Anlaufstelle Nummer 1

Das Nationalparkhaus zwischen Merkersdorf und Hardegg ist der ideale Ausgangspunkt für Erkundungen im Nationalpark Thayatal.

Das Nationalparkhaus zwischen Merkersdorf und Hardegg ist der ideale Ausgangspunkt für Erkundungen im Nationalpark Thayatal.

Wenn es um Natur-Infos, Wandertipps und Karten, das aktuelle Veranstaltungsprogramm oder um Infos zu Unterkünften und gastromonomischen Schmankerln in der Region geht, dann ist eine Adresse die ideale Anlaufstelle: Unser Nationalparkhaus zwischen Merkersdorf und Hardegg, nicht  zu übersehen. Von 21. März bis 2. November hat es seine Pforten täglich geöffnet,  auch barrierefrei.

Und es hat noch eine ganze Menge mehr zu bieten. Highlight ist sicher das Wildkatzengehege, das größte Österreichs, mit unseren Thayatal-Stars Frieda und Carlo. Von Juli bis September zeigen die beiden Wildkatzen täglich bei den Schaufütterungen um 15:30 wie viel Kraft in ihnen steckt.
Gleich nebenan wartet die Naturforscherwerkstätte mit Mikroskopen und spannenden Experimenten auf junge Naturentdecker. Im Freien lockt der Abenteuerspielplatz mit Klettergarten, Fuchsbau und Riesen-Storchennest sowie der duftende Waldviertler Bauern- und Kräutergarten. “Batterien aufladen” kann man im Café-Restaurant, Erinnerungen im Shop mitnehmen und wer dann noch kräftig in die Pedale treten möchte, der ist im NP-Zentrum beim Radverleih ebenfalls richtig. Sämtliche Infos zu den Angeboten des NP-Hauses findet ihr hier. Wir sehen uns im Nationalparkhaus!

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Gut gemäht ist halb gewonnen

Alle Jahre wieder geben sich Glockenblumen, Margariten, Pechnelken, Wiesenbocksbart und Co. ein Stelldichein auf den ungefähr 60 Hektar Wiesen des NP Thayatal. Möglich ist das allerdings nur mithilfe des Menschen. Ohne die regelmäßige Mahd würden die Wiesen verbuschen und statt Löwenmaul und Glockenblumen hätten wieder Hainbuchen und Eichen das Sagen. Der Wald würde sich die Wiese sukzessive zurückerobern. Das wäre ihm nicht zu verdenken, doch die Wiesen sind ein artenreicher Lebensraum, den wir ebenfalls unbedingt erhalten wollen.

Das Große Löwenmaul versperrt sich  nur scheinbar seinen Besuchern. In Wirklichkeit informiert es seine Bestäuber genau, wo es langgeht.

Das Große Löwenmaul ist einer der attraktiven Bewohner der Thayatal Wiesen.

Was es dabei zu beherzigen gilt?
* Der richtige Mähzeitpunkt. Je fetter die Wiese, also je nährstoffreicher, umso früher muss gemährt werden, je magerer, je nährstoffärmer, umso später.
* Wesentlich ist zudem, dass die Blumen und Gräser ihre Samen bereits ausgebildet haben, damit die Vielfalt fürs nächste Jahr gesichert ist. Im NP Thayatal bekommen die Fettwiesen frühestens ab 15. Juni, die Magerwiesen frühestens ab 1. Juli den Balkenmäher zu spüren.

Wer die Pracht der ersten Wiesen noch erleben möchte, sollte sich also beeilen oder sich den Hochsommer vormerken, wenn die Wiesen zum zweiten Mal in voller Pracht zu bewundern sind.
Was es noch alles in puncto Mähen zu bedenken gilt und für wen die Wiesen aller Rückzugsort sind, das könnt ihr auch hier nachlesen.

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Bist du ein Junior Ranger?

Vom 16. bis 21. Juli ist es wieder soweit. Das Junior Ranger Camp öffnet seine Pforten für naturbegeisterte Jugendliche. In diesem Jahr feiern wir sogar ein Jubiläum. Bereits zum 10. Mal findet das Sommercamp für Jugendliche ab 12 Jahren im Nationalpark Thayatal statt.

Die Konstanten des Junior Ranger Camps sind die Übernachtung im Freihen und ein Tag Naturraummanagement. Abgesehen davon wird das Programm jedes Jahr komplett neu gestaltet.

Heuer gibt es das Junior Ranger Camp bereits zum 10. Mal.

Klar, dass wir uns dafür ein ganz besonderes Programm einfallen haben lassen. Mit dabei sind aber in jedem Fall auch die Highlights der letzten Jahre – die Übernachtung unter freiem Himmel, lange Abende am knisternden Lagerfeuer und eine Kanufahrt auf der Thaya.
Unsere Ranger zeigen Euch ihre Lieblingsplätze in der Wildnis, nehmen Euch mit bei ihren Tätigkeiten im Nationalpark und verraten Euch eine Menge Outdoor-Tricks.
Wer Lust auf Abenteuer, Action, neue Freunde, Spaß und jede Menge Natur hat, ist bei diesem Camp genau richtig. Um Euch Gusto zu holen, könnt ihr auch hier nachlesen.
In diesem Blogbeitrag verraten die Ranger und die teilnehmenden Jungranger, warum sie am liebsten im nächsten Jahr gleich wieder dabei sein wollen!

Alle Infos zum diesjährigen Junior Ranger Campf bekommt ihr hier.

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Gemeinsam stark!

Sie grenzen direkt aneinander. Der tschechische  Národní Park Podyjí besteht seit 1991, der österreichische Nationalpark Thayatal seit dem Jahr 2000. Die beiden Nationalparks haben zwei  eigenständige Verwaltungen, trotzdem kooperieren sie in vielerlei Belangen miteinander und kennen genauso wie die Natur, die sie schützen, keine Grenzen.

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Petr Lazarek (links), Mitarbeiter des Národní park Podyjí, und Christian Übl, Direktor des Nationalpark Thayatal freuen sich über die gute Zusammenarbeit zwischen den Österreichern und Tschechen.

Was lässt sich alles gemeinsam bewerkstelligen? Managementpläne, Kontrollgänge im Nationalpark, das Aktualisieren und Austauschen von Landkarten oder die Durchführung von EU-Förderprojekten. „Ein infrastrukturelles Highlight wäre die gemeinsame Planung und Umsetzung eines Österreich-Tschechien Rundwanderwegs“, sagt Nationalparkdirektor Christian Übl.
Der Rundwanderweg ist noch Zukunftsmusik, fix dagegen im Repertoire der beiden Nationalparks sind gemeinsame Veranstaltungen wie etwa die Radtour entlang des ehemaligen Eisernen Vorhangs. Mehr Infos dazu gibt es hier.

Und wer mehr über die gemeinsamen Pläne und Projekt der beiden NPs herausfinden möchte, klickt sich einfach hier rein.

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Willkommen in der kleinsten Stadt Österreichs

Klein, aber fein, das ist im Nationalpark Thayatal Programm. So verwundert es auch nicht, dass Hardegg mit eben diesem Credo punktet. Das Städtchen im Herzen des Nationalparks, das früher einst ein mächtiger Adelssitz war, ist heute die kleinste Stadt Österreichs.

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Hardegg ist die einzige Ortschaft im Nationalpark Thayatal und gleichzeitig die kleinste Stadt Österreichs.

Rund 80 Einwohner haben derzeit ihren Hauptwohnsitz in der idyllischen Grenzstadt an der Thaya. Hardegg ist damit vermutlich die einzige Stadt in Österreich, die mehr Häuser als Einwohner zählt!

Nichtsdestotrotz gibt es in der einzigen Ortschaft des Nationalparks eine ganze Menge zu entdecken. Wie könnte so ein perfekter Tag in Hardegg ausschauen?

Das Augenscheinlichste bei der Ankunft in dem kleinen Städtchen ist die mächtige Burg. Ganze 600 Meter misst sie im Umfang und stellt damit die größte Burganlage Niederösterreichs dar. Mit einer Burgbesichtigung starten wir also in den „perfekten Tag“.
Und kulturell geht’s auch gleich weiter: Wir besuchen das Haus mit der Nummer 36, das Guckkastenmuseum, ein Heimatmuseum, das in der ehemaligen Volksschule eingerichtet wurde. Und wie könnte es anders sein, es ist natürlich das kleinste Museum Österreichs! :)
Unweit davon lockt uns die kleinste Galerie Österreichs, der Kulturpunkt Hardegg. Hier erwarten einen neben dem normalen Galeriebetrieb jedes Jahr rund 10 Sonderausstellungen.

Der Kulturpunkt ist eine Initiative von lokalen Künstlern und bietet neben dem normalen Galeriebetrieb jährlich rund 10 Sonderausstellungen.

Der Kulturpunkt ist eine Initiative von lokalen Künstlern und bietet neben dem normalen Galeriebetrieb jährlich rund 10 Sonderausstellungen.

Nach so vielen Entdeckungen, ist es höchstens an der Zeit für eine Jause, und am besten schmeckt’s natürlich bei der Greißlerei Sackl am Stadtplatz.
Am Nachmittag lohnt sich ein Abstecher zur geschichtsträchtigen Thayabrücke mitsamt Besichtigung der Ausstellung im Zollhaus über die bewegte Vergangenheit der Brücke. Den Zugangscode dazu gibt’s übrigens im Nationalparkhaus kurz vor Hardegg gelegen – am besten gleich in der Früh besorgen.

Die Thayabrücke weiß von einer bewegten Geschichte zu erzählen. Erfahren kann man diese im Zollhaus direkt an der Brücke auf der österreichischen Seite.

Die Thayabrücke weiß von einer bewegten Geschichte zu erzählen. Im Zollhaus direkt an der Brücke auf der österreichischen Seite kann man mehr darüber erfahren.

Abgerundet wird ein Tag in Österreichs kleinster Stadt am besten mit einer Wanderung. Der Hardegger Rundwanderweg führt über eine Strecke von 3,5 Kilometern (reine Gehzeit etwa eine Stunde) zu tollen Ausblickspunkten. Vom sagenumwobenen Reginafelsen oder dem Maxplateau schweift das Auge über die ringsherum von Wäldern umgebene Nationalpark-Stadt.
Nun haben wir uns das Abendessen redlich verdient, idealerweise im Gasthaus Hammerschmiede, dessen Waldviertler Mohnkarpfen legendär ist! Gut möglich, dass sich bei einem Blick in den schon nächtlichen Himmel die eine oder andere Fledermaus erspähen lässt oder der Uhu gerade seine Runden dreht.
Kultur, Natur und Kulinarik sind im Thayatal eben ganz nah beeinander :) Viel Spaß bei Eurem perfekten Tag!

Mehr Infos über Hardegg könnt ihr auch hier nachlesen.

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Das Thayatal in zweieinhalb Minuten erleben

Wie soll das gehen? – Einfach zurücklehnen und unseren Film, den offiziellen Nationalpark Thayatal Trailer, genießen!

Was hier in wenigen Minuten zu sehen ist, hat in der Tat natürlich viel länger gedauert. Im Laufe eines ganzen Jahres war unser Naturreportage-Duo Marc Graf & Christine Sonvilla immer wieder im Nationalpark unterwegs, um spezielle Stimmungen einzufangen, die charakteristische Tierwelt des Thayatals vor die Linse zu bekommen und an Zeitraffer-Aufnahmen zu feilen.
Allein um den Tanz der Leberblümchen in Szene zu setzen, brauchte es eine Kamera, einen ganzen Tag und jede Minute ein Bild. Viel Aufwand, der sich aber gelohnt hat, denn dieser Film macht eindeutig Lust darauf selbst zum Naturentdecker im Thayatal zu werden. Was meint ihr? Wir freuen uns in jedem Fall auf Euren Besuch!

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Aus der Drahtesel-Perspektive

Per pedes ist die bevorzugte Fortbwegungsart im Nationalpark. Es geht aber auch per Drahtesel. Im NP Thayatal stehen für radellustige Entdecker gleich drei unterschiedliche Touren – zwischen 40, 32 und 13 Kilometer lang – zur Verfügung.

Schon einmal daran gedacht mit dem Drahtesel das Thayatal zu erkunden? - Auf drei unterschiedlichen Routen lässt sich das prima umsetzen!

Schon einmal daran gedacht mit dem Drahtesel das Thayatal zu erkunden? – Auf drei unterschiedlichen Routen lässt sich das prima umsetzen!

Wie und wo man am besten startet? – Idealer Ausgangspunkt ist das Nationalparkhaus in der Nähe von Hardegg. Hier lassen sich nicht nur die aktuellen Infos zur angepeilten Radstrecke erfragen, sondern im Café-Restaurant auch noch mal die eigenen Energie-Reserven füllen und bei Bedarf ein Fahrrad ausborgen. Für all jene, die Zweifel haben, ob ihre Kondition ausreicht bzw. die mit noch mehr Leichtigkeit durch die Landschaft sausen wollen, stehen zudem E-Bikes zur Verfügung.

Mehr zur Tour entlang des „Thayatal-Radweges“, zur „Besucherzentrum-Tour“ und zur „Frainer Stausee-Tour“ erfahrt ihr hier!

Viel Spaß beim Radeln!

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Das Auf und Ab der Thaya

6,5 Kilometer Luftlinie von Hardegg entfernt, im angrenzenden Tschechien, liegt das Speicherkraftwerk Vranov (in Frain an der Thaya). Zwischen 1933 und 1934 errichtet – lange vor der Gründung des Nationalparks Thayatal – liefert es auch heute noch Strom. Nationalpark und ansässige Tierwelt müssen damit klarkommen.

Was sind die Herausforderungen mit einem Wasserkraftwerk vor der Haustüre?
Das Kraftwerk regelt den Wasserfluss der Thaya. Jeden Tag – zu Zeiten des Spitzenstromverbrauchs – steigt der Mindestdurchfluss von 2 bis 4 m³/Sekunde auf beträchtliche 30 bis 45 m³/Sekunde an!
Innerhalb kurzer Zeit steigen die Fließgeschwindigkeit und der Wasserpegel der Thaya deutlich. Überzeugt euch selbst davon in diesem Video:

Was bewirken diese Pegelschwankungen?

Schotterauswaschungen durch den Schwallbetrieb führen dazu, dass Bachforellen und andere Fische, die ihren Laich an schottrig, kiesigen Stellen ablegen, nicht mehr genügend Laichplätze finden. Leider wird auch kein Schotter nachgeliefert, das verhindert die Staumauer des Kraftwerks.
Auch die Wassertemperatur stellt viele Fische vor Probleme. In Frain wird 4 Grad Celsius kaltes Tiefenwasser abgelassen, im Schnitt ist das Wasser der Thaya im Sommer deshalb nur zwischen 10 und 15 Grad „warm“.
Und im Winter wirkt sich der Schwallbetrieb dahingehend aus, dass die Thaya – im Gegensatz zu umliegenden Gewässern – in der Regel nicht zufriert. Deshalb ist sie bei Enten, Schwänen, Graureihern, Kormoranen und mitunter auch dem Seeadler als Winterquartier sehr beliebt.

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Es grünt so grün

Bevor die Laubbäume ihre Blätter ganz entfalten, macht eine Heerschar von kleinen Waldboden-Pflanzen dem Grau des Winters bereits den Garaus. Es wird wieder grün!

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Wer dafür verantwortlich schreibt? – Etwa die Leberblümchen. Nach ihrer frühen Blüte entstehen nun die brandneuen Leberblümchen-Laubblätter, die im Unterschied zu den matten, dunklen Vorjahres-Laubblättern strahlend frisch und saftig grün sind.
Das Scharbockskraut sorgt für Teppiche von kleinen nieren- bis herzförmigen Blättern. In Maßen genossen sehr schmackhaft, aber Achtung vor Verwechslungen mit der giftigen Haselwurz.
Wie ihr solche Verwechslungen ausschließen könnt und wer noch seine ersten frühen Laubblätter im Nationalpark Thayatal gegen den Winter aufmarschieren lässt, das könnt ihr hier nachlesen.

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Wer trällert denn da?

Was schätzt ihr, wie viele Vogelarten in Österreich gesanglich begabt sind?
– Wir verraten es euch, rund 120. So viele Singvogelarten tummeln sich bei uns. Und damit ihr Euch bei euren ersten Wanderungen im Frühjahr leichter tut, ein paar gängige Arten allein am Gesang voneinander zu unterscheiden, haben wir für Euch eine kleine Gesangsstunde vorbereitet.

Rotkehlchen gehören zu den ganz großen Sängern unter den Singvögeln.

Rotkehlchen gehören zu den ganz großen Sängern unter den Singvögeln.

Zilpzalp, Blau- und Kohlmeise, Amsel und Rotkehlchen geben einige ihrer Trällerer zum Besten. Der Gesang der kleinen Zwitscherer ist strophenartig aufgebaut und oft sehr variantenreich. Je nach Notwendigkeit – Gefahr, Partnersuche, Revierverteidigung – kann sich das Zwitschern anders anhören. Aber irgendwo muss man ja anfangen, also starten wir am besten mit dem Aufbaukurs “Kleine Vogelstimmenkunde” :)  

Wer seine Gesangeskünste gleich testen möchte, ist beim Ausflug „Im Reich des Seeadlers“ am 21. Mai genau richtig. Unterwegs mit einem Ranger  lauschen wir all jenen typischen Vogelarten, die den Frühjahrswald mit ihren stimmlichen Darbietungen zum Klingen bringen. Und mit etwas Glück schaut vielleicht auch der Seeadler vorbei. Singen – so viel sei verraten – wird er allerdings nicht ;)

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