider. In Hepatica nobilis steckt das Wort hepatos drinnen, was soviel bedeutet wie Leber. Die mittelalterliche Signaturenlehre ging davon aus, dass die Form einer Pflanze Auskunft darüber gibt, wogegen sie hilft. Entsprechend setzte man früher das Leberblümchen u. a. auch bei Lebererkrankungen ein, heute allerdings nur mehr im Bereich der Homöopathie.
Prinzipiell gilt von Selbstbehandlungen abzuraten, da das Pflänzchen leicht giftig ist! Am besten mit den Augen genießen und ihnen beim Tanzen zusehen :)

Wer mehr zu den Leberblümchen erfahren möchte, wird im Blogbeitrag “Früh, früher, Leberblümchen” fündig. Klickt euch rein!

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CSI Biber

Der Biber ist mittlerweile im Nationalpark Thayatal zu finden. Wie er sich dorthin vorgearbeitet hat, könnt ihr hier nachlesen.

Der Biber ist mittlerweile auch im Nationalpark Thayatal beheimatet. Wie er sich dorthin vorgearbeitet hat, lässt sich im NP Thayatal Blog nachlesen.

Die ersten Spuren im Nationalpark Thayatal ließen sich 2011 nachweisen. Wo? – Im Bereich des Umlaufbergs, bei der Kajabachmündung in die Thaya. Etwas später dann auch bei der Einsiedlerwiese. Der Biber (Castor fiber) hat sich vorgearbeitet!
Vor allem im Spätwinter 2013 deuten zahlreiche Nagespuren bei der Großen Umlaufweise auf seine Anwesenheit hin.
Der ultimative Beweis folgte noch im selben Jahr, genauer gesagt am 26. April. Barbara Hauser, die Wirtin des Gasthofs Hammerschmiede konnte via Handyfoto einen der großen Nager an der Fugnitz in Hardegg festhalten.
Die ganze Geschichte, wie es die Biber von Tschechien ins österreichische Thayatal geschafft haben,  könnt ihr hier nachlesen!

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Frühlingsgefühle …

Die ansonsten einzelgängerischen Füchse, finden während der Ranzzeit zueinander.

Die ansonsten einzelgängerischen Füchse, finden während der Ranzzeit zueinander.

… gibt es nicht nur bei unseren Wildkatzen (zur Erinnerung hier ein kurzes Video), sondern auch bei den Füchsen.  In der Paarungszeit – von Dezember bis März – finden die ansonsten einzelgängerischen Rüden und Fähen zueinander. Während die Rüden jedoch über die gesamte sogenannte Ranzzeit in Paarungslaune bleiben, beschränkt sich die empfängnisbereite Zeit der Fähen auf gerade einmal ein bis sechs Tage.
Richtiges Timing ist deswegen gefragt! Wie das geht? – Bereits zwei Wochen vor ihrer Empfängnisbereitschaft verströmen die Fähen einen intensiven Geruch. Die Rüden sind informiert und reagieren ihrerseits mit einem heiser klingenden Ranzbellen. Der Paarungsreigen ist eröffnet!
Wer mehr über das Liebesleben der Füchse erfahren möchte, kann sich übrigens hier reinklicken.

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