Kleine Kraftpakete

Wenn alle anderen Pflanzen noch im Winterschlaf dahindämmern, sind die Frühjahrsblüher schon längst in Aktion getreten.
Doch woher nehmen sie die Kraft, um den Waldboden so früh im Jahr in ein farbenprächtiges Meer zu verwandeln? – Das Geheimnis ihres Erfolges liegt unter der Erde. Gut verpackt in Knollen (verdickten Wurzeln), Zwiebeln (gestauchten Blättern) oder Rhizomen (verdickten Stängeln) lagern die im Vorjahr angehäufte Reserven. Sie geben den Frühjahrsblühern den entscheidenden Vorsprung.
Wer mehr über die Speichertricks der frühen Pflänzchen erfahren möchte, sollte am besten im Blogbeitrag “Das Geheimnis ihres Erfolges” nachlesen.
Wie bunt es im Thayatal-Frühling hergeht, davon könnt Ihr Euch zudem in diesem Video überzeugen:

Viel Spaß bei Euren eigenen Entdeckungen!

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Stefan Hailzl berichtet von seinem Zivildienst im Nationalpark Thayatal

WIldkatzenfütterung

Stefan Hailzl bei der Wildkatzenfütterung

Du gewinnst zwölf Monate lang wertvolle Erfahrungen, lernst neue Leute kennen und verbringst viel Zeit in der Natur. Im Nationalparkgebiet hilfst Du aktiv beim Naturraummanagement wie z. B. dem Ausschneiden von Wanderwegen, kleineren Reparatur- und Bauarbeiten und dem Mähen von Trockenrasen mit. Bei Führungen und Schulaktionen sammelst Du erste Erfahrungen im Bereich Naturvermittlung. In den Wintermonaten bist Du viel im Nationalparkhaus, erwirbst administrative Fähigkeiten und lernst, selbstständig zu arbeiten.

Während des ganzen Jahres bist Du für die Wildkatzen Frieda & Carlo und die Betreuung des Wildkatzengeheges zuständig, was jeden Tag eine schöne Abwechslung zu den anderen Arbeiten darstellt. Zudem kannst Du ein Jahr lang das Verhalten und die Persönlichkeiten der beiden Tiere erforschen. Du lernst somit auf einfache Weise Verantwortung zu tragen und Besuchern bei Schaufütterungen das Wildkatzen-Projekt des Nationalparks vorzustellen.

Im Zuge Deines Einsatzes nimmst Du beim FUJ-Begleitseminar der Jugend-Umwelt-Plattform (JUMP) teil, wo Du Freiwillige in Deinem Alter, die sich für den Sozial- und Umweltbereich interessieren, kennen lernst. Bei diesem insgesamt 20-tägigen Kurs planst und setzt Du in Kleingruppen ein Projekt um, lernst viel über Umweltthemen und Fortbildungsmöglichkeiten im Umweltbereich und kannst Dich mit den anderen Freiwilligen austauschen.

Weitere Informationen

 

 

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Ein Tänzchen gefällig?

Die Anzahl der Blütenblätter varriert beim Leberblümchen. Es können pro Blüte sechs bis zehn sein!

Die Leberblümchen sind da!

Der Frühling startet durch, und ganz vorne mit dabei sind die Leberblümchen. Was die hübschen violett, rosa oder weiß gefärbten Blüten mit der Leber zu tun haben? Wenig, vielmehr sind es die Laubblätter, die dem Pflänzchen zu seinem Namen verholfen haben. Seine dreilappigen Laubblätter erinnern – zugegebenermaßen mit etwas Fantasie – an die Form der menschlichen Leber.
Das spiegelt sich übrigens auch im lateinischen Namen dieses Pflänzchens wider. In Hepatica nobilis steckt das Wort hepatos drinnen, was soviel bedeutet wie Leber. Die mittelalterliche Signaturenlehre ging davon aus, dass die Form einer Pflanze Auskunft darüber gibt, wogegen sie hilft. Entsprechend setzte man früher das Leberblümchen u. a. auch bei Lebererkrankungen ein, heute allerdings nur mehr im Bereich der Homöopathie.
Prinzipiell gilt von Selbstbehandlungen abzuraten, da das Pflänzchen leicht giftig ist! Am besten mit den Augen genießen und ihnen beim Tanzen zusehen :)

Wer mehr zu den Leberblümchen erfahren möchte, wird im Blogbeitrag “Früh, früher, Leberblümchen” fündig. Klickt euch rein!

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CSI Biber

Der Biber ist mittlerweile im Nationalpark Thayatal zu finden. Wie er sich dorthin vorgearbeitet hat, könnt ihr hier nachlesen.

Der Biber ist mittlerweile auch im Nationalpark Thayatal beheimatet. Wie er sich dorthin vorgearbeitet hat, lässt sich im NP Thayatal Blog nachlesen.

Die ersten Spuren im Nationalpark Thayatal ließen sich 2011 nachweisen. Wo? – Im Bereich des Umlaufbergs, bei der Kajabachmündung in die Thaya. Etwas später dann auch bei der Einsiedlerwiese. Der Biber (Castor fiber) hat sich vorgearbeitet!
Vor allem im Spätwinter 2013 deuten zahlreiche Nagespuren bei der Großen Umlaufweise auf seine Anwesenheit hin.
Der ultimative Beweis folgte noch im selben Jahr, genauer gesagt am 26. April. Barbara Hauser, die Wirtin des Gasthofs Hammerschmiede konnte via Handyfoto einen der großen Nager an der Fugnitz in Hardegg festhalten.
Die ganze Geschichte, wie es die Biber von Tschechien ins österreichische Thayatal geschafft haben,  könnt ihr hier nachlesen!

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Frühlingsgefühle …

Die ansonsten einzelgängerischen Füchse, finden während der Ranzzeit zueinander.

Die ansonsten einzelgängerischen Füchse, finden während der Ranzzeit zueinander.

… gibt es nicht nur bei unseren Wildkatzen (zur Erinnerung hier ein kurzes Video), sondern auch bei den Füchsen.  In der Paarungszeit – von Dezember bis März – finden die ansonsten einzelgängerischen Rüden und Fähen zueinander. Während die Rüden jedoch über die gesamte sogenannte Ranzzeit in Paarungslaune bleiben, beschränkt sich die empfängnisbereite Zeit der Fähen auf gerade einmal ein bis sechs Tage.
Richtiges Timing ist deswegen gefragt! Wie das geht? – Bereits zwei Wochen vor ihrer Empfängnisbereitschaft verströmen die Fähen einen intensiven Geruch. Die Rüden sind informiert und reagieren ihrerseits mit einem heiser klingenden Ranzbellen. Der Paarungsreigen ist eröffnet!
Wer mehr über das Liebesleben der Füchse erfahren möchte, kann sich übrigens hier reinklicken.

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Nur Mut!

hartriegel

Zaghaft öffnen sich die ersten Blütenknospen des Hartriegels. Nur Mut!

“Die runden Blütenknospen des Gelben Hartriegels beginnen sich bereits zu öffnen”, berichtet Nationalpark-Mitarbeiter Christian Übl.
So schnell kann es gehen! Eben noch tiefwinterlich, jetzt schon frühlingshaft. Wer die ersten wärmeren Tage bereits für Entdeckungen im Thayatal nutzen möchte, sollte nach dem Gelben Hartriegel (Cornus mas) am besten gleich rings um das Nationalparkhaus Ausschau halten. Dort strecken sich seine Blütenknospen schon gierig nach der immer wärmer werdenden Sonne. Nur Mut, traut euch aufzublühen! :)

Der Gelbe Hartriegel blüht gerade üppig rings ums Nationalparkhaus.

So könnte es schon bald im Thayatal aussehen, der Hartriegel in Blüte!

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Wer klopft denn da?

Schwarzspecht

Er ist der größte, nicht nur in Österreich, sondern in ganz Europa. Die Rede ist vom Schwarzspecht. Ihm zu begegnen ist nicht ganz einfach, aber überall dort, wo es alte Bäume, dicke Stämme und reichlich Totholz gibt, kann es ein Zusammentreffen geben. Bei einem Waldspaziergang im Nationalpark Thayatal stehen die Chancen ihm über den Weg zu laufen, richtig gut.
Hier ein paar sachdienliche Erkennungsmerkmale: Kohlrabenschwarz, von der Größe her einer Krähe ähnlich, nur filigraner im Körperbau und mit dem unverkennbar roten Scheitel. Durchgehend rot bei Männchen bzw. bei Weibchen als roter Farbklecks am Hinterkopf ausgeprägt.
Welchen besonderen „Deal“ der Schwarzspecht und seine anderen „klopfenden Kollegen“ mit dem Wald eingangen sind, könnt ihr hier nachlesen.

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Im Winter liegt Liebe in der Luft

Es ist wieder soweit. Die Kuder, die männlichen Wildkatzen buhlen um die Gunst der Weibchen. Von Jänner bis März streifen sie umher, auf der Suche nach dem verheißungsvollen, paarungsbereiten Duft einer Wildkatzendame. Auch bei unseren Gehege-Wildkatzen, Frieda und Carlo, regen sich die winterlichen Frühlingsgefühle. Einen kleinen Blick auf die beiden gewährt ein kurzes Video.

Wer mehr über die Ranzzeit bei den Wildkatzen erfahren möchte, wie Wissenschaftler sich diese zunutze machen und wer bei der Wildkatzen-Jungenaufzucht das Sagen hat, wird hier fündig.

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Die Rückkehr der Wölfe – Porträt des Säugetiers des Jahres 2017

Europäischer Grauwolf (Canis lupus lupus)

Der Wolf kehrt auf leisen Pfoten auch nach Niederösterreich zurück. Ein kleines Wolfsrudel hat sich den Truppenübungsplatz Allentsteig als neue Heimat ausgesucht. Einzelgänger durchqueren auf der Suche nach einem geeigneten Lebensraum unser Bundesland. Bei diesen „Durchzüglern“ handelt es sich meistens um Jungwölfe, die bei ihren Wanderungen mehr als 1000 Kilometer in einem Monat zurücklegen können. Solche Jungwölfe wurden wahrscheinlich auch im Kamptal gesichtet. Wölfe, die zur Familie der Hunde gehören, sind sehr anpassungsfähig und können praktisch überall vorkommen, wo es Wasser und ausreichend Nahrung gibt. Und Meister Isegrim braucht ausreichend Platz für sich und sein Rudel. Mindestens 100 Quadratkilometer hat ein kleines Wolfsrevier, wobei die Größe des Reviers stark von der Anzahl der Beutetiere und der Größe des Wolfsrudels abhängt.

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Ein Wolf aus dem Tiergehege im Nationalpark Bayrischer Wald

Kein anderes Tier löst beim Menschen so eine Faszination aus wie der Wolf. Sei es die Wölfin, die Romulus und Remus gesäugt hat, die Geschichte von Franz von Assisi, der mit dem Wolf sprach oder der böse Wolf im Märchen von Rotkäppchen. Als existenzbedrohend für Hirten, Bauern und Jäger wurde er früher gesehen und daher bis zu seiner Ausrottung verfolgt und gejagt.

Stimmen diese Bilder vom Wolf oder sind es bloß menschliche Mythen? Ich denke der Wolf ist weder gut noch böse. Der Wolf ist ein Wildtier mit einem außerordentlichen Sozialleben und ein Individualist – im Verhalten und Charakter ähnlich uns Menschen. Er ist aber auch ein Raubtier vor dem man Respekt, aber keine Angst haben muss. Wir haben einfach verlernt mit dem Wolf Seite an Seite zu leben und das löst noch immer Unbehagen aus.

Wölfe sind äußerst vorsichtig und sehr neugierig und dieses natürliche Verhalten kann manchmal von Menschen falsch interpretiert werden. Dort wo wir Menschen den Wolf dulden, wird er auch künftig ein Zuhause haben und eine wertvolle Bereicherung für unser Ökosystem sein.

NÖN Kolumne, 8. Februar 2017, Wolfgang Riener

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Winter”zauber”

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Rotbuchen, Hainbuchen und Eichen scheinen im Winter zauberhafte Eigenschaften zu entfalten. Insbesondere die jüngeren Bäume behalten oftmals einige ihrer Blätter den ganzen Winter hindurch. Warum sie sich nicht trennen können, erklärt Nationalpark-Förster Wolfgang Riener: „Die Blätter dienen als zusätzlicher Schutz für die sensiblen Knospen, die im nächsten Frühjahr anstelle der welken Blätter austreiben.”
Was all das mit dem Teufel zu tun hat und warum dieser mit den Buchen- und Eichenblättern keine Freude hat, könnt ihr auch im Blogbeitrag „Den Teufel ausgetrickst“ nachlesen.

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